Daniel Mesotitsch (* 22. Mai 1976 in Villach) ist ein ehemaliger österreichischer Biathlet.
Leben und Karriere Mesotitsch wuchs in St. Jakob im Rosental auf und begann seine Laufbahn als Skilangläufer bei der Union Rosenbach. Er gehörte dem Langlaufkader des Österreichischen Skiverbandes an, blieb dort aber ohne internationalen Durchbruch. Wie seine späteren Teamkollegen Christoph Sumann und Friedrich Pinter erlernte er auf Anraten des damaligen Langlauf-Cheftrainers Walter Mayer das Schießen mit dem Kleinkalibergewehr und wechselte zum Biathlon. Ein solcher Umstieg vom Langlauf zum Biathlon im Erwachsenenalter galt schon wenige Jahre später als unüblich.
Seit 1997 betreibt der Zöllner Biathlon und wurde im Jahr 2002 Mitglied der österreichischen Nationalmannschaft. Trainiert wurde Mesotitsch von Reinhard Gösweiner. Er lebt in Hochfilzen und startet für Union Rosenbach. 2002 gewann er in Antholz sein erstes Einzel-Weltcuprennen über 20 km. 8 Jahre danach schaffte er seinen zweiten Weltcupsieg, ebenfalls in Antholz, in der 12,5-km-Verfolgung. Seinen dritten und letzten Einzelweltcupsieg feierte er im Dezember 2010 im Einzel von Pokljuka; insgesamt gewann er drei Weltcuprennen in Einzeldisziplinen. Weiterhin stehen 4 Weltcupsiege mit der österreichischen Staffel zu Buche. Seine beste Platzierung im Gesamtweltcup erreichte er in der Saison 2009/10 mit Rang zwölf, in der Disziplinenwertung des Einzels belegte er in dieser Saison den dritten Platz.
Bei den Biathlon-Weltmeisterschaften 2005 in Hochfilzen gewann er zusammen mit Friedrich Pinter, Wolfgang Rottmann und Christoph Sumann die Bronzemedaille im 4 × 7,5-km-Staffelwettbewerb. Bei den Weltmeisterschaften 2009 in Pyeongchang holte Daniel Mesotitsch als Startläufer der österreichischen Staffel gemeinsam mit Simon Eder, Dominik Landertinger und Christoph Sumann die Silbermedaille. Bei den Biathlon-Weltmeisterschaften 2012 in Ruhpolding verpasste er als jeweils Vierter im Sprint und in der Verfolgung zweimal knapp eine Medaille; im Sprint blieb er dabei ohne Schießfehler. Bei den Biathlon-Weltmeisterschaften 2017 in Hochfilzen gewann er mit der österreichischen Staffel erneut die Bronzemedaille.
Bei den Olympischen Winterspielen 2010 gewann er – erneut mit Eder, Landertinger und Sumann – in der Staffel die Silbermedaille. Vier Jahre später, bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi, gewann er mit der Staffel, in der gleichen Besetzung, wieder die Silbermedaille.
2005 erhielt er das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich.
Am 26. März 2019 beendete Mesotitsch seine Karriere bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften in Obertilliach.
Weltcupsiege Einzelweltcupsiege Datum Ort Land Disziplin 24. Januar 2002 Antholz Italien Einzel (20 km) 24. Jänner 2010 Antholz Italien 12,5 km Verfolgung 16. Dezember 2010 Pokljuka Slowenien Einzel (20 km)
Staffelweltcupsiege Datum Ort Land Disziplin 15. Dezember 2001 Pokljuka Slowenien 4 × 7,5-km-Staffel 21. Dezember 2008 Hochfilzen Österreich 4 × 7,5-km-Staffel 8. Jänner 2009 Oberhof Deutschland 4 × 7,5-km-Staffel 13. Dezember 2009 Hochfilzen Österreich 4 × 7,5-km-Staffel 9. Jänner 2014 Ruhpolding Deutschland 4 × 7,5-km-Staffel
Biathlon-Weltcup-Platzierungen
Weblinks
Website von Daniel Mesotitsch
Literatur Vom Grossglockner zum Klammer Stich. 100 Jahre Schisport in Kärnten. Seiten 74–77, Daniel Mesotitsch: Mesotitsch verbietet dem Körper das Atmen, Carinthia Verlag, Wien u. a. 2007, Hrsg. Landesschiverband und Kleine Zeitung, ISBN 978-3-85378-622-2.
Einzelnachweise
Kategorie:Biathlet (Österreich) Kategorie:Olympiateilnehmer (Österreich) Kategorie:Träger des Goldenen Verdienstzeichens der Republik Österreich (1952) Kategorie:Österreichischer Meister (Biathlon) Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 2002 Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 2006 Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 2010 Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 2014 Kategorie:Sportler (Kärnten) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1976 Kategorie:Mann