mini|hochkant=.9|Gemeindestand vor der Fusion am 2. April 2017 mini|hochkant=.6|links|Kirche San Vittore Mauro mini|hochkant=.6|links|Ripiano-Brücke mini|hochkant=.8|Luftbild von Werner Friedli (Fotograf) (1964); Moleno liegt im Hintergrund, deutlicher sichtbar ist Preonzo

Moleno (lombardisch Mòlon Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 602. Die Bedeutung des Ortsnamens ist unklar.) ist ein Ortsteil der Gemeinde Bellinzona im Schweizer Kanton Tessin. Bis zum 1. April 2017 bildete er eine selbständige politische Gemeinde, die zum damaligen Kreis Ticino gehörte.

Geographie Moleno liegt südlich der Leventina in der Riviera am westlichen Ufer des Flusses Tessin, ungefähr 8 Kilometer nördlich des Zentrums der Kantonshauptstadt Bellinzona.

Geschichte Das Dorf findet sich erstmals 1213 als de Moleno (Abschrift von 1588) erwähnt, dann 1256 als a Rivo de Moline. Von 1181 an besassen die Capitanei von Locarno Zehntenrechte, die sie vom Bischof von Como erhalten hatten. Moleno bildete im Mittelalter eine Nachbarschaft (vicinia) mit Preonzo und besass eigene Statuten; 1335 ist es als Gemeinde der Grafschaft Bellinzona bezeugt.

Am 2. April 2017 schloss sich Moleno mit den damaligen Gemeinden Camorino, Claro, Giubiasco, Gnosca, Gorduno, Gudo, Monte Carasso, Pianezzo, Preonzo, Sant’Antonio und Sementina der Gemeinde Bellinzona an.

Bevölkerung

Sehenswürdigkeiten

Das Dorfbild ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) als schützenswertes Ortsbild der Schweiz von nationaler Bedeutung eingestuft. Pfarrkirche San Vittore MauroSimona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 58. Wohnhaus mit Fresko Madonna mit Kind und Heilige Ripiano-Steinbrücke

Literatur

Virgilio Gilardoni: Inventario delle cose d’arte e di antichità. Edizioni dello Stato. Bellinzona 1955, S. 236–239; derselbe: Il Romanico. Catalogo dei monumenti nella Repubblica e Cantone del Ticino. La Vesconta, Casagrande S.A., Bellinzona 1967, S. 301, 374, 385, 435. Simona Martinoli u. a.: Moleno. In: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, S. 17, 57, 58, 59. Celestino Trezzini: Moleno. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz. Band 5: Maillard – Saint Didier. Attinger, Neuenburg 1929, S. 129 (Digitalisat).

Weblinks

Offizielle Website der Gemeinde Bellinzona Amt für Statistik des Kantons Tessin: Bellinzona (italienisch) Bellinzona-Moleno: Kulturgüterinventar des Kantons Tessin

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Bellinzona) Kategorie:Ort im Kanton Tessin Kategorie:Ehemalige politische Gemeinde in der Schweiz Kategorie:Ersterwähnung 1213 Kategorie:Gemeindeauflösung 2017