mini|Simone von Zglinicki (2012) Simone von Zglinicki (* 3. September 1951 in Chemnitz) ist eine deutsche Film- und Theaterschauspielerin. Von 1974 bis 2018 war sie Ensemblemitglied im Deutschen Theater Berlin und hat in vielen Aufführungen mitgewirkt. Sie spielte auch in zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen mit, außerdem war sie regelmäßig im Tatort, im Polizeiruf 110 und in In aller Freundschaft zu sehen.

Leben Nach dem Abitur studierte Simone von Zglinicki von 1969 bis 1974 an der Theaterhochschule Leipzig und war seit Studienende bis 2018 Ensemblemitglied des Deutschen Theaters Berlin.Simone von Zglinicki beim Deutschen Theater Berlin, abgerufen am 8. Juli 2026 mini|hochkant|Inge Keller (l.) mit Ulrich Mühe (Mitte) und Simone von Zglinicki (r.) bei einer Aufführung von Ibsens Gespenstern, 18. November 1983 Am Deutschen Theater Berlin war sie unter anderem als Miranda in Der Sturm von Shakespeare (Regie: Friedo Solter), als Nina in Wolfgang Heinz’ Inszenierung von Anton Tschechows Die Möwe, als Regine in Thomas Langhoffs Inszenierung von Ibsens Gespenstern, als Katharine in Der Widerspenstigen Zähmung und als Frau Krehler in Georg Kaisers Kanzlist Krehler (Regie: Sylvain Maurice) zu sehen. Unter der Regie von Alexander Lang spielte sie in Der Cid, Die traurige Geschichte von Friedrich dem Großen von Heinrich Mann, Ein Sommernachtstraum und Karate Billy kehrt zurück. Des Weiteren verkörperte sie eine der Hauptrollen in Konstanze Lauterbachs Inszenierung von Jean Genets Die Zofen und war in Friedrich Dürrenmatts Die Physiker (Regie: András Fricsay) zu sehen. Unter der Regie von Jürgen Gosch spielte sie in Der Reigen, Auf der Greifswalder Straße und die Polina in Die Möwe. In den letzten Jahren arbeitete sie mit jungen Regisseuren zusammen, so mit Philipp Preuss in Rainer Werner Fassbinders Drama Die bitteren Tränen der Petra von Kant, und unter der Regie von Sabine Auf der Heyde in Dylan Thomas’ Unter dem Milchwald.

Simone von Zglinicki spielte in zahlreichen Kino- und TV-Produktionen mit. Noch während ihres Studiums wurde sie 1973 für die Hauptrolle der Susanne in Bernhard Stephans Für die Liebe noch zu mager? gecastet, als die ursprünglich vorgesehene Katharina Thalbach aufgrund ihrer Schwangerschaft ausfiel. Danach wirkte Zglinicki unter anderem in dem Märchenfilm Hans Röckle und der Teufel (1974), in der Tragikomödie Märkische Forschungen (1982), in dem mehrfach ausgezeichneten Kinderfilm Sabine Kleist, 7 Jahre… (1982), in dem Fernsehfilm Das andere Leben des Herrn Kreins (1994), in dem Filmdrama Das Versprechen (1995), neben Susanne Bormann in dem Jugendfilm Raus aus der Haut (1997) sowie in dem TV-Katastrophenfilm Restrisiko (2011) mit.

Sie arbeitet kontinuierlich für TV-Produktionen wie Tatort, Polizeiruf 110, In aller Freundschaft sowie für den Hörfunk und für Hörbücher.

Von Zglinicki lebt in Berlin.

Filmografie (Auswahl) 1974: Für die Liebe noch zu mager? 1974: Liebe mit 16 1974: Hans Röckle und der Teufel 1974: Der Untergang der Emma 1977: Ottokar der Weltverbesserer 1977: Die Flucht 1978: Polizeiruf 110: Die letzte Chance (Fernsehreihe) 1979: Schatzsucher 1982: Märkische Forschungen 1982: Sabine Kleist, 7 Jahre… 1983: Die traurige Geschichte von Friedrich dem Großen (Theateraufzeichnung) 1983: Pianke (Fernsehfilm) 1983: Der Bastard (Fernsehzweiteiler von Klaus Gendries) 1984: Erscheinen Pflicht 1984: Ach du meine Liebe (Fernsehfilm) 1985: Die Rundköpfe und die Spitzköpfe (Theateraufzeichnung) 1986: Fahrschule 1988: Polizeiruf 110: Der Mann im Baum 1988: Stunde der Wahrheit 1989: Schulmeister Spitzbart 1990: Alter Schwede 1991: Vaněk-Trilogie (Studioaufzeichnung) 1994: Das Versprechen 1996: Polizeiruf 110: Kurzer Traum 1997: Raus aus der Haut 1999: Klemperer – Ein Leben in Deutschland 2000: Polizeiruf 110: Böse Wetter 2001: Polizeiruf 110: Bei Klingelzeichen Mord 2001: Herzrasen 2002: Liebling, bring die Hühner ins Bett 2002: Wer schenkt mir eine Rose 2002: In aller Freundschaft Folge 154: Der Sohn des Polizisten 2003: Tatort: Atlantis (Fernsehreihe) 2003: Familie Dr. Kleist 2004: Tatort: Teufelskreis 2006: Tatort: Sonnenfinsternis 2007: Tatort: Die Falle 2007: Tatort: Die Anwältin 2008: Die Stein 2009: Die Rebellin 2009: Liebling, weck die Hühner auf 2011: Restrisiko 2012: Willkommen in Kölleda 2016: Mutter reicht’s jetzt 2021: Meeresleuchten

