Der Landkreis Vohenstrauß gehörte zum bayerischen Regierungsbezirk Oberpfalz und bestand bis zur Auflösung in der Gebietsreform 1972. Sein ehemaliges Gebiet liegt heute im Landkreis Neustadt an der Waldnaab.

Geographie Wichtige Orte Die einwohnerstärksten Gemeinden waren Vohenstrauß, Pleystein, Eslarn und Waldthurn.

Nachbarkreise Der Landkreis grenzte 1972 gegen den Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Landkreise Neustadt an der Waldnaab, Nabburg und Oberviechtach und an den Západočeský kraj der Tschechoslowakei.

Geschichte Bezirksamt Das Bezirksamt Vohenstrauß folgte im Jahr 1862 dem flächengleichen Landgericht älterer Ordnung Vohenstrauß.

Am 1. Januar 1926 trat das Bezirksamt Vohenstrauß die Gemeinden Deindorf, Glaubendorf und Woppenhof an das Bezirksamt Nabburg ab.

Landkreis Am 1. Januar 1939 wurde im Deutschen Reich die einheitliche Bezeichnung Landkreis eingeführt. So wurde aus dem Bezirksamt der Landkreis Vohenstrauß.

Im Jahr 1946 wechselte die Gemeinde Gmeinsrieth in den Landkreis Oberviechtach. Ein Teil der Gemeinde kam zu Dietersdorf, der andere zu Schönsee.

Am 1. Juli 1972 wurde der Landkreis Vohenstrauß im Zuge der Gebietsreform in Bayern aufgelöst und mit einem großen Teil des aufgelösten Landkreises Eschenbach in der Oberpfalz dem Landkreis Neustadt an der Waldnaab zugeordnet.

Bezirksamtmänner und Landräte 1896–1902: Rudolf Müller 1930–1938: Oskar Edler von Kuepach 1945–: Johann Pösl

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Quelle 1864 22.801 1885 25.219 1900 23.549 1910 24.167 1925 23.029 Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern, nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 1939 22.211 Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich 1940 1950 28.156 Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1952 1960 24.600 Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1961 1971 24.800 Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1973

Gemeinden Vor dem Beginn der bayerischen Gebietsreform umfasste der Landkreis Vohenstrauß in den 1960er Jahren 37 Gemeinden:Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern 1964 mini|375px|Landkreis Vohenstrauß, Gemeindegrenzenkarte von 1961 Altenstadt bei Vohenstrauß Bernrieth Böhmischbruck Brünst Burgtreswitz Burkhardsrieth Dimpfl Döllnitz Eslarn, Markt Etzgersrieth Georgenberg Gröbenstädt Großenschwand Heumaden Kaimling Kleinschwand Lennesrieth Lerau Leuchtenberg, Markt Lohma Michldorf Miesbrunn Moosbach Neudorf Oberlind Pfrentsch Pleystein, Stadt Reinhardsrieth Roggenstein Spielberg Tännesberg Tröbes Vohenstrauß, Stadt Waidhaus Waldau Waldkirch Waldthurn, Markt Die folgenden Gemeinden wurden während des Bestehens des Landkreises eingemeindet: Gaisheim, 1939 zu Tröbes Gmeinsrieth, 1946 zu Eslarn Lämersdorf, 1928 zu Roggenstein Obernankau, 1938 zu Oberlind Niederland, 1939 zu Moosbach Preppach, am 1. Januar 1946 zu Döllnitz Rückersrieth, 1939 zu Tröbes Woppenrieth, am 1. Januar 1946 zu Döllnitz

Kfz-Kennzeichen Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen VOH zugewiesen. Es wurde bis zum 3. August 1974 ausgegeben. Seit dem 10. Juli 2013 ist es aufgrund der Kennzeichenliberalisierung wieder im Landkreis Neustadt an der Waldnaab erhältlich.

Literatur Gerhard Gietl, Alfred Hoeppner: Der Landkreis Vohenstrauß. Verlag für Behörden und Wirtschaft Hoeppner, München 1969.

Einzelnachweise

Vohenstrauss Kategorie:Geschichte (Landkreis Neustadt an der Waldnaab) Vohenstrauss Landkreis Vohenstrauss