Der Frölunda HC (früher Västra Frölunda HC) ist ein schwedischer Eishockeyverein aus Göteborg.

Geschichte mini|links|Das Scandinavium, Hauptspielstätte des Frölunda HC mini|rechts|Das Frölundaborgs isstadion, Ausweichspielstätte des Frölunda HC Der Verein ist nach einem Göteborger Stadtteil benannt und war bis 1984 eine Sektion des Sportclubs Västra Frölunda IF. Dieser Club entstand 1930 und seit etwa 1944 gehörte Eishockey zum Programm. 1965 konnte die Mannschaft zum ersten Mal die schwedische Meisterschaft gewinnen. Zwei weitere Meisterschaften folgten 2003 sowie 2005. Zuvor war Frölunda HC 1984 aus der Elitserien abgestiegen, konnte aber 1990 den Wiederaufstieg feiern. Die Heimspiele trägt der Verein überwiegend in der Mehrzweckhalle Scandinavium aus. Wenn diese durch eine andere Veranstaltung nicht verfügbar ist, zieht der Frölunda HC in das Frölundaborgs isstadion um.

Im Frühjahr 2006 gelang dem Verein im Halbfinale der schwedischen Meisterschaft gegen Linköping HC eine unvorstellbare Aufholjagd. Nachdem man in der Best-of-Seven-Serien schon mit 1:3 Spielen zurücklag, konnte die Mannschaft das Verhältnis noch zu einem 4:3 umwandeln und das Finale erreichen. Dort verlor Frölunda dann im sechsten Spiel der Best-of-Seven-Reihe mit 5:3 gegen Färjestad BK, nachdem sie bereits mit 2:3 in der Best-of-Seven-Reihe zurücklagen, und wurde Vizemeister.

In der Saison 2014/15 erreichte Frölunda das Finale der ersten Austragung der Champions Hockey League, das er gegen Luleå HF verlor. Das Finale im folgenden Jahr gewann Frölunda hingegen auswärts gegen die finnische Mannschaft Oulun Kärpät. Kurze Zeit später konnte man die vierte nationale Meisterschaft gewinnen. In der Saison 2016/17 wurde das Finale gegen die tschechische Mannschaft HC Sparta Prag gewonnen und 2018/19 auch das Finale gegen den EHC Red Bull München. Anschließend feierte man im Frühjahr die fünfte Meisterschaft. 2020 gelang dem Team durch den Finalsieg gegen Hradec Králové der nächste CHL-Titel. Frölunda HC ist damit mit bereits vier Titeln Rekordmeister des höchsten europäischen Eishockeywettbewerbs.

Seit 1995 bis 2021 ist auf dem Logo des Teams ein Indianer zu sehen, der Club trägt den Beinamen Indians. Der Club kündigte an, das Logo zur Saison 2021/22 zu ändern. Die Juniorenmannschaft gewann zwischen 1976 und 2011 zehnmal die J20 SuperElit (heute J20 Nationell) und ist damit Rekordmeister der höchsten schwedischen Juniorenliga.

Spieler und Trainer

Trainer Karl-Erik Eriksson, 1956–1960 Lars Erik Lundvall, 1960–1963 Curly Leachman, 1963–1964 Lars Erik Lundvall, 1964–1969 Arne Eriksson, 1969–1971 Jack Bownass, 1971–1973 Lars Erik Lundvall, 1973–1975 Arne Strömberg, 1975–1978 Leif Henriksson, 1978–1980 Berny Karlsson, 1980–1981 Len Lunde, 1981–1982 Leif Henriksson, 1982–1983 Kjell Jönsson, 1983–1984 Roland Mattsson, 1984–1985 Thommie Bergman, 1985–1987 Conny Evensson, 1987–1989 Lennart Åhlberg, 1989–1990 Lars-Erik Esbjörs, 1990–1991 Leif Boork, 1991–1994 Ulf Labraaten, 1994–995 Lasse Falk, 1995–1997 Tommy Boustedt, 1997–2001 Conny Evensson, 2001–2004 Janne Karlsson, 2004 (Interimstrainer) Stephan Lundh, 2004–2006 Per Bäckman, 2006–2007 Roger Melin, 2007–2008 Ulf Dahlén, 2008–2010 Kent Johansson, 2010–2013 Roger Rönnberg, seit 2013

Mannschaftskapitäne Rune Johansson, 1945–1960 Lars Erik Lundvall, 1960–1968 Arne Carlsson, 1968–1969 Lars-Erik Sjöberg, 1969–1974 Henric Hedlund, 1974–1976 Leif Henriksson, 1976–1977 Lars-Erik Esbjörs, 1976–1979 Anders Broström, 1979–1980 Göran Nilsson, 1980–1983 Thomas Kärrbrandt, 1983–1984 Göran Nilsson, 1984–1985 Hasse Sjöö, 1985–1987 Jan Karlsson, 1987–1990 Mikael Andersson, 1990–1992 Terho Koskela, 1992–1995 Christian Ruuttu, 1995–1996 Henrik Nilsson, 1996–2000 Mikael Andersson, 2000–2003 Jonas Johnson, 2003–2008 Niklas Andersson, 2008–2009 Joel Lundqvist, seit 2009

Vereinsinterne Rekorde Enthalten sind sämtliche Vorrunden- und Play-off-Spiele.

