Unter einer Aerobilie – von griech.: aer, aeros (Luft) und lat.: bilis (Galle) – werden mittels Röntgen, Computertomografie oder Sonographie nachweisbare Luftblasen in den Gallenwegen verstanden.
Ursächlich in Frage kommen: eine (therapeutische) Papillotomie im Rahmen einer ERCP eine biliodigestive Anastomose (eine chirurgische Verbindung von Gallengang und Darm) eine biliodigestive Fistel (spontan entstandene Verbindung von Gallengang und Darm) bei Steinperforation in den Darmtrakt mit Obstruktion des Duodenum (Bouveret-Syndrom) oder Obstruktion des terminalen Dünndarms und Gallensteinileus im Rahmen von Gallensteinleiden. (Hieraus ergibt sich die klinische Trias: Aerobilie, Dünndarmileus, eventuell Steinschatten bei der Sonographie)Gerd Herold: Innere Medizin. Herold, Köln 2007, S. 512. selten gasbildende Bakterien (wie Clostridium perfringens) bei einer Cholezystitis emphysematosa oder Cholangitis. möglich ist ebenfalls eine post mortem Aerobilie durch Traumaschäden.
Einzelnachweise
Kategorie:Krankheitssymptom in der Gastroenterologie Kategorie:Viszeralchirurgie