Li Nina (; * 10. Januar 1983 in Benxi, Liaoning) ist eine chinesische Freestyle-Skierin. Sie ist auf die Disziplin Aerials (Springen) spezialisiert. Als dreifache Weltmeisterin, zweifache Gewinnerin des Gesamtweltcups und dreifache Gewinnerin der Weltcup-Disziplinenwertung gehört sie zu den erfolgreichsten Athletinnen überhaupt.
Biografie Am 20. Januar 2001 debütierte Li im Freestyle-Skiing-Weltcup und erreichte in Whistler den 15. Platz. Ihren ersten Podestplatz erzielte sie am 8. September 2001, als Zweite im australischen Mount Buller. In der Saison 2001/02 folgten ein weiterer Podestplatz und der fünfte Platz bei den Olympischen Winterspielen 2002. Li etablierte sich endgültig an der Weltspitze und erreichte in der Saison 2002/03 viermal einen Podestplatz. Nach drei weiteren Podestplätzen in der Saison 2003/04 gelang ihr am 28. Februar 2004 in Špindlerův Mlýn der erste Weltcupsieg.
Die Saison 2004/05 dominierte Li fast nach Belieben. Sie gewann sechs von zwölf ausgetragenen Weltcupspringen und stand weitere fünf Mal auf dem Podest. Nicht nur entschied sie überlegen die Aerials-Disziplinenwertung für sich, sondern auch den Gesamtweltcup. Bei der abschließenden Weltmeisterschaft 2005 in Ruka setzte sie sich knapp gegen die Schweizerin Evelyne Leu durch und gewann die Goldmedaille. Weitere drei Weltcupsiege kamen in der Saison 2005/06 hinzu. Beim Saisonhöhepunkt, den Olympischen Winterspielen 2006, gewann sie hinter Leu die Silbermedaille.
Wie schon in der Vorsaison nahm Li 2006/07 nicht an allen Weltcupspringen teil, bei ihren fünf Teilnahmen gewann sie jedoch zwei Mal und erzielte weitere drei Podestplätze. Darüber hinaus gewann sie die Goldmedaille bei den Winter-Asienspielen 2007 in Changchun. Bei der Weltmeisterschaft 2007 in Madonna di Campiglio konnte sie als erste Athletin überhaupt den Weltmeistertitel erfolgreich verteidigen. In der Saison 2007/08 standen ein Sieg und drei weitere Podestplätze zu Buche.
Nach einem etwas verhaltenen Start zu Beginn der Saison 2008/09 konnte sich Li steigern und gewann ein Weltcupspringen. Bei der in Harbin ausgetragenen Universiade war sie ebenfalls die beste Springerin, allerdings nahmen an diesem Wettkampf nur fünf Athletinnen teil. Zwei Wochen später konnte sie bei der Weltmeisterschaft 2009 in Inawashiro zum dritten Mal in Folge die Goldmedaille gewinnen. Mit zwei Siegen und drei weiteren Podestplätzen entschied Li in der Saison 2009/10 sowohl die Disziplinenwertung als auch den Gesamtweltcup für sich. Sie galt als Favoritin für den Olympiasieg, musste sich jedoch in Cypress Mountain bei Vancouver der Australierin Lydia Lassila geschlagen geben und sich mit der Silbermedaille begnügen.
Li machte daraufhin eine über zweijährige Wettkampfpause ein. Sie kehrte 2013 in den Weltcup zurück und etablierte sich sogleich wieder an der Spitze. Mit zwei Siegen und einem weiteren Podestplatz sicherte sie sich in der Saison 2013/14 zum dritten Mal die Disziplinenwertung, während sie bei den Olympischen Winterspielen 2014 als Vierte knapp eine Medaille verpasste.
Erfolge
Olympische Spiele Salt Lake City 2002: 5. Aerials Turin 2006: 2. Aerials Vancouver 2010: 2. Aerials Sochi 2014: 4. Aerials
Weltmeisterschaften Whistler 2001: 15. Aerials Deer Valley 2003: 11. Aerials Ruka 2005: 1. Aerials Madonna di Campiglio 2007: 1. Aerials Inawashiro 2009: 1. Aerials
Weltcupwertungen Saison 2002/03: 4. Aerials-Weltcup Saison 2003/04: 5. Aerials-Weltcup Saison 2004/05: 1. Gesamtweltcup, 1. Aerials-Weltcup Saison 2005/06: 4. Aerials-Weltcup Saison 2006/07: 3. Gesamtweltcup, 2. Aerials-Weltcup Saison 2007/08: 4. Aerials-Weltcup Saison 2008/09: 8. Gesamtweltcup, 2. Aerials-Weltcup Saison 2009/10: 1. Gesamtweltcup, 1. Aerials-Weltcup Saison 2013/14: 2. Gesamtweltcup, 1. Aerials-Weltcup
Weltcupsiege Li Nina errang bisher 45 Podestplätze, davon 18 Siege:
Datum Ort Land 28. Februar 2004 Špindlerův Mlýn Tschechien 14. Januar 2005 Lake Placid USA 15. Januar 2005 Lake Placid USA 28. Januar 2005 Deer Valley USA 12. Februar 2005 Changchun China 5. März 2005 Špindlerův Mlýn Tschechien 11. März 2005 Madonna di Campiglio Italien 3. September 2005 Mount Buller Australien 4. September 2005 Mount Buller Australien 5. Februar 2006 Špindlerův Mlýn Tschechien 9. Dezember 2006 Beida Lake China 10. Dezember 2006 Beida Lake China 1. Februar 2008 Deer Valley USA 30. Januar 2009 Deer Valley USA 10. Januar 2010 Calgary Kanada 30. Januar 2010 Mount Gabriel Kanada 15. Dezember 2013 Beida Lake China 18. Januar 2014 Lake Placid USA
Weitere Erfolge Winter-Asienspiele 2007: 1. Aerials 1 chinesischer Meistertitel (2004) Goldmedaille Universiade (2009)
Weblinks
Li Nina auf Weibo (chinesisch)
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