Der Landkreis Burglengenfeld gehörte zum bayerischen Regierungsbezirk Oberpfalz. Vor dem Beginn der bayerischen Gebietsreform am Anfang der 1970er Jahre umfasste der Landkreis 40 Gemeinden.Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern 1964
Geographie
Wichtige Orte Die einwohnerstärksten Gemeinden waren Burglengenfeld, Maxhütte-Haidhof, Teublitz und Wackersdorf.
Nachbarkreise Der Landkreis grenzte 1972 im Uhrzeigersinn im Nordwesten beginnend an die Landkreise Amberg, Nabburg, Neunburg vorm Wald, Roding, Regensburg und Parsberg.
Im Norden des Landkreises befand sich von 1920 bis 1940 und von 1948 bis 1972 die kreisfreie Stadt Schwandorf i. Bay. als Enklave.
Geschichte
Landgericht 1803 wurde im Verlauf der Verwaltungsneugliederung Bayerns das Landgericht Burglengenfeld errichtet. Dieses wurde nach der Gründung des Königreichs Bayern dem Regenkreis zugeschlagen, dessen Hauptstadt anfangs Straubing war und ab 1810 Regensburg wurde.
1838 wurde der Regenkreis in Kreis Oberpfalz umbenannt, aus dem der gleichnamige Regierungsbezirk hervorging.
Bezirksamt mini|Königl. Bezirksamt Burglengenfeld im Jahr 1906 Das Bezirksamt Burglengenfeld wurde im Jahr 1862 durch den Zusammenschluss der der Landgerichte Burglengenfeld und Schwandorf gebildet.
Am 1. Juli 1920 schied die Stadt Schwandorf aus dem Bezirksamt aus und wurde kreisunmittelbar.
Am 1. Juli 1927 wechselten die Gemeinden Vilshofen und Winbuch aus dem Bezirksamt Burglengenfeld ins Bezirksamt Amberg.
Landkreis Am 1. Januar 1939 wurde wie überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt. So wurde aus dem Bezirksamt der Landkreis Burglengenfeld.
Am 1. April 1940 wurde die kreisfreie Stadt Schwandorf in den Landkreis Burglengenfeld eingegliedert. Dies wurde am 1. April 1948 wieder rückgängig gemacht.
Am 1. Oktober 1944 wurde der Landkreis Parsberg um die Gemeinden Bergheim und Kirchödenhart des Landkreises Burglengenfeld vergrößert. Diese wurden in den Heeresgutsbezirk Hohenfels eingegliedert.
Am 1. Juli 1972 wurde der Landkreis Burglengenfeld im Zuge der Kreisgebietsreform in Bayern aufgelöst: Die Gemeinden Dinau, Duggendorf, Hochdorf, Holzheim am Forst, Kallmünz, Krachenhausen, Rohrbach und Traidendorf kamen zum Landkreis Regensburg. Die Gemeinde Schmidmühlen kam zum Landkreis Amberg-Sulzbach. Alle übrigen Gemeinden wurden mit den Landkreisen Oberviechtach, Nabburg und Neunburg vorm Wald sowie der kreisfreien Stadt Schwandorf zum Landkreis Schwandorf in Bayern zusammengefasst. Dessen Name wurde am 1. Mai 1973 in Landkreis Schwandorf geändert.
Bezirksamtmänner/Bezirksoberamtmänner bis 1938, Landräte ab 1939
1915–1919 Emil Schneider 1919–1920 Otto von Andrian-Werburg 1920–1925 Paul Köttnitz 1925–1928 Theodor Hunglinger 1928–1933 Ernst Bierlein 1934–1938 Josef Oberwallner (ab 1935 NSDAP) 1938–1945 Joseph Grasegger (NSDAP, ab 1939 Landrat) 1945–1948 Josef Winkler (CSU) 1948–1970 Walter Haschke (SPD) 1970–1972 Hans Schuierer (SPD)
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Quelle 1864 20.193 1885 25.810 1900 26.912 1910 30.052 1925 26.477 Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern, nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 1939 41.113 Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich 1940 1950 42.019 Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1952 1960 45.200 Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1961 1971 50.600 Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1973
Gemeinden mini|375px|Landkreis Burglengenfeld, Gemeindegrenzenkarte von 1961 Städte Burglengenfeld Maxhütte-Haidhof Teublitz
Marktgemeinden Kallmünz Schmidmühlen
Weitere Gemeinden Alberndorf Bubach an der Naab Büchheim Dachelhofen Dietldorf Dinau Duggendorf Ettmannsdorf Fischbach Fronberg Gögglbach Haselbach Hochdorf Höchensee Holzheim am Forst Katzdorf Klardorf Krachenhausen Krondorf Kronstetten Lanzenried Leonberg Münchshofen Naabeck Neukirchen Pirkensee Pottenstetten Premberg Rohrbach Saltendorf See Steinberg Traidendorf Wackersdorf Wiefelsdorf Eingemeindungen Bergheim, am 1. Oktober 1944 zum Heeresgutsbezirk Hohenfels im Landkreis Parsberg Breitenbrunn, am 1. Januar 1946 zu Haselbach und Pittersdorf Dallackenried, am 1. Januar 1946 zu Dinau Eich, am 1. Januar 1946 zu See Emhof, am 1. Januar 1946 zu Schmidmühlen Kirchenödenhart, am 1. Oktober 1944 zum Heeresgutsbezirk Hohenfels im Landkreis Parsberg Meßnerskreith, am 1. Februar 1956 zu Maxhütte-Haidhof Oder, am 1. Juli 1961 zu Steinberg und WackersdorfAmtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland 1961, hrsg. vom Statistischen Bundesamt Wiesbaden. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1963, S. 611 Pilsheim, am 1. Januar 1946 zu Höchensee Wischenhofen, am 1. Januar 1946 zu Hochdorf Umbenennungen Ibenthann wurde 1938 in Maxhütte und 1956 in Maxhütte-Haidhof umbenannt. Zielheim wurde 1950 in Klardorf umbenannt.
Kfz-Kennzeichen Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen BUL zugewiesen. Es wurde bis zum 3. August 1974 ausgegeben. In Zusammenhang mit der Kennzeichenliberalisierung ist es seit dem 10. Juli 2013 im Landkreis Schwandorf und seit dem 12. Juli 2013 im Landkreis Amberg-Sulzbach erhältlich.
Literatur Die Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern. 5: Bezirksamt Burglengenfeld. Bearbeitet von Georg Hager, 1906. x16px|alt=|link=|Commons online auf commons, Nachdruck ISBN 3-486-50435-5. Günther U. Müller: Unser Landkreis Burglengenfeld. Verlag Bild + Druck, München 1971.
Einzelnachweise
Burglengenfeld Kategorie:Geschichte (Landkreis Schwandorf) Burglengenfeld Kategorie:Aufgelöst 1972