mini|hochkant|Guido Venturoni (2002) Guido Venturoni (* 10. April 1934 in Teramo; † 2. November 2025) war ein italienischer Admiral. Als Generalstabschef der italienischen Streitkräfte (1994–1999) setzte er tiefgreifende Reformen bei den militärischen Führungsstrukturen durch.
Militärische Laufbahn Venturoni besuchte von 1952 bis 1956 die Marineakademie und diente zunächst auf Kriegsschiffen der italienischen Marine. Von 1958 bis 1959 nahm er in den USA an einer Pilotenausbildung teil, in deren Rahmen er auch eine Zulassung für Flugzeugträger erhielt. Aus politischen Gründen konnte er diese Zulassung jedoch nie verwenden, weil die italienische Luftwaffe der Marine den Einsatz von Kampfflugzeugen verwehrte. Später flog er bei den Marinefliegern Hubschrauber. Er kommandierte Korvetten, Fregatten, den Kreuzer Andrea Doria sowie eine Marinefliegerstaffel. Darüber hinaus leitete er verschiedene Stäbe.
Von Februar 1992 bis Dezember 1993 war Venturoni Admiralstabschef.
Anfang Januar 1994 folgte er General Domenico Corcione auf dem Posten des Generalstabschefs der italienischen Streitkräfte nach. Er bereitete eine tiefgreifende Strukturreform der Streitkräfte vor, die 1997 umgesetzt wurde. Vor allem der Generalstab der Streitkräfte wurde aufgewertet und zum zentralen Führungsinstrument ausgebaut. Den Stäben der Teilstreitkräfte wurden eher unterstützende Aufgaben zugewiesen. Venturonis Arbeit setzte ab Februar 1999 General Mario Arpino fort. Admiral Venturoni wurde am 6. Mai 1999 Vorsitzender des NATO-Militärausschusses. Im Juli 2002 endete seine militärische Laufbahn. In den Jahren danach war Venturoni in leitender oder beratender Funktion in der Rüstungsindustrie tätig. Von Februar 2013 bis Mai 2014 war er Vizepräsident des italienischen Rüstungskonzerns Finmeccanica.
Ehrungen und Auszeichnungen 1992: Verdienstorden der Italienischen Republik (Großkreuz)Eintrag auf Cenni storici e normativa dell'onorificenza auf quirinale.it vom 11. November 1992, abgerufen am 3. November 2025 (italienisch) 1999: Großes Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik ÖsterreichAufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,6 MB) 2004: Militärorden von Italien (Großoffizier)Eintrag auf Cenni storici e normativa dell'onorificenza auf quirinale.it vom 27. Februar 2004, abgerufen am 3. November 2025 (italienisch) Mauritianische Medaille Medaglia d'oro al merito della Croce Rossa Italiana Croce per anzianità di servizio militare (40 Jahre) Medaglia d'onore d'oro per lunga navigazione marittima (20 Jahre) Medaglia militare aeronautica per lunga navigazione aerea (20 Jahre) Legion of Merit (Großoffizier; USA) Orden des Weißen Löwen (Großkreuzritter; Tschechien) Verdienstorden Pro Merito Melitensi (Souveräner Malteserorden)
Weblinks
Biografie auf difesa.it
Einzelnachweise
Kategorie:Militärperson (NATO) Kategorie:Befehlshaber (Italien) Kategorie:Admiral (Marina Militare) Kategorie:Militärperson (Marineflieger) Kategorie:Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik (Großkreuz) Kategorie:Träger des Militärordens von Italien Kategorie:Träger des Großen Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich Kategorie:Träger des Verdienstordens der Republik Ungarn (Komtur mit Stern) Kategorie:Träger des Ordens des Weißen Löwen Kategorie:Träger des Verdienstordens Pro Merito Melitensi (Verdienstkreuz) Kategorie:Träger des Ordens Legion of Merit (Kommandeur) Kategorie:Person (Leonardo S.p.A.) Kategorie:Italiener Kategorie:Geboren 1934 Kategorie:Gestorben 2025 Kategorie:Mann