Angelhoch war eine Erhebung nördlich des Dorfes Olvenstedt bei Magdeburg. Bedeutung erlangte die Erhebung durch das Ganggrab von Ebendorf, eine dort gefundene Megalithanlage.
Das Angelhoch befand sich nördlich von Olvenstedt etwa an der Stelle, an der heute die Landstraße von Olvenstedt nach Ebendorf die Bundesautobahn 2 kreuzt. Der Name Angelhoch geht auf den Volksstamm der Angeln zurück, denen der Bau des Megalithgrabes fälschlich zugeschrieben wurde.
Im heute zu Magdeburg gehörenden Dorf Olvenstedt war zeitweise auch die Straße Angelhochstraße nach dem Angelhoch benannt.
Ausgrabung des Ganggrabes Im Jahr 1836 wurde unter dem Erdhügel des Angelhochs eine Megalithanlage freigelegt. Die Ausgrabung wurde vom Ebendorfer Pfarrer Leopold gemeinsam mit dem Kantor Klocke durchgeführt. Den wissenschaftlichen Grabungsbericht verfasste Johann Friedrich Danneil; er erschien 1838 im Druck. In der etwa neun Meter langen Grabkammer aus 17 aufrecht stehenden Granitblöcken fanden sich vierzehn keramische Gefäße der Bernburger Kultur, darunter eine Tontrommel.
Gefecht von 1814 Während der Belagerung der Festung Magdeburg am Ende der Befreiungskriege kam es Anfang Januar 1814 in der Gegend zwischen Ebendorf und Olvenstedt, in deren Mitte das Angelhoch liegt, zu einem Gefecht zwischen ausfallenden französischen Truppen und preußisch-russischen Verbänden. Der Chronik des Kultur- und Geschichtsvereins Ebendorf zufolge fielen dabei fünf französische Soldaten, 31 wurden verwundet und 26 gerieten in Gefangenschaft; unter den Gefangenen befanden sich zahlreiche zum Kriegsdienst in der napoleonischen Armee gezwungene Kroaten.
Verlust der Erhebung Die Erhebung selbst ist heute nicht mehr vorhanden: Sie wurde beim Bau der Bundesautobahn 2 überbaut und dabei aus Unkenntnis ihrer Bedeutung als Bodendenkmal zerstört.
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Magdeburg) Kategorie:Berg unter 1000 Meter Kategorie:Grabhügel Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Sachsen-Anhalt