Der Landkreis Sulzbach-Rosenberg war ein Landkreis im bayerischen Regierungsbezirk Oberpfalz. Sein Gebiet gehört heute zum Landkreis Amberg-Sulzbach.

Geographie Wichtige Orte Die größten Orte waren Sulzbach-Rosenberg, Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg, Illschwang und Königstein.

Nachbarkreise Der Landkreis grenzte 1972 im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Landkreise Eschenbach in der Oberpfalz und Amberg, an die kreisfreie Stadt Amberg sowie an die Landkreise Neumarkt in der Oberpfalz und Hersbruck.

Geschichte

Landgericht 1803 wurde im Zuge der Verwaltungsneugliederung Bayerns das Landgericht Sulzbach errichtet. Dieses wurde nach der Gründung des Königreichs Bayern dem Regenkreis zugeschlagen, dessen Hauptstadt anfangs Straubing war und ab 1810 Regensburg wurde.

1838 wurde der Regenkreis in Kreis Oberpfalz umbenannt, aus dem der gleichnamige Regierungsbezirk hervorging.

Bezirksamt Das Bezirksamt Sulzbach folgte im Jahr 1862 dem flächengleichen Landgericht älterer Ordnung Sulzbach. Das Landgericht Sulzbach bestand als Gerichtsbehörde noch bis 1879.

Am 1. Januar 1911 wurde die Gemeinde Alfeld des Bezirksamtes Sulzbach ins Bezirksamt Hersbruck umgegliedert.

Am 1. Juli 1934 wurde die Stadt Sulzbach mit der Nachbargemeinde Rosenberg zur Stadt Sulzbach-Rosenberg zusammengelegt, in die am 1. April 1935 auch die Gemeinde Großalbershof eingegliedert wurde. In der Folge wurde das Bezirksamt entsprechend umbenannt und hieß fortan Bezirksamt Sulzbach-Rosenberg.

Landkreis Am 1. Januar 1939 wurde wie sonst überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt. So wurde aus dem Bezirksamt Sulzbach-Rosenberg der Landkreis Sulzbach-Rosenberg.

Am 1. Juli 1972 wurde der Landkreis Sulzbach-Rosenberg im Zuge der Gebietsreform in Bayern aufgelöst und mit dem Landkreis Amberg zusammengefasst. Am 1. Mai 1973 erhielt der neue Landkreis den heutigen Namen Landkreis Amberg-Sulzbach.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Quelle 1864 15.487 1885 19.288 1900 20.102 1910 20.541 1925 20.911 1939 22.333 Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich 1940 1950 32.736 Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1952 1960 32.400 Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1961 1971 32.700 Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1973

Bezirksamtsvorstände (bis 1938) und Landräte (ab 1939) 1916–1920 Ludwig Heßdörfer 1920–1928 Karl Altschuh 1928–1933 Hermann Horst Juni 1933–September 1933 Friedrich Greiner Oktober 1933–1942/1945 Hans Hellmut von Lindenfels (ab 1939 als Landrat) 1942–1945 Josef Hausner (Landrat Amberg, mit der Führung der Geschäfte beauftragt) 1945: Franz Bauer 1945: Wilhelm Krafft 1945–1946: Eberhard Urbatis 1946–1947: Rudolf Deku 1947–1948: August Kalb 1948–1963: Alwin Müller 1963–1972: Karl Winkler

Gemeinden Vor dem Beginn der bayerischen Gebietsreform am Anfang der 1970er Jahre umfasste der Landkreis 31 Gemeinden: mini|375px|Landkreis Sulzbach-Rosenberg, Gemeindegrenzenkarte von 1961

Stadt Sulzbach-Rosenberg

Markt Königstein

Weitere Gemeinden Achtel Angfeld Augsberg Bachetsfeld Dietersberg Eckeltshof Edelsfeld Eschenfelden Frechetsfeld Fürnried Gaißach Götzendorf Hirschbach Holnstein Illschwang Kirchenreinbach Mittelreinbach Namsreuth Neidstein Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg Poppberg Poppenricht Röckenricht Schmidtstadt Schwend Steinling Sunzendorf Trondorf Weigendorf

Kfz-Kennzeichen Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen SUL zugewiesen. Es wurde bis zum 3. August 1974 ausgegeben. Seit dem 12. Juli 2013 ist es aufgrund der Kennzeichenliberalisierung wieder im Landkreis Amberg-Sulzbach erhältlich.

Literatur Günther U. Müller (Hrsg.): Unser Landkreis Sulzbach-Rosenberg. Verlag Bild + Druck, München 1970.

Einzelnachweise

SulzbachRosenberg Kategorie:Geschichte (Landkreis Amberg-Sulzbach) SulzbachRosenberg Kategorie:Aufgelöst 1972