Die Blackburn B-20 war ein britisches Experimentalflugzeug und Flugboot von 1940.
Konstruktion Die B-20 war so konstruiert, dass ihr als Schwimmkörper ausgebildeter unterer Rumpfteil nach dem Start an den Oberrumpf hochgezogen und zum Landen wieder ausgefahren werden konnte. Damit sollten die aerodynamisch ungünstigen Eigenschaften von Schwimmern reduziert werden. Diese Art der Verbesserung der Aerodynamik ließ sich Blackburns Chefkonstrukteur patentieren. Die zwei äußeren Stützschwimmer wurden konventionell in die Tragflächen eingezogen und bildeten dann deren Spitzen.
Das Konzept sollte mehrere Probleme lösen; das erste war die Vermeidung von Spritzwasser, das beim Start die Motoren und Propellerleistung beeinträchtigte. Zweitens sollte das Hochziehen des Unterrumpfes die Angriffsfläche des Flugboots verringern. Außerdem wurde im Flug die Aerodynamik verbessert.
Der Erstflug erfolgte Ende März oder Anfang April 1940. Allerdings kam es am 7. April 1940 zu einem Crash während eines Hochgeschwindigkeitstests mit hochgezogenem Unterrumpf. Drei der fünf Mann der Besatzung starben beim Unglück. Daraufhin wurden die Arbeiten an der B-20 eingestellt.
Technische Daten mini|250px|Dreiseitenriss der B-20 Kenngröße Daten Besatzung 6 Länge 21,2 m Spannweite 25 m Höhe 7,65 m Flügelfläche 99 m² Flügelstreckung 6,3 Leermasse k. A. Startmasse 15.900 kg Antrieb zwei Rolls-Royce Vulture 24-Zylinder X-type mit je Höchstgeschwindigkeit (geschätzt) 490 km/h in 4.575 m Höhe Reisegeschwindigkeit 322 km/h Dienstgipfelhöhe k. A. Reichweite (geschätzt) 2.400 km Bewaffnung (geplant) acht 7,7-mm-Vickers-Maschinengewehrevier 227-kg-Bomben
Siehe auch Liste von Flugzeugtypen
Literatur Peter London: British Flying Boats, Sutton Publishing, 2003, ISBN 0-7509-2695-3, S. 187 f.
Kategorie:Experimentalflugzeug Kategorie:Flugboot Kategorie:Erstflug 1940 Kategorie:Zweimotoriges Flugzeug mit Kolbenmotoren