Sympathie (entlehnt aus , dieses aus „Mitgefühl“ zu „mitleiden“; vergleiche Empathie) ist die sich spontan ergebende gefühlsmäßige Zuneigung. Ihr Gegenteil ist die Antipathie (Abneigung).
Begriffsherkunft Der Begriff der Sympathie () hat seinen Ursprung in der griechischen Antike und ist von dorther in die heute üblichen Sprachgebräuche fast aller Sprachen in Europa und – über das Englische und Spanische – weiter Teile der Welt eingegangen. In seiner ursprünglichen Bedeutung in der Antike hatte der Begriff über lange Zeit nicht die uns heute geläufige Bedeutung einer affektiven Zuneigung von Menschen untereinander, sondern war zunächst ein Begriff der Naturphilosophie: Dort bezeichnete er das affektive Zusammenwirken der Teile eines Ganzen untereinander, ihre Wechselwirkungen als eine Art affektiver Verbundenheit zu einer „Gesamtnatur“. Damit war der Begriff der Sympathie zwar auch auf menschliche Belange anwendbar, aber nicht primär. Das Grundverständnis des Begriffs war in diesem frühen Bedeutungsspektrum zudem eher nur biologisch-vegetativ. Ein treffendes Beispiel für Sympathie in diesem frühen, physis-bezogenen Verständnis liefert das Phänomen des ansteckenden Gähnens, wie es, dem Kommentar des Aristoteles-Kenners Hellmut Flashar zufolge, in den aristotelischen Problemata physika VII, 1–2, ausgeführt ist.Hellmut Flashar. In: Aristoteles: Problemata physika. Werke in deutscher Übersetzung. Hrsg., übersetzt und erläutert: Hellmut Flashar. Band 19. 4. Auflage. De Gruyter, Berlin 1991, ISBN 3-05-000036-8, S. 488–491. Die Problemata gehören zwar traditionell zum Corpus Aristotelicum, doch ist in der Forschung strittig, ob sie zumindest in der vorliegenden Form auch von Aristoteles selbst verfasst wurden. Zur früheren, allerdings nicht ausdrücklich im Kontext der Sympathie stehenden Erwähnung des Phänomens des ansteckenden Gähnens vgl. bereits Platon, Charmides 169c.
Definition Meyers Großes Konversations-Lexikon von 1911 bemerkt dazu:
In Rudolf Eislers Wörterbuch der philosophischen Begriffe heißt es zum Wesen der Sympathie, sie sei:
Literatur Franz Passow: Handwörterbuch der griechischen Sprache. Darmstadt 1983. Dorothee Sölle: Sympathie. In: Christian Schütz (Hrsg.): Praktisches Lexikon der Spiritualität. Herder, Freiburg i.Br. u. a. 1992, ISBN 3-451-22614-6, Sp. 1244–1246.
Weblinks
Daniel Scholten: Sympathie. Herkunft und Bedeutung. belleslettres.eu
Einzelnachweise
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