Saison Tore Platz Spieler Tore Saison 1. Thomas Sjögren 42 1987/88 Ronald Pettersson 42 1960/61 3. Magnus Kahnberg 38 2003/04 4. Kristian Huselius 36 2000/01 5. Tomi Kallio 32 2005/06 Assists Platz Spieler Assists Saison 1. Ryan Lasch 51 2018/19 2. Niklas Andersson 48 2005/06 3. Ryan Lasch 47 2015/16 4. John Newberry 45 1987/88 5. Mathis Olimb 44 2014/15 Topscorer Platz Spieler Punkte Saison 1. Kristian Huselius 76 2000/01 2. Thomas Sjögren 75 1987/88 3. John Newberry 70 1987/88 Ryan Lasch 70 2015/16 5. Ryan Lasch 69 2018/19

Strafminuten Platz Spieler Strafminuten Saison 1. Oscar Ackeström 152 2003/04 2. Patric Blomdahl 147 2008/09 3. Jens Karlsson 142 2002/03 4. Christian Ruuttu 132 1995/96 5. Joel Lundqvist 125 2002/03

Insgesamt Tore Platz Spieler Tore 1. Niklas Andersson 234 2. Patrik Carnbäck 205 3. Tomi Kallio 201 4. Magnus Kahnberg 197 5. Ronald Pettersson 190 Assists Platz Spieler Assists 1. Niklas Andersson 382 2. Joel Lundqvist 299 3. Patrik Carnbäck 265 4. Jonas Johnson 239 5. Tomi Kallio 226 Topscorer Platz Spieler Punkte 1. Niklas Andersson 616 2. Joel Lundqvist 483 3. Patrik Carnbäck 470 4. Tomi Kallio 427 5. Jonas Johnson 419

Spiele Platz Spieler Spiele 1. Joel Lundqvist 876 2. Ronnie Sundin 861 3. Niklas Andersson 705 4. Magnus Kahnberg 692 5. Stefan Larsson 675

Nicht mehr zu vergebende Trikotnummern Der Frölunda HC sperrte am 3. März 2002 folgende fünf Nummern: #13 Lars Erik Lundvall Insgesamt acht Spielzeiten für Frölunda als Mannschaftskapitän #14 Ronald „Sura Pelle“ Pettersson Sieben Spielzeiten im Verein #19 Jörgen Pettersson Insgesamt 13 Spielzeiten für Frölunda #23 Ronnie Sundin Insgesamt 16 Spielzeiten für Frölunda, über 800 Elitserien-Spiele, 77 Tore und 161 Assists #29 Stefan Larsson Bis auf zwei Spielzeiten verbrachte Larsson seine gesamte Karriere in Göteborg, insgesamt 16 Saisons

Mitglieder der IIHF Hall of Fame Ulf Sterner, drei Spielzeiten für Frölunda, bevor er 1964 in die NHL wechselte, aufgenommen 2001.iihf.com, , abgerufen am 10. September 2012 Ronald „Sura Pelle“ Pettersson, 252 Spiele für das Schwedische Nationalteam, aufgenommen 2004. Daniel Alfredsson, fünf Spielzeiten für Frölunda, bevor er in die NHL wechselte und dort 18 Spielzeiten verbrachte. Kehrte für die Saison 2004/05 zurück zu Frölunda. Gewann bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin mit dem schwedischen Nationalteam die Goldmedaille, aufgenommen 2018.

Christian RuuttuFinnische Hockey Hall of Fame, Christian Ruutu, abgerufen am 10. September 2012 und Jorma SalmiFinnische Hockey Hall of Fame, Jorma Salmi, abgerufen am 10. September 2012 wurden 2003 in die finnische Hockey Hall of Fame aufgenommen.

Weblinks

frolundahockey.com: Offizielle Website (schwedisch, englisch) hockeyarenas.net: Stadioninfos, Zuschauerrekorde

Einzelnachweise

Kategorie:Schwedischer Eishockeyclub Kategorie:Sportverein (Göteborg) Kategorie:Scandinavium