mini|Das erste Kabinett des Landes Thüringen am 8. November 1990 (v. l.: Jentsch, Böck, Sieckmann, Fickel, Axthelm, Zeh, Lieberknecht, Sklenar, Schultz, Lengemann, Duchač)
Das Kabinett Duchač bildete von 1990 bis 1992 die erste Landesregierung des wieder errichteten Landes Thüringen. Infolge der Landtagswahl vom 14. Oktober 1990 wurde der CDU-Spitzenkandidat und, als Regierungsbevollmächtigter, kommissarische Regierungschef Josef Duchač am 8. November 1990 vom Thüringer Landtag zum Ministerpräsidenten einer Koalitionsregierung aus CDU und FDP gewählt, die über 53 der 89 Mandate im Landesparlament verfügte.
Am 23. Januar 1992 erklärte Duchač seinen Amtsverzicht, nachdem unmittelbar zuvor ihrerseits drei Regierungsmitglieder – die „Ost-Reformer“ Christine Lieberknecht und Klaus Zeh sowie der „West-Zugang“ Jochen Lengemann – ihre Rücktritte eingereicht hatten. Im Anschluss an die Wahl des neuen Ministerpräsidenten Bernhard Vogel (CDU) am 5. Februar 1992 traten auch die übrigen Minister von ihren Ämtern zurück, um die Bildung einer neuen Regierung zu ermöglichen. Bis zur Amtsübernahme der neuen Thüringer Landesregierung am 11. Februar 1992 blieben alle Minister geschäftsführend im Amt. +Kabinett Duchač – 8. November 1990 bis 11. Februar 1992 Amt Name Partei Ministerpräsident Josef Duchač (bis 5. Februar 1992) CDU Stellvertreter des MinisterpräsidentenMinister für Wissenschaft und Kunst Ulrich Fickel FDP Innenminister Willibald Böck CDU Kultusministerin Christine Lieberknecht CDU Justizminister; ab 18. Juni 1991: Minister für Justiz, Bundes- und Europaangelegenheiten Hans-Joachim Jentsch CDU Finanzminister Klaus Zeh CDU Minister für Wirtschaft und Technik Hans-Jürgen Schultz (bis 1. November 1991)Jürgen Bohn (ab 7. November 1991) FDP Minister für Soziales und Gesundheit Hans-Henning Axthelm CDU Minister für Landwirtschaft und Forsten Volker Sklenar CDU Umweltminister Hartmut Sieckmann FDP Minister für besondere Aufgaben Jochen Lengemann CDU
Einzelnachweise
Duchac Kategorie:Kabinett mit CDU-Beteiligung Kategorie:Kabinett mit FDP-Beteiligung