John Kincade (* 25. Juni 1946 in Southport, Merseyside, England, eigentlich John Knowles) ist ein britischer Popsänger, der in den 1970er Jahren erfolgreich war.

Leben und Wirken In den 1960er Jahren begann er in London als Schlagersänger. Bei einer Tour durch Spanien, wo er für eine einheimische Hotelkette in Touristenorten auftrat, wurde ein Mitarbeiter des damals erfolgreichen Recordlabels „Penny Farthing“ auf ihn aufmerksam.

Die unter dem Namen „Kincade“ im November 1972 veröffentlichte Hitsingle Dreams Are Ten a Penny (DE Platz 2Taurus-Press, Hit-Bilanz, Deutsche Chart Singles 1956–1980, ISBN 3-922542-24-7) wurde entgegen weit verbreiteter Meinung nicht von John Kincade gesungen, obwohl er auf dem Cover der Single abgebildet ist. „Kincade“ war ein von dem Sänger, Songschreiber und Produzenten John Carter konzipiertes Studioprojekt, Dreams Are Ten A Penny wurde von John Carter selbst gesungen. Als der Song in Europa ein Hit wurde, suchte das Team, zu dem auch Produzent Larry Page gehörte, lediglich einen Darsteller für Bühnen- und Fernsehauftritte. Da Knowles jedoch eine Sängerkarriere anstrebte und seine Songs auch selbst singen wollte, lehnte er das Angebot ab. Die bei Penny Farthing als „Octopus“ unter Vertrag stehenden Musiker Paul und Nigel Griggs sowie Rick Williams übernahmen schließlich bei allen unter der Bezeichnung „Kincade“ veröffentlichten Singles den Job. Knowles nahm als John Kincade aber eine selbst gesungene, deutsche Version mit dem Titel Jenny, Jenny (Dreams Are Ten a Penny) auf, mit der er in Dieter Thomas Hecks ZDF-Hitparade den zweiten Platz belegte.

Larry Page und John Carter produzierten ab August 1973 für John Kincade auch eine Reihe ähnlich klingender Hits, unter anderem eine Version des Kalin-Twins-Songs When, die wie auch die Schallplatten der „Gruppe“ Kincade in Deutschland von Bellaphon vertrieben wurden. Angesichts seines Erfolges in Deutschland verlegte John Kincade seinen Wohnsitz dahin. 1976 zog sich Knowles zunächst ganz aus dem Musikgeschäft zurück und ging nach Schweden. Dort betreibt er eine Schule für Popgesang.

Mit dem seit Beginn der 1990er Jahre aufkommenden „Seventies – Revival“ kam auch der heute in Schweden lebende John Kincade wieder nach Deutschland und konnte einige alte Hits neu auflegen. Zu seinem Repertoire bei Oldie-Veranstaltungen gehört heute auch die englische Originalversion von Dreams Are Ten a Penny.

Diskografie Alben 1974: One of Those Dreams 1975: Like a Lover 1989: The Best of Kincade (Repertoire Records) 1994: The Best Of ... 1998: The Singles And More 2005: Pop Masters 2011: The Best Of ... The Golden Hits Of ... ? Hit-Collection (CD 154.126)

Singles

Weitere Singles 1973: Jenny, Jenny (Dreams Are Ten a Penny) – Fährt ein Zug durch die Nacht 1973: Hell wie die Sonne / Von heute auf morgen 1974: Seit ich Dich Küsste / Komm und verzeih 1974: Wenn / Der Grund bist Du 1976: Weaving In and Out of My Life / Just A Little Bit 1977: Thank God Your Love Don't Cost Money / When You Know How You Feel 1978: Give a Little, Take a Little / Magic 1979: 21 / It Should Have Been Easy 1980: Love Breakdown / New Kind Of Band 1981: Super Slick / Ragabonds 2005: L.A. Hope feat. Kincade – Dreams Are Ten A Penny (Jenny Jenny)

Weblinks

johnkincade.com

Einzelnachweise

Kategorie:Popmusiker Kategorie:Brite Kategorie:Engländer Kategorie:Geboren 1946 Kategorie:Mann