Atami (, -shi, wörtlich: „heißes Meer“) ist eine Stadt in der japanischen Präfektur Shizuoka.
Geschichte mini|links|Südwestlich des Gebäudes Nr. 1 des Rathauses von Atami Die Stadt in ihrer heutigen Form wurde am 10. April 1937 gegründet, als die damalige Stadt Atami mit dem Dorf Taga zusammengeschlossen wurde.
Am 3. Juli 2021 ereignete sich nach schweren Regenfällen ein ausgedehnter Erdrutsch, der mehrere Häuser zerstörte und Todesopfer forderte. Die Schlammlawine hatte eine Geschwindigkeit von ungefähr 40 km/h. Sie erstreckte sich über eine Länge von ca. zwei Kilometern bis nahe der Küste.
Sehenswürdigkeiten Die Stadt ist für ihre Onsen (Thermalquellen) berühmt. Atami ist bereits seit dem 8. Jahrhundert ein Erholungsort und heute Teil des Fuji-Hakone-Izu-Nationalparks.
Viele Stücke aus der umfangreichen Kunstsammlung des exzentrischen Multimillionärs und religiösen Führers Mokichi Okada sind im MOA-Kunstmuseum untergebracht.
Im Frühling gibt es das Atami-Ume-Fest, Anfang August ein Feuerwerk und im Herbst ein Fest zu Ehren des Schriftstellers Ozaki Kōyō, dessen letztes und bestes Werk „金色夜叉“ (Konjiki yasha; 1897 bis 1902), das schon 1905 unter dem Titel „The Golden Demon“ ins Englische übersetzt wurde, zum Teil in Atami spielt. mini|links|MOA-Kunstmuseum
Die Insel Hatsushima MOA-Kunstmuseum
Im Tempel der Göttin der Barmherzigkeit (Koa Kannon) werden die letzten Überreste der sieben japanischen Kriegsverbrecher aufbewahrt, die im Prozess vor dem Internationalen Militärtribunal für den Fernen Osten zum Tode verurteilt worden waren. In dem Tempel befindet sich eine Statue der Göttin Koa Kannon, die von dem für das Massaker von Nanking verantwortlichen General Matsui Iwane gestiftet wurde und die aus Nankinger Erde besteht. Der Tempel wird deswegen zunehmend zu einer Touristenattraktion für die Japaner.Tomoya Ishikawa: , Asahi Shimbun, 15. September 2009 (englisch).
Verkehr Die Stadt verfügt auf Grund ihrer Popularität über eine gute Verkehrsanbindung. mini|links|Bahnhof Atami
Zug: JR Central Tōkaidō-Shinkansen, Bahnhof Atami nach Tokio und Osaka JR Central Tōkaidō-Hauptlinie nach Maibara JR East Tōkaidō-Hauptlinie nach Tōkyō JR East Itō-Linie nach Itō
Straße: Nationalstraße 135
Schiff: Es gibt einen regelmäßigen Schiffsverkehr zur Insel Hatsushima.
Städtepartnerschaften und -freundschaften Ōita – seit 1966 Sanremo – seit 1976 Cascais – seit 1989 Zhuhai – seit 2004 Acapulco
Söhne und Töchter der Stadt Yūji Ōno (1941–2026), Jazzpianist und Filmkomponist Mitsuko Uchida (* 1948), Pianistin Kōichi Makigami (* 1956), Musiker, Dichter, Schauspieler Mebuki Suzuki (* 2001), Langstreckenläufer
Angrenzende Städte und Gemeinden Präfektur Shizuoka Itō Izunokuni Kannami Präfektur Kanagawa Yugawara
Literatur S. Noma (Hrsg.): Atami. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 74.
Weblinks
Wikivoyage:Atami (englisch) Offizielle Website der Stadt (maschinelle Übersetzung, englisch) Information zur Stadt Atami (Shizuoka) auf city.beppu.oita.jp (englisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Präfektur Shizuoka
Kategorie:Stadt als Namensgeber für einen Asteroiden