miniatur|Logo des Festivals Das International Istanbul Film Festival gilt als das älteste und bedeutendste internationale Filmfestival der Türkei. Das Festival wird alljährlich in mehreren Kinos in Istanbul veranstaltet. Austragungszeitraum ist derzeit von Anfang bis Mitte April.

Geschichte Das erste International Istanbul Film Festival fand 1982 als „Filmwoche“ im Rahmen des International Istanbul Festivals statt. Gezeigt wurden nur sechs Filme zum Thema „die Künste und der Film“. 1983 dauerte das Festival (unter der Bezeichnung „Istanbul Filmtage“) bereits einen ganzen Monat, war aber immer noch Teil des International Istanbul Festivals.

Seit 1984 ist das Filmfestival eine eigenständige Veranstaltung und wurde in den April verlegt. Einen internationalen und einen nationalen Wettbewerb gibt es seit 1985. Seit 1989 ist Istanbul als internationales Filmfestival mit spezialisiertem Wettbewerb beim Filmproduzentenverband FIAPF akkreditiert. Die Spezialisierung bezieht sich auf Filme über Literatur, Theater, Musik, Tanz, Kino und bildende Künste. Parallel zu dieser Entwicklung erhielten die Istanbul Filmtage ihren heutigen Namen: International Istanbul Film Festival.

1996 wurden erstmals Ehrenpreise und Preise für das Lebenswerk von internationalen wie lokalen Filmschaffenden und Schauspielern vergeben.

Strukturen und Wettbewerbe Die Filmauswahl und die Programmierung erfolgen durch ein Auswahlkomitee und ein beratendes Gremium. Im internationalen Wettbewerb laufen ausschließlich Filme, die der Spezialisierungsvorgabe durch die FIAPF entsprechen. Weiters gibt es einen nationalen Wettbewerb, eine Panorama-Sektion und diverse Spezialprogramme.

Der Hauptpreis des Internationalen Wettbewerbs ist die Goldene Tulpe für den besten Film.

Preisträger der Goldenen Tulpe

Jahr Film Regie 1985 1984 Michael Radford 1986 Yesterday Radosław Piwowarski 1987 Guard Me, My Talisman (Khrani menya, moj talisman) Roman Balayan 1988 Schnittwunden (Travelling avant) Jean-Charles Tacchella 1989 A Film with No Name (Za Sada Bez Dobrog Naslova) Srdjan Karanovic 1990 Pomegranate and Cane (Nar O Nay) Saeed Ebrahimifar 1991 Farendj Sabine Prenczina 1992 Die Weissagung des Meisters (边走边唱; Bianzou bianchang) Chen Kaige 1993 Manila Paloma Blanca Daniele Segre 1994 Mavi Sürgün (The Blue Exile) Erden Kıral 1995 Palast des Schweigens (صمت القصور, Samt el qusur) Moufida Tlatli 1996 Little sister (Zusje) Robert Jan Westdijk 1997 Der König der Masken (变脸, Bian Lian) Wu Tianming 1998 Ayneh (Der Spiegel) Jafar Panahi 1999 Das letzte Kino der Welt (El Viento se llevó lo qué) Alejandro Agresti 2000 Bedrängnis im Mai (Mayıs Sıkıntısı) Nuri Bilge Ceylan 2001 Die Unberührbare Oskar Roehler 2002 Magonia Ineke Smits 2003 Aus heiterem Himmel (Tan de repente) Diego Lerman 2004 Goodbye, Dragon Inn (不散, Bu San) Tsai Ming-liang 2005 Gilles’ Frau (La femme de Gilles)Café Lumière (Kōhi Jikō) Frédéric FonteyneHou Hsiao-Hsien 2006 A Cock and Bull Story Michael Winterbottom 2007 Auf Anfang (Reprise) Joachim Trier 2008 Yumurta – Ei Semih Kaplanoğlu 2009 Tony Manero Pablo Larraín 2010 Die Beschissenheit der Dinge Felix Van Groeningen 2011 Microphone Ahmad Abdalla 2012 The Loneliest Planet Julia Loktev 2013 What Richard Did Lenny Abrahamson 2014 Blind Eskil Vogt 2015 keine Verleihung 2016 Un monstruo de mil cabezas Rodrigo Plá 2017 Der Ornithologe João Pedro Rodrigues 2018 Western Valeska Grisebach 2019 House of Hummingbird (Beolsae) Bora Kim 2023 A Great Journey Giuseppe Morabito

Weitere Preise des Istanbul International Film Festivals: Filmpreis des Europarates (FACE Award) – seit 2007 Bester türkischer Film des Jahres Bester türkischer Regisseur des Jahres Spezialpreis der Jury Besondere Erwähnung Beste Schauspielerin und bester Schauspieler (im nationalen Wettbewerb) Ehrenpreis Preis für das Lebenswerk FIPRESCI-Preis Publikumspreis

Weblinks Offizielle Website (türkisch, englisch) Türkei: Zensur sprengt das Filmfest von Istanbul, Tagesspiegel, 14. April 2015

Einzelnachweise

Kategorie:Filmfestival in der Türkei Film Festival Kategorie:Erstveranstaltung 1982