Kyle Cooper (* 13. Juli 1962 in Salem, Massachusetts) ist ein US-amerikanischer Grafikdesigner, der vor allem für seine Titelsequenzen in Filmen wie Die Mumie oder Spider-Man internationale Bekanntheit erlangte.

Werdegang

Cooper studierte Grafikdesign an der Yale School of Art und erlangte dort den Master of Fine Arts (MFA). Er war bereits als Regisseur von Werbespots bekannt und begann seine Karriere bei R/Greenberg Associates in New York und Los Angeles. Mit seiner Arbeit am Vorspann zum Thriller Sieben feierte Cooper 1995 seinen ersten Erfolg. Er gründete mit seinen Kollegen Chip Houghton und Peter Frankfurt in Hollywood die Firma Imaginary Forces, spezialisierte sich aber später mit Prologue Films explizit auf die Arbeit an Grafiksequenzen für Filme und Computerspiele.

Mit dem Film New Port South gab Cooper im Jahr 2001 sein Debüt als Regisseur. Das High-School-Drama floppte aber an den Kinokassen. Als Editor war er für seine Arbeit an den Oscarverleihungen 2002, 2005 und 2007 für einen Emmy nominiert. 2009 gewann er den Emmy in der Kategorie Outstanding Short Form Picture Editing für seine Mitarbeit an der Oscarverleihung 2009. Als Designer der Alptraumsequenz in der Shakespeare-Verfilmung Titus war er 1999 für einen Golden Satellite Award nominiert. Das Titeldesign für die Serie American Horror Story brachte Cooper 2012, 2013 und 2015 Nominierungen für den Emmy ein.

Cooper ist Mitglied der Alliance Graphique Internationale und die Royal Society of Arts ehrte ihn 2001 als Royal Designers for Industry., abgerufen am 15. Januar 2008

Auszeichnungen 2009: Primetime Emmy Award – Outstanding Short Form Picture Editing 2018: Locarno Festival – Vision Award

Wirken

Filme (Auswahl)

Fernsehserien (Auswahl) 1993: Homicide 2001: Band of Brothers – Wir waren wie Brüder 2003: Angels in America 2010: The Walking Dead 2011: American Horror Story 2012: Vegas 2012: Elementary 2013: Mob City 2015: Scream Queens 2015: Battle Creek 2015: Limitless 2017: Feud 2019: Lodge 49

Videospiele

2001: Metal Gear Solid 2: Sons of Liberty 2004: Metal Gear Solid 3: Snake Eater 2005: Darkwatch 2006: Scarface: The World Is Yours 2015: Metal Gear Solid V: The Phantom Pain 2019: Resident Evil 2 2019: Death Stranding

Literatur

Jeff Bellantoni, Matt Woolman: Type In Motion. Innovations in digital graphics. Rizzoli, New York 1999, ISBN 0-8478-2184-6, S. 38–43. Alexander Böhnke: Handarbeit. Figuren der Schrift in SE7EN. In: montage/av. Zeitschrift für Theorie und Geschichte audiovisueller Kommunikation 12,2 (2003), S. 9–18. Andreas Codrington: Kyle Cooper. Laurence King, London 2003, ISBN 1-85669-329-5.

Weblinks

Prologue Films – Cooper’s Firma „The Dark Genius of Kyle Cooper“ (Wired Magazine Profil, Juni 2004) Epicenter Games – Interview von EpicenterGames mit Kyle Cooper über seine Arbeit an Metal Gear Solid 3: Snake Eater

Einzelnachweise

Kategorie:Filmschaffender Kategorie:Emmy-Preisträger Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1962 Kategorie:Mann