Ljudmila Jewgenjewna Titowa (; * 26. März 1946 in Tschita, RSFSR, Sowjetunion) ist eine ehemalige sowjetisch-russische Eisschnellläuferin, die für die Sowjetunion Weltmeisterin und Olympiasiegerin wurde.
Karriere Bei den Olympischen Spielen 1968 in Grenoble siegte sie über 500 Meter im Eisschnelllauf vor Mary MeyersMary Meyers in der Datenbank von Sports-Reference (englisch) aus den USA. Zudem gewann sie die Silbermedaille über 1000 Meter im Eisschnelllauf hinter der Niederländerin Carolina Geijssen. Vier Jahre später bei den Olympischen Spielen in Sapporo gewann sie die Bronzemedaille hinter Anne Henning und Wera Krasnowa. Auf der Distanz über 1000 Meter im Eisschnelllauf verpasste Titowa knapp die Bronzemedaille und belegte den vierten Platz. Ganz ohne Medaillen blieb sie bei ihren letzten Olympischen Winterspielen 1976 in Innsbruck, wo sie Platz 7 über 1000 Meter im Eisschnelllauf belegte.
Unmittelbar nach Olympia 1972 gewann sie in Eskilstuna bei der WM auch noch die Bronzemedaille im Sprint-Vierkampf. Zwei Jahre zuvor konnte sie im US-amerikanischen West Allis den Weltmeistertitel gewinnen. 1971 gewann sie bei der Mehrkampfweltmeisterschaft in Helsinki die Bronzemedaille hinter Nina StatkewitschNina Statkewitsch in der Datenbank von Sports-Reference (englisch) und Stien Kaiser.
Bei der Mehrkampfeuropameisterschaft 1971 in Leningrad gewann Titowa die Silbermedaille hinter ihrer Landsfrau Nina Statkewitsch.
Nach dem Ende ihrer sportlichen Karriere arbeitete Titowa als Sportkommentatorin beim Radio.Ljudmila Titowa auf infosport.ru (russisch)
Weltrekorde Distanz Zeit Datum Ort 1000 m 1:29,5 20px|Weltrekord 9. Januar 1970 Medeo 1000 m 1:29,0 20px|Weltrekord 20. Februar 1971 Inzell 1000 m 1:27,7 20px|Weltrekord 21. Februar 1971 Inzell
Persönliche Rekorde Distanz Zeit Datum Ort 500 m 42,35 29. März 1975 Medeo 1000 m 1:24,31 16. März 1976 Medeo 1500 m 2:14,77 21. März 1975 Medeo 3000 m 5:01,89 16. Januar 1972 Inzell
Auszeichnungen (Auswahl) miniatur|rechts|Ljudmila Titowa, Carry Geijssen und Dianne Holum (1968) 1968: 25px Verdienter Meister des Sports der UdSSR 2011: 25px Orden der Freundschaft (russisch) 25px Für „Arbeitsheldenmut“ 25px „Arbeits-Ehrenzeichen“
Expedition an den Südpol 1996 nahm Titowa an einer Meteliza-Expedition an den Südpol teil, die Expedition erreichte dabei die Amundsen-Scott-Südpolstation.10-летию перехода команды Метелица к Южному полюсу посвящается (russisch)
Familie Vater: Jewgenij Michajlowitsch Titow (1911–1982) Mutter: Nadeshda Alexandrowna Titowa (1912–1995) Ehemann: Anatolij Anatoljewitsch Samochwalow (* 1944) Söhne: Alexander (* 1983) und Alexej (* 1982)
Weblinks
Statistiken bei Speedskatingnews (englisch) Biographie Titowas auf biograph.ru (russisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Eisschnellläufer (Sowjetunion) Kategorie:Olympiateilnehmer (Sowjetunion) Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 1968 Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 1972 Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 1976 Kategorie:Universiadeteilnehmer (Sowjetunion) Kategorie:Teilnehmer der Winter-Universiade 1970 Kategorie:Olympiasieger (Eisschnelllauf) Kategorie:Weltmeister (Eisschnelllauf) Kategorie:Sieger bei den World University Games (Eisschnelllauf) Kategorie:Träger des Ordens der Freundschaft Kategorie:Verdienter Meister des Sports der UdSSR Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Russe Kategorie:Geboren 1946 Kategorie:Frau