Der Landkreis Erlangen gehörte zum bayerischen Regierungsbezirk Mittelfranken. Vor dem Beginn der bayerischen Gebietsreform am Anfang der 1970er Jahre umfasste der Landkreis 28 Gemeinden.Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern 1964
Geographie
Wichtige Orte Die größten Orte waren Baiersdorf, Heroldsberg, Kalchreuth und Bubenreuth.
Nachbarkreise Der Landkreis grenzte Anfang 1972 im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Landkreise Forchheim, Lauf an der Pegnitz und Nürnberg, an die kreisfreien Städte Nürnberg und Fürth, an den Landkreis Höchstadt an der Aisch sowie an die kreisfreie Stadt Erlangen.
Geschichte
Bezirksamt Das Bezirksamt Erlangen folgte im Jahr 1862 dem flächengleichen Landgericht älterer Ordnung Erlangen.
Am 15. September 1924 wurde die Gemeinde Bruck des Bezirksamtes in die Stadt Erlangen eingegliedert.
1925 wurde die Gemeinde Büg nach Forth eingemeindet.Wilhelm Volkert: Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980, S. 458.
Landkreis Am 1. Januar 1939 wurde wie sonst überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt. So wurde aus dem Bezirksamt der Landkreis Erlangen.
Am 1. Juli 1972 wurde der Landkreis Erlangen im Zuge der Gebietsreform in Bayern aufgelöst: Die Gemeinden Eltersdorf, Frauenaurach, Hüttendorf, Kriegenbrunn und Tennenlohe wurden in die kreisfreie Stadt Erlangen eingegliedert. Alle übrigen Gemeinden wurden mit dem größten Teil des Landkreises Höchstadt an der Aisch sowie Teilen der Landkreise Bamberg, Forchheim, Lauf an der Pegnitz und Scheinfeld zu einem neuen Landkreis Erlangen zusammengeschlossen.Verordnung zur Neugliederung Bayerns in Landkreise und kreisfreie Städte vom 27. Dezember 1971 Am 1. Mai 1973 erhielt der neue Landkreis Erlangen die heutige Bezeichnung Landkreis Erlangen-Höchstadt.
Bezirksamtmänner/-oberamtmänner bis 1938, ab 1939 Landräte 1913–1932: Karl Redenbacher 1932–1945: Johann Keil 1948–1952: Willi Hönekopp
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Quelle 1864 13.113 1885 13.718 1900 13.040 1910 14.302 1925 12.721 Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern, nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 1939 15.269 Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich 1940 1950 26.179 Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1952 1960 30.300 Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1961 1971 40.900 Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1973
Gemeinden Kursiv gesetzte Orte sind noch heute selbständige Gemeinden. Bei den Orten, die heute nicht mehr selbständig sind, ist vermerkt, zu welcher Gemeinde der Ort heute gehört. mini|375px|Landkreis Erlangen, Gemeindegrenzenkarte von 1961
Stadt Baiersdorf
Markt Heroldsberg Eschenau (Markt Eckental) Weitere Gemeinden Adlitz (Gemeinde Marloffstein) Atzelsberg (Gemeinde Marloffstein) Brand (Markt Eckental) Bubenreuth Buckenhof Eltersdorf (Stadt Erlangen) Forth (Markt Eckental) Frauenaurach (Stadt Erlangen) Großgeschaidt (Markt Heroldsberg) Hüttendorf (Stadt Erlangen) Kalchreuth Kleingeschaidt (Markt Heroldsberg) Kleinseebach (Gemeinde Möhrendorf) Kriegenbrunn (Stadt Erlangen) Marloffstein Möhrendorf Oberschöllenbach (Markt Eckental) Röckenhof (Gemeinde Kalchreuth) Rosenbach (Markt Neunkirchen am Brand, Landkreis Forchheim) Spardorf Tennenlohe (Stadt Erlangen) Unterschöllenbach (Markt Eckental) Uttenreuth Weiher (Gemeinde Uttenreuth) Wellerstadt (Stadt Baiersdorf) Die Gemeinde Büg wurde 1925 nach Forth eingemeindet.
Kfz-Kennzeichen Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen ER zugewiesen. Es wird nur in der Stadt Erlangen durchgängig bis heute ausgegeben. Im Landkreis Erlangen-Höchstadt wurde es bis zum 11. Februar 1979 ausgegeben.
Literatur
Günther U. Müller (Hrsg.): Unser Landkreis Erlangen. Landratsamt Erlangen, Erlangen 1970.
Einzelnachweise
Kategorie:Ehemaliger Landkreis in Bayern Landkreis Erlangen Erlangen Landkreis Erlangen