Theater 1974: William Shakespeare: Der Sturm (Miranda) – Regie: Friedo Solter (Deutsches Theater Berlin) 1975: Henrik Ibsen: Ein Volksfeind (Stockmanns Tochter) – Regie: Klaus Erforth/Alexander Stillmark (Deutsches Theater Berlin – Kammerspiele) 1976: Georg Hirschfeld: Pauline (Frau Sperling) – Regie: Alexander Lang (Deutsches Theater Berlin – Kammerspiele) 1976: Arnold Wesker: Tag für Tag (Beatie Bryant) – Regie: Horst Schönemann (Deutsches Theater Berlin – Kammerspiele) 1978: Alexander Wampilow: Letzten Sommer in Tschulimsk (Valentina) – Regie: Horst Schönemann (Deutsches Theater Berlin – Kammerspiele) 1979: Peter Hacks: Prexaspes – Regie: Cox Habbema/Eberhard Esche (Deutsches Theater Berlin) 1980: William Shakespeare: Ein Sommernachtstraum (Hermia) – Regie: Alexander Lang (Deutsches Theater Berlin) 1980: Federico García Lorca: Bernarda Albas Haus (Adela) – Regie: Piet Drescher (Deutsches Theater Berlin) 1980: Anton Tschechow Die Möwe (Nina) – Regie: Wolfgang Heinz (Deutsches Theater Berlin) 1981: Tadeusz Różewicz: Weiße Ehe (Küchenmamsell) – Regie: Rolf Winkelgrund (Deutsches Theater im Maxim-Gorki-Theater Berlin) 1983: Bertolt Brecht: Die Rundköpfe und die Spitzköpfe – Regie: Alexander Lang (Deutsches Theater Berlin) 1984: Federico García Lorca: Yerma (Kindsmutter) – Regie: Klaus Erforth (Deutsches Theater Berlin – Kammerspiele) 1984: Oscar Wilde: Bunbury oder Die Wichtigkeit Ernst zu sein – Regie: Klaus Piontek (Deutsches Theater Berlin) 1985: William Shakespeare: Der Kaufmann von Venedig (Nerissa) – Regie: Thomas Langhoff (Deutsches Theater Berlin) 1985: Pedro Calderón de la Barca: Das Leben ist Traum (Stella) – Regie: Friedo Solter (Deutsches Theater Berlin) 1986: Sean O’Casey: Kikeriki (Dienstmädchen Marion) – Regie: Rolf Winkelgrund (Deutsches Theater Berlin) 1986: Hermann Sudermann: Der Sturmgeselle Sokrates (Schankmädchen) – Regie: Thomas Langhoff (Deutsches Theater Berlin – Kammerspiele) 1991: George Bernard Shaw: Ländliche Werbung – Regie: Klaus Piontek (Deutsches Theater Berlin) 1992: Klaus Pohl: Karate-Billi kehrt zurück (Frau des Bürgermeisters) – Regie: Alexander Lang (Deutsches Theater Berlin) 1993: Pierre Corneille: Der Cid – Regie: Alexander Lang (Deutsches Theater Berlin) 1994: Lope de Vega: Der hat uns gerade noch gefehlt – Regie: Katja Paryla (Deutsches Theater Berlin) 2002: Eugene O’Neill: Trauer muss Elektra tragen – Regie: Konstanze Lauterbach (Deutsches Theater Berlin) 2004: Jean Genet: Die Zofen (Claire) – Regie: Konstanze Lauterbach (Deutsches Theater Berlin) 2005: Georges Feydeau: Ein Klotz am Bein – Regie: Thomas Schulte-Michels (Deutsches Theater Berlin) 2006: Neil Simon: Sonny Boys – Regie: Martin Duncan (Deutsches Theater Berlin) 2008: Arthur Miller: Hexenjagd (Ann Putnam) – Regie: Thomas Schulte-Michels (Deutsches Theater Berlin – Kammerspiele) 2009: William Shakespeare: Othello – Regie: Jette Steckel (Deutsches Theater Berlin) 2013: Ödön von Horváth: Geschichten aus dem Wiener Wald – Regie: Michael Thalheimer (Deutsches Theater Berlin)

