Franz Leopold Schmelzer (* 22. Juli 1965) ist ein österreichischer Film- und Fernsehregisseur.

Leben Von 1980 bis 1985 absolvierte Schmelzer die HTBLVA Graz-Ortweinschule / Fachsparte Film und MultimediaArt in Graz und begann 1986 ein Studium an der Filmakademie Wien, das er 1996 mit einem Regie-Diplom bei Peter Patzak beendete. Danach ging er auf Studienreisen nach Israel, Türkei, Frankreich, auf den Balkan und die Iberische Halbinsel und sammelte Dreherfahrungen. Mit Fachexkursionen in der ehemaligen UdSSR, den USA und Großbritannien erweiterte er sein Wissen. 1997 erhielt er in Österreich ein Postgraduate-Stipendium und besuchte Kurse an der University of California (UCLA) Extensions / Entertainment Studies Professional Training in Film & TV and Music, und 2003 belegte er den Documentary-Campus-Masterschool und nahm am History-Producers-Congress in Paris teil. Danach absolvierte er 2004 ein Berufspraktikum bei „Granada-Bristol“, damals eine der größten TV-Produktionsfirmen in Großbritannien. auf ada-directors.com, abgerufen am 25. Februar 2014.

Neben einer Vielzahl von Dokumentarfilmen, bei denen er Regie führte, produzierte er 1994 Eine zerbrochene Zeit und 1995 Grenzgänger, bei dem er auch das Drehbuch schrieb. Verschiedene Dokumentarfilme von Schmelzer sind auch als DVD erschienen.Das Geheimnis des Fisches.

Schmelzer war außerdem von 1997 bis 2000 Jurymitglied des Film- und Videopreises des Landes Steiermark, daneben von 1999 bis 2007 Lehrbeauftragter am Fachhochschulstudiengang für Informationsberufe in Eisenstadt, von 2001 bis 2008, Vorstandsmitglied der ADA (Austrian Directors Association), von 2003 bis 2007 Mitglied der Generalversammlung der Diagonale und seit 2003 Lehrbeauftragter an der Donau-Universität Krems, dem österreichischen Studienzentrum für TV & Film – Produktion.

2015 wurde Schmelzer mit seiner Universum-Dokumentation Afrikas Wilder Westen für den International Emmy Award im Bereich Dokumentation nominiert.

Die ZDF Terra-X-Dokumentation Das Bronzekartell (Regie: Schmelzer, Drehbuch: Gerhard J. Rekel) wurde in der National Gallery of Art in Washington aufgeführt.

Seit 2015 unterrichtet er an der HTBLVA Graz-Ortweinschule / Fachsparte Film und MultimediaArt als Lehrer für Filmgeschichte, Filmgestaltung und Regie.

Im Jahr 2016 wurde die internationale Koproduktion Maximiliano (Maximilian von Mexiko – Der Traum vom Herrschen) vom mexikanischen Partner „SPR“ zum „Prêmios-TAL 2016“ in Uruguay eingereicht, und zu den besten 4 Dokumentationen des Jahres nominiert.

2025 unterstützte Schmelzer die Dokumentation Projekt Marmor – verdrängt und vergessen seiner beiden Schüler Artur Irmler und Fynn Prünster.

Filme (Dokumentarfilme) 1984: Kaspar auf den Tisch 1987: Dem Vogel ist egal, wo sein Käfig hängt 1991: Die vergessene Minderheit 1992: Die Engerln am Strick 1994: Blutige Erde – Isonzo, Sloweniens vergessenes Tal 1994: Eine zerbrochene Zeit 1995: Grenzgänger 1996: Štajerska, die andere Steiermark 1997: Universum – Viecher sind auch nur Menschen. Das Beste von Antal Festetics aus 25 Jahren „Wildtiere und Wir“ 1999: Hundstage 2000: Wüstenväter 2000: Eremiten – Einsiedeln 2000: Die Herren der Unterwelt 2001: Das Geheimnis des Fisches 2004: Tatsachen – Wer war der letzte Gast 2004: Tatsachen – Der liebe Nachbar 2004: Die Heilige Lanze – Der Schicksalsspeer der Mächtigen 2005: Tatsachen – Phantom der Oper 2005: Tatsachen – Katzenmama von Simmering 2005: Tatsachen – Die Tote ohne Gesicht 2005: Was Sie schon immer über die EU wissen wollten 2006: Top Secret – Spione, Helden und Verräter 2006: Top Secret – Wirtschaft im Spionagenetz 2006: Bruder Manager – Was Chefs von Mönchen lernen können 2007: Das Bronze-Kartell – Wirtschaftsboom im Mittelmeer 2008: Balkan Express 2008: Terra X – Expedition ins Unbekannte – Das Bronzekartell – Wirtschaftsboom am Mittelmeer 2008: Terra X – Expedition ins Unbekannte – Jagd nach dem goldenen Vlies – Aufbruch nach Georgien 2009: Minarette – eine österreichische Erregung 2012: Eingeschenkt – Mittel- und Südburgenland – Wege zur Weltklasse 2012: Eingeschenkt – Bergland Österreich – Wein zwischen Alpen und Almen 2012: Eingeschenkt – Südost- und Weststeiermark – Kaltes Feuer, wilder Wein 2012: Eingeschenkt – Südsteiermark – Der Sonne entgegen 2013: Menschen, Mythen und Legenden: Die Mumien des Abendlandes 2014: Maximilian von Mexiko – Der Traum vom Herrschen 2014: Universum: Afrikas wilder Westen 2018: Die Könige Afrikas – Teil 1 2018: Die Könige Afrikas – Teil 2 2018: Die Könige Afrikas – Teil 3 2021–2022: Faszination Karawanken – Mythos Grenze 2023: Wein und Stein – Vom steirischen Urmeer zum Weinberg

Auszeichnungen 1992: „Beste Idee“/„Innovativster österreichischer Film“, Int. Juvenale, Klagenfurt 1992: Filmförderungspreis des Landes Steiermark 1993: Grand Prix „Le coq joli“ Belgien 1994: Filmpreis der Diözese Seckau Graz 1996: „Second Award for Best Narrative Film“ Central Florida Filmfestival/USA 1998: „Euro-Comenius-Medaille“ Bochum 2001: „Bronzene Pyramide“ für Doku ITVA (Int. TV Association) Köln 2008: „Erasmus Euromedia Award 2008“, Wien 2009: Festival International du film d'archéologie de Besançon, Prix „jeune public“, Frankreich 2010: „Award For Script“ AGON-International Meeting of Archaeological Film, Athen 2015: „International Emmy® Awards Nomination“, USA 2015: Award „José Pagés Llergo 2015“, Mexiko 2015: Award „best casting“, Pantalla de Cristal, Mexikorevistapantalla.com 2015: „Silver Dolphin“, Cannes Corporate Media & TV Awards, Frankreichcannescorporate.com 2015: „Highly Commended Diploma“, Matsalu Nature Film Festival, Estland 2015: “Gold Award”, Deauville Green Awards, Frankreichdeauvillegreenawards.com 2015: „Gold World Medal“, New York Festivals® International Television & Film Awards 2016: „Certificate of Creative Excellence“, US International Film & Video Festival, USA 2016: Nomination / best documentary, Prêmios-TAL / Award of public television stations of Latin America, DocMontevideo Filmfestival, Uruguay

Weblinks

Franz Leopold Schmelzer bei drehbuchforum.at Biografie bei ada-directors.com

Einzelnachweise

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