Rift Valley war die größte der Provinzen Kenias. Ihre Hauptstadt war das am Nakurusee gelegene Nakuru. Sie wurde 2013 in mehrere sogenannte Bezirke (Countys) unterteilt.

Geographie mini|links|Landschaft in der Nähe von Bogoriasee Die Provinz bestand in einem bis 100 km breiten Tal, das sich in Nord-Süd-Richtung vom Turkana-See bis Nairobi zieht. Es ist ein Abschnitt des von dem Geologen und Entdecker John Walter Gregory als Great Rift Valley benannten Ostafrikanischen Grabenbruchs. In dieser beeindruckenden kenianischen Landschaft in der Nähe des Baringosees hatte Gregory den Begriff Great Rift Valley geprägt, der später auf das gesamte System des Großen Afrikanischen Grabenbruchs ausgeweitet wurde. mini|Rift Valley in der Nähe von Nairobi

Im Rift Valley liegt auch die größte Talsperre Kenias, die Turkwel-Talsperre.

Nicht alle in dem Tal liegenden Ebenen sind fruchtbar, es wechseln Graslandschaften mit Wüstengebieten. Die Natronseen (Sodaseen) sind die Heimat einer eigentümlichen Vogelwelt, gekennzeichnet durch das Auftreten der für diesen Teil Afrikas charakteristischen Flamingos.

Rift Valley grenzte im Süden an Tansania, im Westen an Uganda und im Norden an Äthiopien und Südsudan bzw. das zwischen den drei angrenzenden Staaten umstrittene Ilemi-Dreieck.

Bevölkerung mini|Frauen der Pokot, einer Untergruppe der Kalendjin Rift Valley war die an Bevölkerung am schnellsten wachsende Provinz Kenias; im Jahre 1989 gab es etwa 4.981.613 Einwohner, 1999 waren es bereits 6.987.036 und 2015 waren es schätzungsweise 12.231.900bevölkerungsstatistik.de (2007). Hier lebten verschiedene Bevölkerungsgruppen, darunter die Massai, Samburu, Turkana und Kalendjin.

Im Norden lebten in Kakuma Flüchtlinge aus dem Südsudan, Äthiopien und Somalia.

Im Rahmen der Verfassung von 2010 wurden die kenianischen Provinzen aufgelöst. Auf dem Gebiet der Provinz Rift Valley befinden sich heute die Countys Baringo, Bomet, Elgeyo-Marakwet, Kajiado, Kericho, Laikipia, Nakuru, Nandi, Narok, Samburu, Trans-Nzoia, Turkana, Uasin Gishu und West Pokot.

Verwaltungsgliederung Rift Valley war in 18 Distrikte eingeteilt: Distrikt Hauptstadt Baringo Kabarnet Bomet Bomet Buret Litein Kajiado Kajiado Keiyo Iten/Tambach Kericho Kericho Koibatek Eldama Ravine Laikipia Nanyuki Marakwet Kapsowar Nakuru Nakuru Nandi Kapsabet Narok Narok Samburu Maralal Trans Mara Kilgoris Trans-Nzoia Kitale Turkana Lodwar Uasin Gishu Eldoret West Pokot Kapenguria

Trivia Das Rift-Valley-Fieber wurde nach dem Tal benannt, da man vermutet, dass das ansteckende Fieber in dieser Gegend seinen Ursprung hat.

Literatur Uwe George (Bericht und Fotos): Geburt eines Ozeans. In: Geo-Magazin. Hamburg 1978,7, S. 50–80. („Uwe George war Zeuge der ersten Phase eines Jahrmillionen dauernden Prozesses: Im Rift Valley zerbricht Afrika.“)

Einzelnachweise

Weblinks

Rift Valley: Die Hexenküche des Planeten

Kategorie:Ehemalige Provinz in Kenia