alternativtext=Andreas Deja an der Lipscomb University anlässlich der Animation Y'all (2026).|mini|Andreas Deja an der Lipscomb University anlässlich der Animation Y'all (2026). Andreas Deja (* 1. April 1957 in Danzig) ist ein deutsch-US-amerikanischer Trickfilmzeichner polnischer Herkunft. Heute lebt Deja in Los Angeles.
Leben und Karriere Der 1957 in Danzig geborene Deja wuchs ab 1958 in Dinslaken auf, wo er das Theodor-Heuss-Gymnasium besuchte und der Künstler und Kunsterzieher Alfred Grimm sein Lehrer war.Bettina Schack: Deja - eine Disney-Legende aus Dinslaken, Rheinische Post, 6. April 2021, zitiert auf der Seite des Heimatvereins Dinslaken. Bereits im Alter von 11 Jahren schrieb Deja, fasziniert von Disney's damals herausgebrachten Film Das Dschungelbuch, an die Walt Disney Company und erhielt Hinweise zur Ausbildung zum Trickfilmzeichner als Antwort.Ralf Schreiner: "Traumziel Hollywood", Rheinische Post, 16. Juli 2009. In Folge brachte er sich viele Fähigkeiten selbst bei, unter anderem durch das Zeichnen von Tieren im Zoo Duisburg. Nach dem Abschluss seines Grafikstudiums an der Folkwang Hochschule in Essen bewarb er sich 15 Jahre später erneut, wurde zu einem Probezeichnen eingeladen und arbeitet seitdem für die Disney Studios.
Zu seinen Arbeiten für die Walt Disney Productions zählen seine Beiträge zu den Filmen Taran und der Zauberkessel (1985), Basil, der große Mäusedetektiv (1986), Arielle, die Meerjungfrau (1989) und Der Prinz und der Bettelknabe (1990). 1988 zeichnete er verschiedene Trick-Sequenzen für den Film Falsches Spiel mit Roger Rabbit. Chefzeichner war er unter anderem für die Filme Die Schöne und das Biest (1991), Aladdin (1992), Der König der Löwen (1994), Hercules (1997) und Lilo & Stitch (2002). 2023 wurde sein Kurzfilm Mushka veröffentlicht, den er als Regisseur, Autor und Zeichner entwickelte.
Im Dezember 2024 war Deja einer der Kandidaten in der XXL-Ausgabe der NDR-Ratesendung Kaum zu glauben! Im Oktober 2025 wurde über seinem Gastvortrag an der Hochschule Flensburg im Schleswig-Holstein Magazin berichtet. Im gleichen Monat trat er zudem als Gast in der NDR Talk Show auf.
Seit 1987 ist Deja Mitglied der Academy of Motion Picture Arts and Sciences und damit Jurymitglied bei der Verleihung der Oscars.
Deja ist offen homosexuell.Seymour, Craig (6. Oktober 2000) Seine sexuelle Orientierung wurde bisweilen in Bezug auf die Entwicklung einiger Disney-Figuren diskutiert (vgl. Queer-Coding).Gail Dines, Jean McMahon Humez: Gender, Race, and Class in Media. A Text-reader, S. 209. Sage Publications, August 2002, ISBN 978-0-7619-2261-2, Peter Schweizer: The Mouse Betrayed. S. 148. Regnery Publishing, September 1998, ISBN 0-89526-387-4, oder Daniela Elser: „Gay families in Disney movies only a matter of time, says Lion King animator Andreas Deja“ (4. März, 2011)
Filme (Auswahl) Taran und der Zauberkessel (1985) (Gurgi gezeichnet) Basil, der große Mäusedetektiv (1986) (Königin Mousetoria gezeichnet) Falsches Spiel mit Roger Rabbit (1988) (Roger Rabbit u. a. gezeichnet) Arielle, die Meerjungfrau (1989) (König Triton gezeichnet) Die Schöne und das Biest (1991) (Gaston gezeichnet) Aladdin (1992) (Dschafar gezeichnet) Der König der Löwen (1994) (Scar gezeichnet) Hercules (1997) (Hercules gezeichnet) Lilo & Stitch (2002) (Lilo, Stitch gezeichnet) Verwünscht (2007) (Königin Narissa gezeichnet) Küss den Frosch (2009) (Mama Odie gezeichnet) Winnie Pooh (2011) (Tigger gezeichnet) Mushka (Kurzfilm) (2023) (Regie, Autor, Zeichner)
Auszeichnungen 2006 wurde er mit dem Winsor McCay Award der Annie Awards für herausragende Verdienste um die Kunst der Animation ausgezeichnet. Auf der D23 Expo 2015 wurde er als Disney Legend geehrt.
Weblinks
bei wdr.de Deja View: Andreas Dejas Weblog Interview mit Andreas Deja in der FAZ, 2009
Einzelnachweise
Kategorie:Animator Kategorie:Disney-Animator Kategorie:Träger des Disney Legend Award Kategorie:Deutscher Kategorie:Pole Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1957 Kategorie:Mann