mini|Karte der südlichen Maya-Kulturen und der sogenannten Pazifikkulturen mini|Ausgegrabener Teil der Akropolis mini|Maskenkopf aus Kaminaljuyu mini|Stele 65 mit auf Thronen sitzenden Herrschern und davor und dahinter knienden gefesselten Unterworfenen
Kaminaljuyú, auch Kaminal Juyú ist eine archäologische Stätte am Rande der guatemaltekischen Hauptstadt Guatemala-Stadt. Der guatemaltekische Archäologe José Antonio Villacorta Calderón gab der Stätte diesen Namen, der so viel wie „Hügel der Vorfahren“ in der Quiché-Sprache bedeutet. Die Anfänge der über Jahrhunderte besiedelten Stätte werden von den Archäologen manchmal einer nicht näher definierten „Proto-Maya“-Kultur zugeordnet. Die Ausgrabungen gestalten sich als schwierig, da sich die teilweise überbaute Stätte heute im Stadtgebiet von Guatemala-Stadt befindet.
Ausgrabungsstätte Besiedelt war die Stätte von ca. 1200 v. Chr. bis 800 n. Chr. In der mittleren Phase dürfte es einen großen Einfluss der Stadt Teotihuacán gegeben habenKaminaljuyú und Teotihuacan, wobei Kaminaljuyú als Grenzstadt zum Maya-Gebiet fungierte, dessen kultureller Einfluss vor allem in der Spätzeit deutlicher wird. Die Gebäude wurden hauptsächlich aus luftgetrockneten Ziegeln errichtet; bislang wurden ca. 400 Bauten erforscht, wobei hunderttausende von Keramikscherben gefunden wurden. Die wichtigsten Funde befinden sich im Archäologischen Nationalmuseum von Guatemala.
In der Neuzeit wurde Kaminaljuyú erstmals Ende des 19. Jahrhunderts von Alfred Maudslay erforscht. Im Jahr 1925 wurde die Stätte von Manuel Gamio erneut besucht.
Siehe auch Liste der Maya-Ruinen
Weblinks
Kaminaljuyú – Fotos + Infos (englisch) Kaminaljuyú – Fotos + Infos (englisch)
Einzelnachweise
Fotogalerie
Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Guatemala Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Amerika Kategorie:Ort der Maya Kategorie:Guatemala-Stadt