Der Landkreis Hilpoltstein gehörte zum bayerischen Regierungsbezirk Mittelfranken. Vor dem Beginn der bayerischen Gebietsreform am Anfang der 1970er Jahre umfasste der Landkreis 84 Gemeinden.Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern 1964 Geographie

Wichtige Orte Die der Einwohnerzahl nach größten Gemeinden waren Hilpoltstein, Allersberg, Greding, Heideck und Thalmässing.

Nachbarkreise Der Landkreis grenzte 1972 im Uhrzeigersinn im Nordwesten beginnend an die Landkreise Schwabach, Neumarkt in der Oberpfalz, Beilngries, Eichstätt und Weißenburg in Bayern.

Geschichte

Bezirksamt Anlässlich der Reform des Zuschnitts der bayerischen Bezirksämter wurde das Bezirksamt Hilpoltstein am 1. Januar 1880 aus zwei Gerichtsbezirken gebildet, die bis dahin den Bezirksämtern Beilngries (Amtsgericht Greding) und Neumarkt in der Oberpfalz (Amtsgericht Hilpoltstein) angehört hatten.Königliche Allerhöchste Verordnung, die Bestimmung der Gerichtssitze und die Bildung der Gerichtsbezirke betreffend. Vom 2. April 1879. Gesetz- und Verordnungsblatt für das Königreich Bayern, Nr. 19/1879 - S. 355-402 und Königliche Allerhöchste Verordnung, den Bestand der Regierungsbezirke und Bezirksämter betreffend. Vom 19. Juni 1879. Gesetz- und Verordnungsblatt für das Königreich Bayern Nr. 32/1879,S. 665–679

Landkreis Am 1. Januar 1939 wurde im Deutschen Reich die einheitliche Bezeichnung Landkreis eingeführt. So wurde aus dem Bezirksamt der Landkreis Hilpoltstein.

Am 1. April 1951 schied die Gemeinde Sornhüll aus dem Landkreis Hilpoltstein aus und wurde dem Landkreis Eichstätt angeschlossen.

Am 1. Juli 1972 wurde der Landkreis Hilpoltstein im Zuge der Gebietsreform in Bayern aufgelöst: Die Gemeinden Altdorf, Emsing, Erkertshofen, Großnottersdorf, Kaldorf, Mantlach, Morsbach, Petersbuch, Stadelhofen und Titting kamen zum Landkreis Eichstätt im Regierungsbezirk Oberbayern. Die Gemeinden Michelbach und Mörsdorf kamen zum Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz im Regierungsbezirk Oberpfalz. Die Gemeinden Biburg und Wengen kamen zum Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Alle übrigen Gemeinden wurden mit dem größten Teil des Landkreises Schwabach zum neuen Landkreis Roth bei Nürnberg zusammengefasst. Am 1. Mai 1973 erhielt der Landkreis seine heutige Bezeichnung Landkreis Roth.Verordnung zur Neugliederung Bayerns in Landkreise und kreisfreie Städte vom 27. Dezember 1971

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Quelle 1885 24.282 1900 23.435 1910 23.656 1925 24.274 Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern, nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 1939 23.926 Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich 1940 1950 33.781 Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1952 1960 30.900 Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1961 1971 35.800 Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1973

Bezirksamtsvorstände (bis 1938) und Landräte (ab 1939)

1912–1924 Eduard Meyer 1924–1933 Alfred Maurer 1933–1935 Franz Groß 1935–1938 Hermann Vogel 1940–1943 Gustav Hilger (NSDAP) 1943–1944 Wilhelm Ott (NSDAP, m. d. F. b.) 1945 Gustav Hilger (NSDAP) 1946–1948 Karl Reichhold (CSU) 1948–1955 Hans Engelhardt (CSU) 1956–1972 Ignaz Greiner (CSU)

Gemeinden Kursiv gesetzte Orte sind noch heute selbständige Gemeinden. Bei den Orten, die heute nicht mehr selbständig sind, ist vermerkt, zu welcher Gemeinde der Ort heute gehört. Die meisten Gemeinden des ehemaligen Landkreises gehören heute zum Landkreis Roth, andernfalls ist es ebenfalls vermerkt. mini|375px|Landkreis Hilpoltstein, Gemeindegrenzenkarte von 1961

Städte Greding (Stadt Greding) Heideck Hilpoltstein

Märkte Allersberg Eysölden (Markt Thalmässing) Thalmässing Titting (Lk. Eichstätt)

Weitere Gemeinden

Kfz-Kennzeichen Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen HIP zugewiesen. Es wurde bis zum 11. August 1974 ausgegeben. Seit dem 11. Juli 2013 ist es im Landkreis Roth aufgrund der Kennzeichenliberalisierung wieder erhältlich.

Literatur

Günther U. Müller (Hrsg.): Unser Landkreis Hilpoltstein. Verlag Bild + Druck, München 1969.

Einzelnachweise

Hilpoltstein Kategorie:Geschichte (Landkreis Roth) Hilpoltstein Kategorie:Aufgelöst 1972