Die neukaledonische Fußballnationalmannschaft ist das Auswahlteam des französischen Überseegebiets Neukaledonien.
Neukaledonien ist seit 2004 Mitglied des Weltfußballverbandes FIFA und seit 2004 Vollmitglied des Kontinental-Verbandes OFC (seit 1969 bestand eine sog. assoziierte Mitgliedschaft). Seit Bestehen der FIFA-Mitgliedschaft ist Neukaledonien berechtigt, an Fußball-Weltmeisterschaften teilzunehmen. Am OFC-Nations-Cup nahm der Verband bereits als assoziiertes Mitglied seit seiner Gründung teil. Bisher ist es der Mannschaft noch nicht gelungen, sich für die Fußball-Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Für den OFC-Nations-Cup war man bisher sechsmal qualifiziert.
Beim Fußballturnier der Pazifikspiele war die Mannschaft 1963, 1969, 1971, 1987 und 2007, 2011, 2015 und 2023 siegreich.
Außerdem beteiligt sich die Nationalelf an der Coupe de l’Outre-Mer, dem Wettbewerb für Nationalmannschaften aus Frankreichs überseeischen Gebieten. Bisher beste Platzierung dabei war Rang 5 beim Turnier 2008.
Neukaledonien bei der Fußball-Weltmeisterschaft Die Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland markiert den ersten Auftritt einer neukaledonischen Auswahl bei einem FIFA-Weltturnier. In der Gruppe 1 der Ozeanien-Zone spielte die Mannschaft gegen die Cookinseln (8:0), die Salomonen (0:2), Tahiti (0:0) und Tonga (8:0). Nach dieser Runde belegte Neukaledonien den dritten Tabellenrang hinter den Salomonen und Tahiti, was das Ausscheiden bedeutete.
Bei der Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika belegte Neukaledonien den zweiten Platz in der ersten Vorrundengruppe hinter Fidschi (1:1) und vor den Cookinseln (3:0), Tahiti (1:0) und Tuvalu (1:0). Durch einen 3:2-Sieg im Halbfinale der Südpazifikspiele über die Salomonen qualifizierte sich Neukaledonien für die zweite Hauptrunde der Qualifikation, welche im Rahmen des OFC-Nationen-Pokals ausgespielt wurde (Im Finale der Südpazifikspiele besiegte man Fidschi mit 1:0). Fidschi und Vanuatu konnten mit Auswärtsunentschieden und Heimsiegen auf Distanz gehalten werden; Neuseeland jedoch erwies sich als stärker und gewann beide Spiele.
2025 gelang es der Mannschaft erstmals, sich für das interkontinentale Play-Off-Turnier zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zu qualifizieren, indem sie das Finale der 3. Runde der OFC WM-Qualifikation erreichte; dort unterlag sie Neuseeland mit 0:3.
Teilnahmen an Fußball-Weltmeisterschaften 1930 bis 2002 – Nicht teilgenommen 2006 bis 2026 – Nicht qualifiziert
Teilnahmen am OFC Nations Cup 1973 – Dritter Platz 1980 – Dritter Platz 1996 – Nicht qualifiziert 1998 – Nicht qualifiziert 2000 – Nicht qualifiziert 2002 – Vorrunde 2004 – Nicht qualifiziert 2008 – Zweiter Platz 2012 – Zweiter Platz 2016 – Halbfinale 2020 – wg. COVID-19-Pandemie abgesagt 2024 – qualifiziert, aber wegen der Unruhen in Neukaledonien zurückgezogen
Teilnahmen an den Südpazifik- und Pazifikspielen Neukaledonien nahm an allen Austragungen teil und ist mit acht Titeln Rekordsieger.
1963 – Sieger 1966 – Zweiter als Gastgeber 1969 – Sieger 1971 – Sieger 1975 – Zweiter 1979 – Vierter 1983 – Dritter 1987 – Sieger als Gastgeber 1991 – Dritter 1995 – Vorrunde 2003 – Zweiter 2007 – Sieger 2011 – Sieger als Gastgeber 2015 – Sieger 2019 – Zweiter 2023 – Sieger
Teilnahmen am Melanesien-Cup Neukaledonien nahm an neun der elf bisherigen Austragungen teil und konnte außer dem ersten Platz alle anderen Plätze mindestens einmal belegen. Seit 2022 läuft das Turnier unter der Bezeichnung „MSG Prime Minister’s Cup“.
1988 – Dritter 1989 – Zweiter 1990 – Zweiter 1992 – Zweiter 1994 – Vierter 1998 – Fünfter (von 5 Teilnehmern) 2000 – Vierter 2022 – Gruppenphase 2023 – Zweiter 2024 – nicht teilgenommen 2025 – nicht teilgenommen
Coupe de l’Outre-Mer 2008: Fünfter 2010: Gruppenphase (die Plätze 5 bis 8 wurden nicht ausgespielt) 2012: Siebter
Bekannte Spieler Ramon Djamali (2003–2008), ehemaliger Kapitän Neukaledoniens Jose Hmae (2004–2007), Spielmacher Neukaledoniens Poulidor Toto (2007–2008)Les frères Toto, symboles de Kanaky. In: France Football. 1. Januar 2008, S. 28/29
Trainer Guy Elmour (1971–1973) Jules Hmeune (1977) Michel Clarque (2002) Serge Martinengo de Novack (2002–2004) Didier Chambaron (2007–2010) Christophe Coursimault (2010–2012) Alain Moizan (2012–2015) Thierry Sardo (2015–2021) Dominique Wacalie (2021–)
Siehe auch Neukaledonische Fußballnationalmannschaft der Frauen
Weblinks Website der Federation Caledonia Football (französisch) Fußballverband von Neukaledonien bei der FIFA
Einzelnachweise
Neukaledonien
Fussball Kategorie:Nationalmannschaftsgründung 1951