Synchronrollen 1968: Katerine Mousseau in Die Verführung eines jungen Mädchens als Katerine 1972: Natalya Petrova in Ruslan und Ljudmila als Ljudmila 1976: Irina Masurkowitsch in Wie der Zar Peter seinen Mohren verheiratete als Natascha 1976: Miou–Miou in F wie Fairbanks als Marie 1979: Julie Jurištová in Schneeweißchen und Rosenrot als Schneeweißchen 1981: Libuše Šafránková in Lauf, Ober, lauf! als Helenka Vránová 1982: Georgia Slowe in Marco Polo als Katharina

Hörspiele 1978: Phineas Taylor Barnum: Alles Humbug (Jenny) – Regie: Joachim Staritz (Rundfunk der DDR) 1979: Leonid Solowjow: Nasreddin in Buchara (Gjüldschan, Njas Tochter) – Regie: Dieter Scharfenberg (Kinderhörspiel – Litera) 1980: Brigitte Hähnel: Freitagnacht (Rita) – Regie: Fritz-Ernst Fechner (Hörspiel – Rundfunk der DDR) 1984: Bertolt Brecht: Furcht und Elend des Dritten Reiches – Regie: Achim Scholz (Hörspiel – Rundfunk der DDR) 1984: Albert Wendt: Vogelkopp (Vogelmutter) – Regie: Norbert Speer (Kinderhörspiel – Rundfunk der DDR) 1984: Annelies Schulz: Schiewas Rache oder Die Geschenke der Götter (Lakme) – Regie: Norbert Speer (Kinderhörspiel – Rundfunk der DDR) 1985: Eugen Eschner: Der Rattenfänger von Hameln – Regie: Norbert Speer (Kinderhörspiel – Rundfunk der DDR) 1985: Wilhelm Jacoby/Carl Laufs: Pension Schöller (Friderike) – Regie: Norbert Speer (Hörspiel – Rundfunk der DDR) 1985: Horst Hawemann: Die Katze, die immer nur ihre eigenen Wege ging (Katze, die macht, was sie will) – Regie: Barbara Plensat (Kinderhörspiel frei nach Motiven von Rudyard Kipling – Litera) 1986: Volksmärchen: Petrea und die Blütenkaiserin und andere Volksmärchen aus aller Welt (2. und 4. Biene, Schneeglöckchen, Sonne) – Regie/Bearbeitung: Dieter Scharfenberg (Kinderhörspiel – Litera) 1987: Theodor Fontane: Frau Jenny Treibel (Corinna) – Regie: Werner Grunow (Hörspiel – Rundfunk der DDR) 1987: Selma Lagerlöf: Der Wechselbalg – Regie: Christa Kowalski (Hörspiel – Rundfunk der DDR) 1987: Brüder Grimm: Brüderchen und Schwesterchen (Tochter der Hexe) – Regie: Maritta Hübner (Kinderhörspiel – Litera) 1987: Andreas Scheinert: Des Teufels Triller (Gretel) – Regie: Andreas Scheinert (Hörspiel – Litera) 1988: Pjotr Jerschow: Gorbunok, das Wunderpferdchen (Prinzessin) – Regie: Norbert Speer (Kinderhörspiel – Rundfunk der DDR) 1988: Homer: Die Irrfahrten des Odysseus (Leukothea) – Regie: Werner Buhss (Kinderhörspiel (6 Teile) – Rundfunk der DDR) 1988: Hans Christian Andersen: Die kleine Seejungfrau (Anemona) – Regie: Werner Buhss (Kinderhörspiel – Litera) 1995: Werner Buhss: Kein Lied nach meinem mehr – Regie: Werner Buhss (DLR) 1998: Michail Bulgakow: Der Meister und Margarita – Regie: Petra Meyenburg (Hörspiel (30 Teile) – MDR) 1991: Waldemar Bonsels: Die Biene Maja (Maja, eine junge Biene) – Regie: Werner Grunow (Kinderhörspiel – DS Kultur) 1999: Andreas Knaup: Erinnern – Vergessen (Lara) – Regie: Robert Matejka (Kriminalhörspiel – DLR) 1999: Gerdt von Bassewitz: Peterchens Mondfahrt (Nachtfee) – Regie: ? (Kinderhörspiel-CD – Sauerländer Argon Verlag) 2007: Friedrich Wolf: Das Osterhasenfell oder Eine lange Geschichte (Weißfell) – Regie: ? (Kinderhörspiel-CD – Der Audio Verlag) 2015: Holger Siemann: Der Tod und die Schweine – Regie: Claudia Johanna Leist (Kriminalhörspiel – WDR)

Auszeichnungen 1980: Kunstpreis der DDRddr-lexikon.de: Chronik der DDR 1980 - 9. Mai (abgerufen am 26. November 2014) 1985: Kritikerpreis der Berliner Zeitung: Beste SchauspielerinSimone Von Zglinicki bei Agentur Frank Splanemann (abgerufen am 30. Dezember 2018)

Literatur Frank-Burkhard Habel: Lexikon. Schauspieler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2009, ISBN 978-3-355-01760-2, S. 476–477.

Weblinks

Simone von Zglinicki bei der DEFA-Stiftung Simone von Zglinicki beim Deutschen Theater Berlin Simone von Zglinicki bei castupload.com

Einzelnachweise

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