Das Taedium vitae (lat.: Lebensekel, Lebensüberdruss) ist ein vom römischen Philosophen SenecaAlfred Bellebaum: Langeweile, Überdruss und Lebenssinn: Eine geistesgeschichtliche und kultursoziologische Untersuchung. Westdeutscher Verlag, Opladen 1990, ISBN 3-531-12206-1, S. 51., einem Stoiker, geprägter Begriff, der in der Psychoanalyse den Verlust oder die Verminderung der Lebensfreude bei depressiven Syndromen bezeichnet.
Goethe verarbeitet das Taedium vitae als Teil seines eigenen Lebensgefühls und als Epochenphänomen in Die Leiden des jungen Werthers und in Dichtung und Wahrheit.Rüdiger Safranski: Goethe, Kunstwerk des Lebens. Hanser, München 2013, S. 155 ff., 531, 633. Taedium vitae ist außerdem der Titel einer Erzählung von Hermann Hesse (1908), eines Gedichts von Oscar Wilde und eines Kapitels im Roman De Vriendt kehrt heim von Arnold Zweig.
Einzelnachweise
Kategorie:Psychoanalyse Kategorie:Lateinische Phrase Kategorie:Literarisches Werk