Die Junkers A 35 war ein einmotoriges, als Tiefdecker ausgelegtes Mehrzweckflugzeug des deutschen Herstellers Junkers von 1926. Das zweisitzige Modell diente zum Transport von Post und Zeitungen sowie als Schulflugzeug.
Geschichte Die A 35 war eine Weiterentwicklung des Ganzmetallflugzeugs Junkers A 25. Für die Konstruktion zeichneten Otto Mader und Ernst Zindel verantwortlich.Ernst Vocke: Die Wetterflieger. Von Temp zu Temp - Die Geschichte des Wetterfluges. VDM, Zweibrücken 2002, ISBN 3-925-480-61-7, S. 189. Als Antrieb diente ein 310 PS starker Junkers L 5-Reihenmotor, gelegentlich auch ein BMW IV mit 320 PS. Das Fahrwerk konnte gegen ein Schwimmergestell ausgetauscht werden.
Mit diesem Typ und einer Junkers G 24 als Schleppmaschine wurden Versuche zum Flugzeugschlepp durchgeführt. Eine A 35 mit der Werknummer 1059 ging 1928 an die geheime Fliegerschule der Reichswehr in der Sowjetunion und wurde dort bis 1929 für Bombenabwurfversuche und Bordwaffentests genutzt. Fünf Stück wurden zwischen 1928 und 1936 als Wetterflugzeuge verwendet.
Verschiedentlich wurden auch Junkers A 20 und A 25 mit dem neuen Motor ausgerüstet und damit der A 35 angeglichen. Da jedoch keine Änderungen an der Zelle vorgenommen wurden, behielten diese ihre bisherigen Typenbezeichnungen.
Technische Daten mini|Dreiseitenansicht Junkers A 35
Kenngröße Daten (A 35a) Besatzung 1 Passagiere 1 Länge 8,22 m Spannweite 15,94 m Höhe 3,50 m Flügelfläche 29,76 m² Flügelstreckung 8,5 Flächenbelastung 53,76 kg/m² Rüstmasse 1080 kg Zuladung 520 kg Startmasse 1600 kg Flächenbelastung 53,80 kg/kW Triebwerke ein wassergekühlter Sechszylinder-ReihenmotorJunkers L 5 Startleistung Tankinhalt 300 l Höchstgeschwindigkeit 206 km/h in Bodennähe Reisegeschwindigkeit 170 km/h Landegeschwindigkeit 100 km/h Steigzeit 3,30 min auf 1000 m7 min auf 2000 m Steigleistung 4,80 m/s Reichweite 850 km Dienstgipfelhöhe 6300 m
Siehe auch Liste von Flugzeugtypen
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ziviler Flugzeugtyp A 35 Kategorie:Einmotoriges Flugzeug mit Kolbenmotor Kategorie:Erstflug 1926