mini|Die Izu-Inseln Die Izu-Inseln () sind eine Inselkette, die sich südöstlich der Izu-Halbinsel von der Insel Honshū aus in Südrichtung in den Pazifik erstreckt. Sie liegen rund 100 bis 350 km von der japanischen Hauptstadt Tōkyō entfernt und sind Teil der Präfektur Tokio.
Die Inseln sind vulkanischen Ursprungs und gehören geologisch zum Izu-Bonin-Marianen-Inselbogen. Mit den 290 km weiter südsüdöstlich gelegenen und ebenfalls zu diesem Inselbogen gehörenden Ogasawara-Inseln werden sie auch zu den „Südlichen Inseln“ (Nampō-shotō) zusammengefasst. Sie sind die nordöstliche Begrenzung der Philippinensee.
Die Izu-Inseln bilden einen Teil des Fuji-Hakone-Izu-Nationalparks und sind ein für seine Naturschönheit und für Wassersport bekanntes Erholungsgebiet des Großraumes Tōkyō. Bei schönem Wetter sind viele Ausflügler zum Baden, Tauchen, Angeln und Surfen auf den Inseln. Auf der Inselkette befinden sich unter anderem die bekanntesten und größten Brutkolonien des Japanalks, einer Vogelart aus der Familie der Alkenvögel.Anthony J. Gaston, Ian L. Jones: The Auks. Oxford University Press, Oxford 1998, ISBN 0-19-854032-9, S. 223
Inseln
Die Inselkette wird von folgenden Inseln gebildet: Bild Name Kanji Fläche [km²] Einw. 2007 höchster Punkt [m] Gipfel Koordinaten 50px Izu-Ōshima 91,06 8472 764 Mihara 50px Toshima 4,12 304 508 Miyatsuka 50px Udone-shima 0,4 – 210 50px Niijima (mit Hanshima und Jinai-tō) 23,53 2420 432 Miyatsuka 50px Shikine-jima 3,9 600 109 Kambiki 50px Kōzu-shima mit Ombase-jima 18,87 1914 574 Tenjō-zan 50px Miyake-jima 55,48 2382 815 Oyama 50px Ōnohara-jima 0,02 – 114 Koyasu 50px Mikura-jima 20,58 313 851 Oyama 50px Inamba-jima 0,005 – 74 50px Hachijō-jima 69,54 8363 854 Nishiyama (Hachijō-Fuji) 50px Hachijō-kojima 3,08 – 616,8 Taihei-zan 50px Aogashima 5,98 192 423 Maruyama (Ō-Toppu) 50px Bayonnaise Rocks (Bayonnaise-retsugan) 0,01 – 9,9 50px Sumisu-jima 0,02 – 136 50px Torishima 4,79 – 394 Iō-zan 50px Sōfugan 0,005 – 99 Izu-shoto 301,39 24960 854 Nishiyama (Hachijō-Fuji)
Auf historischen europäischen Seekarten werden die beiden Eilande Colunas aufgeführt, die teilweise Torishima und Sōfugan identifiziert wurden.
Bevölkerung Izu-Ōshima, auch kurz Ōshima ist die nördlichste und größte Insel, und weist die höchste Bevölkerung aller Izu-Inseln auf. Als am nächsten an Tōkyō gelegene Insel wird sie von vielen Touristen wegen ihres zentral gelegenen, aktiven Vulkans (Mihara, 758 m) besucht. Hachijō-jima ist mit einer nur geringfügig niedrigeren Bevölkerungszahl auch nach der Fläche die zweitgrößte Insel der Inselkette.
Im Strafrecht des Tokugawa-Shogunats dienten die Inseln, insbesondere Hachijō-jima und Izu-Ōshima, als Verbannungsort für Straftäter aus Ostjapan, d. h. der Provinz Mino und östlich davon. Die Inseln wurden jedoch schon über die Jahrhunderte zuvor in dieser Funktion genutzt, so wurde z. B. 675 ein Kind Prinz Omis hierher verbannt, wie auch Minamoto no Tametomo nach der Hōgen-Rebellion 1156.
Die rund 3000 Bewohner von Miyake-jima wurden 2000 wegen eines sich ankündigenden Ausbruchs des Oyama evakuiert und kehrten im Sommer 2005 überwiegend wieder zurück.
Verwaltungsgliederung der Inselkette Administrative Zugehörigkeit der Inseln zu Gemeinden: Unterpräfektur Ōshima 20px Ōshima: Izu-Ōshima Toshima: Toshima Niijima: Niijima (mit Satelliteninseln Hanshima und Jinai-tō), Shikine-jima, Udone-shima Kōzushima: Kōzu-shima Unterpräfektur Miyake Miyake: Miyake-jima und Ōnohara-jima Mikurajima: Mikura-jima und Inamba-jima Unterpräfektur Hachijō 20px Hachijō: Hachijō-jima und Hachijō-kojima 20px Aogashima: Aogashima Gemeindefreies Gebiet (de facto): Bayonnaise Rocks, Sumisu-tō, Torishima und Sōfugan
Für die Bayonnaise Rocks, Sumisu-tō, Torishima und Sōfugan ist unentschieden, ob sie der Gemeinde Hachijō oder Aogashima zugeschlagen werden sollen, womit sie de facto gemeindefrei sind.
Weblinks
Ōshima auf Edutraveller (englisch) Website des Tōkai-Fährdienstes (japanisch) Vulkane der Izu-Inseln MS Excel
Einzelnachweise
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