TrueNAS (ehemals FreeNAS) ist ein freies Betriebssystem für Network Attached Storage (NAS). Es basierte auf FreeBSD und ist auf x86-kompatiblen Plattformen in der 64-Bit-Architektur lauffähig. Mit 25.04 wurde auf Linux gewechselt. Mit Version 12 wurde der Name von FreeNAS zu TrueNAS Core geändert., iXsystems (englisch). Das bisherige TrueNAS wurde in TrueNAS Enterprise umbenannt.

Technik TrueNAS ist eine Minimal-Version des Betriebssystems FreeBSD auf Basis von NanoBSD.iXsystems’ FreeNAS snapshot (englisch) Abgerufen am 30. April 2017. Die Versionsnummer orientiert sich hierbei jeweils an der zugrundeliegenden FreeBSD Version, beispielsweise basiert FreeNAS 9.2.x auf FreeBSD 9.2.FreeNAS 9.2.0-RC Available (englisch) Abgerufen am 30. April 2017.

TrueNAS unterstützt das Dateisystem ZFS und UFS. Auf die Dateisysteme Ext2/Ext3, FAT32 und NTFS (durch NTFS-3G) kann lesend und schreibend zugegriffen werden, jedoch können diese nicht über TrueNAS angelegt werden. Das Betriebssystem wird auf einer CompactFlash-Karte oder einem USB-Stick (Mindestgröße: 8 GB, empfohlen: 16 GB) installiert und davon gebootet. Alternativ kann auch eine Festplatte verwendet werden, diese kann dann aber nicht als NAS-Speicher genutzt werden. Eine Konfiguration von IP-Adressen und dem administrativen Passwort kann über die Konsole erfolgen, die grundsätzliche Verwaltung wird aber mit Hilfe einer webbasierten Administrationsoberfläche über das Netzwerk durchgeführt.FreeNAS Screenshots (englisch) Abgerufen am 30. April 2017. Über diese WebGUI ist auch ein Update von TrueNAS möglich.

Die Software enthält NAS-Dienste wie zum Beispiel CIFS (Samba), FTP, SFTP, NFS, rsync, iSCSI, S.M.A.R.T., AFP, Zeroconf, lokale Benutzer-Authentifizierung, Software-RAID-0/-1/-5, RAID-Z und Unison. Des Weiteren ist eine Integration in ein Active Directory möglich.

Funktionen Dateisysteme: ZFS, UFS, FAT32, ext2/ext3, NTFS (ZFS-Volumina werden empfohlen, aber benötigen zum performanten Betrieb mindestens 8 GB Arbeitsspeicher.FreeNAS Hardware Requirements (englisch) Abgerufen am 30. April 2017.) Protokolle: CIFS (Samba), FTP, NFS, SSH, rsync, iSCSI, AFP und Avahi (zeroconf), SNMP, BitTorrent. GPT/EFI Partitionierung >2 TByte möglich. Booten von USB-Speicherstick oder Flash-Speicher Software RAID 0, 1 und 5, außerdem JBOD und das instabile Geom Vinum, sowie RAID-Z1, RAID-Z2 und RAID-Z3 Verschlüsselung des NAS-Speicher (es stehen vier Algorithmen zur Auswahl: 3DES 168 Bit, AES 256 Bit, Blowfish 448 Bit, Camellia 256 Bit) HTTPS (zur sicheren Schlüsselübertragung für die Festplatten-Live-Verschlüsselung) Local User Authentication (noch nicht vollständig implementiert bei SMB/CIFS – keine Berechtigungen auf Ordner- und Dateiebene) und Windows-Domänen Unison S.M.A.R.T. UPnP (in Version 8.0 nicht implementiert, wieder Bestandteil ab Version 8.1) Webserver-Funktion Statusberichte per E-Mail Status-Graphen für die CPU-Auslastung und LAN-Transferraten Eingeschränkte Kommandozeile über die Webschnittstelle ab Version 9 Unterstützung von FreeBSD Jails ab Version 9.3 ist es möglich, von ZFS-Partitionen zu booten (Mirror-Setups sind möglich)FreeNAS 9.3 bootet von ZFS und vereinfacht Installation Abgerufen am 30. April 2017.

Hardware-Unterstützung Hardware RAID-Controller: alle von FreeBSD in der jeweiligen Version unterstützten Festplattenschnittstellen: PATA (IDE) / SATA, SCSI, USB (ab Version 8.0.1 auch USB 3.0) und FireWire. Netzwerkkarten: alle von FreeBSD in der jeweiligen Version unterstützte WLAN und Ethernet. CPU-Architekturen: 64-Bit-x86-Architektur („x64“, der , IA-32, zugehörig); Bis Version 9 auch 32-Bit-x86 (ab i386).

Geschichte Das FreeNAS-Projekt wurde im Jahr 2005 durch Olivier Cochard-Labbé initiiert. Volker Theile stieß im Juli 2006 zum FreeNAS-Projekt hinzu und übernahm im April 2008 die Projektleitung.

Nachdem zunächst die FreeBSD-Distribution m0n0wall als Basis genutzt wurde, beschloss das Entwicklerteam im September 2009, FreeNAS von Grund auf neu zu entwickeln.FreeNAS vs NAS4Free (englisch) Abgerufen am 30. April 2017. Dies führte zum Abgang von Volker Theile, welcher die Ansicht vertrat, das Projekt solle bei diesem Schritt von FreeBSD auf Debian GNU/Linux wechseln. Er startete nach seinem Ausscheiden die Entwicklung an coreNAS (heute OpenMediaVault). Daraufhin stieg Cochard-Labbé wieder ins Projekt ein und übergab die Projektverantwortung 2010 an das Unternehmen iXsystems.FreeNAS bleibt bei FreeBSD Abgerufen am 30. April 2017.

Als Reaktion auf die Umstellung von FreeBSD zu Linux und das Aufgeben von TrueNAS-Scale-GitHub entstand der Fork zVault, das weiterhin auf FreeBSD basiert.

Auszeichnungen

SourceForge – Project of the Month, Januar 2007 InfoWorld – Best Open Source Offerings 2008

Siehe auch XigmaNAS, (vormals NAS4Free) Software auf BSD basierend Unraid

Literatur Gary Sims: Learning Freenas. Packt Publishing, Birmingham 2008, ISBN 1-84719-468-0.

Weblinks

Offizielle Website TrueNAS

Am 5. September 2006 wurde das Projekt in von Hak.5 vorgestellt. Video-Anleitung „FreeNAS produktiv“ sysops.tv Folge 93 mit Replikation und NFS mit VMWare

Einzelnachweise

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