Beat Furrer (* 6. Dezember 1954 in Schaffhausen) ist ein österreichischer Komponist und Dirigent schweizerischer Herkunft.

Leben Beat Furrer erhielt an der Musikschule Schaffhausen seine erste Ausbildung (Klavier).Biografie Beat Furrer. In: Musikdatenbank von mica – music austria, 2. Februar 2021; abgerufen am 14. April 2021. Im Jahr 1975 übersiedelte er nach Wien und studierte Komposition bei Roman Haubenstock-Ramati und Dirigieren bei Otmar Suitner.Eintrag zu Beat Furrer. Bärenreiter – The Musicians’ Choice 1984 gewann er den Kompositionswettbewerb „Junge Generation in Europa“. Ein Jahr später gründete Furrer zusammen mit Viktor Liberda das Klangforum Wien, dessen künstlerischer Leiter er bis 1992 war und dem er immer noch als Gastdirigent verbunden ist. Seit 1991 ist er Professor für Komposition an der Kunstuniversität Graz. Mitte der 1990er gründete er gemeinsam mit dem Geiger Ernst Kovacic die internationale Ensemble- und Komponistenakademie impuls. 1996 war er Composer in residence bei den Luzerner Festwochen. Seit 2005 ist Furrer Mitglied der Berliner Akademie der Künste. Vom Wintersemester 2006/07 bis 2009 hatte er eine Gastprofessur für Komposition an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main inne. Furrer ist Mitglied des von der Kulturstiftung des Bundes berufenen Kuratoriums für das Netzwerk Neue Musik.

Auszeichnungen 1992: Förderpreis vom Ernst von Siemens Musikpreis 1993: Musikpreis der Stadt DuisburgMusikpreis der Stadt Duisburg - Preisträger. duisburger-philharmoniker.de 2003: Preis der Stadt Wien für Musik 2006: Goldener Löwe der Biennale di Venezia für FAMA 2012: Erste-Bank-KompositionspreisErste Bank Kompositionspreisträgerinnen und -preisträger seit 1989. sponsoring.erstebank.at 2014: Großer Österreichischer Staatspreis für Musik Bundesministerium Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport; abgerufen am 2. März 2021. 2018: Ernst von Siemens Musikpreis (PDF) evs-musikstiftung.ch, Pressemitteilung, Januar 2018. 2024: Ehrenzeichen des Landes Steiermark für Wissenschaft, Forschung und Kunst I. Klasse 2024: Goldene Ehrenzeichen der Stadt Graz, im Rahmen eines Konzertes zur Feier seines 70. Geburtstages.

Werke Bühnenwerke Das Grosse Feuer. Oper für Solisten, Chor und Orchester. Libretto: Thomas Stangl, nach dem Roman Eisejuaz von Sara Gallardo (2025); Auftragswerk der Oper Zürich Violetter Schnee. Oper für Solisten, Chor und Orchester, nach einem Libretto von Händl Klaus, basierend auf einem Text Wladimir Georgijewitsch Sorokin, übersetzt vom Russischen ins Deutsche von Dorothea Trottenberg (2015) La Bianca Notte. Oper für Solisten, Chor und Orchester, nach Texten von Dino Campana, Sibilla Aleramo (2015) Wüstenbuch. Musiktheater, nach Texten von Händl Klaus, Ingeborg Bachmann, Antonio Machado, Lukrez und dem Gespräch eines Lebensmüden mit seiner Seele (auch: Papyrus Berlin 3024) (2010) Invocation. Oper nach Texten von Marguerite Duras (2002/2003) Begehren. Musiktheater nach Texten von Cesare Pavese, Günter Eich, Ovid und Vergil (2001) Narcissus. Oper in sechs Szenen, nach den Metamorphosen Ovids (1992/1994) Die Blinden. Kammeroper in einem Akt, nach Texten von Maurice Maeterlinck, Platon, Friedrich Hölderlin und Arthur Rimbaud (1989/1990)

Orchestermusik

Ensemblewerke

Vokalwerke

Kammermusik

Literatur

Hans-Klaus Jungheinrich (Hrsg.): Stimmen im Raum – Der Komponist Beat Furrer. Edition Neue Zeitschrift für Musik, Mainz 2011, ISBN 978-3-7957-0773-6. Michael Kunkel (Hrsg.): Metamorphosen – Beat Furrer. Eine Publikation der Abteilung Forschung und Entwicklung der Hochschule für Musik Basel. PFAU-Verlag, Saarbrücken 2011, ISBN 978-3-89727-456-3. Daniel Ender: Metamorphosen des Klanges – Studien zum kompositorischen Werk von Beat Furrer. Schweizer Beiträge zur Musikforschung. Bärenreiter Verlag, Kassel 2014, ISBN 978-3-7618-2235-7. Ulrich Tadday (Hrsg.): Musik-Konzepte 172 / 173. Beat Furrer. edition text + kritik, München 2016, ISBN 978-3-86916-489-2.

Weblinks

Beat Furrer. In: MICA-Lexikon; abgerufen am 30. Oktober 2013. Beat Furrer. Website des Bärenreiter-Verlages. Beat Furrer. Website der Universal Edition. Archivaufnahme mit Beat Furrer. Ö1-Mittagsjournal, 25. November 1989, 11. Beitrag. Onlinearchiv der Österreichischen Mediathek. Claus Spahn: ernst von siemens musikstiftung. Werkliste von Beat Furrer. ernst von siemens musikstiftung. Website Beat Furrer Website der Akademie impuls

Einzelnachweise

Kategorie:Komponist klassischer Musik (20. Jahrhundert) Kategorie:Komponist klassischer Musik (21. Jahrhundert) Kategorie:Komponist (Österreich) Kategorie:Komponist (Schweiz) Kategorie:Komponist (Deutschland) Kategorie:Komponist (Oper) Kategorie:Komponist (Chor) Kategorie:Dirigent Kategorie:Absolvent der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Kategorie:Träger des Großen Österreichischen Staatspreises für Musik Kategorie:Mitglied der Akademie der Künste (Berlin) Kategorie:Schweizer Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1954 Kategorie:Mann Kategorie:Träger des Ehrenzeichens des Landes Steiermark für Wissenschaft, Forschung und Kunst I. Klasse