Emö Simonyi (* 2. Juli 1943 in Budapest) ist eine Malerin ungarischer Herkunft.
Leben mini|Emö Simonyi 2011 Nach dem Besuch des Kunstgymnasiums in Budapest studierte Simonyi Malerei und Grafik von 1961 bis 1967 an der Ungarischen Akademie der Bildenden Künste in Budapest bei den Professoren Barcsay, Kádár und Konecsni. 1967 erhielt sie ihr Diplom in Malerei und Grafik und gestaltete danach als Grafikerin Plakate, Werbegrafik und Industriepavillons. 1968 gewann sie den ersten Preis beim internationalen Wettbewerb in London „Best Design of the Year“ für eine Industriegrafik. 1971 siedelte sie in die Bundesrepublik Deutschland über und arbeitete zunächst als Grafikerin in der Industrie, womit sie ihre freie künstlerische Arbeit ermöglichte. 1988 erhielt sie den Förderpreis für Bildende Kunst der Stadt München. 1990 nahm sie am „Indo-German Artist’s Camp“ des Goethe-Instituts in Kalkutta teil. Ab 1993 hatte sie 23 Jahre lang einen Lehrauftrag "Anatomie für Künstler" an der Akademie der Bildenden Künste München und von 1995 bis 2022 war sie Dozentin an der Marburger SommerakademiSommerakademie (siehe Weblinks). 1999 gründete Simonyi die Malakademie Sant’Anna in Camprena nahe Pienza in der Toskana, die sie bis 2010 leitete. 1998 und 2009 war sie Gastprofessor bei Pentiment in Hamburg und machte erste Experimente mit Papierskulpturen. Simonyi lebt und arbeitet in München, Ungarn und Italien.
Werk mini|Ohnmacht, 2001, Karton bemalt, 280 × 90 × 90 cm Ihre künstlerischen Felder sind expressive, narrative, figurative Zeichnungen und Malerei. Seit 1998 kamen dazu auch dreidimensionale bemalte Objekte aus Karton. Nachdem der Schwerpunkt von Simonyis Arbeiten zunächst auf s/w-Grafik und Zeichnung lag, verlagerte sich dieser in den 70er Jahren zu einer freien und heftigen Ölmalerei. Ihre Bilder sind Antworten auf Erlebtes oder Phantasieprodukte, meist großformatig, farbintensiv, narrativ-expressiv, oft aus ungewöhnlichen Perspektiven gemalt. Sie greift aktuelle gesellschaftliche und Umweltprobleme auf ohne mit der klassischen Maltradition zu brechen.
Einzel-Ausstellungen (Auswahl) 1979: Hong Kong Arts Centre 1986: Kleines Plakatmuseum Bayreuth mit Hannelore Kiefer 1989: Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg 1992: Vasarely-Museum, Budapest 1992: Ernst-Museum, Budapest mit Thomas Lange 1993: Galerie Ressel, Wiesbaden 1996: Der Kunstraum Ruedi Tobler, Basel 1996: Galerie im b.i.b., Hannover 1998: Kunsthalle Szombathely mini|Manhattan, 1987, Öl auf Leinwand, 240 × 380 cm
1998: Aspekte Galerie Gasteig, München 1999: Kunstverein Rosenheim - Kunstmühle 2000: Budapest Galéria, Budapest 2000: Museum Ostdeutsche Galerie, Regensburg 2002: Kunstverein Marburg mit John Fischer und Eckhard Froeschlin 2005: Galerie Stadt Sindelfingen mit Eckhard Froeschlin 2007: Balatoni Múzeum, Keszthely 2011: A Galgóczi Erzsébet Városi Könyvtár, Győr 2011: Templom Galéria, Eger, Ungarn 2011: Keller-Galerie, Weimar 2015: Kunsthaus Orplid, München; 2009, 2018 Orplid, Icking 2023: Galéria Lénia, Budapest 2024: galerie13, Freising (1990, 93, 94, 97, 2004, 08, 12, 14, 19) 2026: Städtische Galerie Pfaffenhofen a. d. Ilm mit Matthias Wurm
Gruppen-Ausstellungen (Auswahl) 1966: Ungarische Grafik-Biennale, Budapest 1967: "Quintett", Junge Ungarische Grafiker, Budapest 1982: "Arteder 82", Bilbao 1982: "Narrativ-Expresiv", Galerie der Künstler, München 1984: "Indépendants", Paris 1984: "Bayerische Kunst unserer Tage", Wien, Budapest (1986), Kairo (1988), Alexandria (1988) 1986: "Klenzestraße", München 1988: "Förderpreisträger", Lothringerstr. 13, München 1988: "Corpo", Progetto Civitella D´Agliano, Italien 1990: Goethe-Institut, Calcutta, Hyderabad, Madras, Bombay 1996: "visions of a new morning" Eine Ausstellung mit zwölf israelischen und zwölf deutschen Künstlern im Hambacher Schloß 2004: "Egyhetes", Műcsarnok Budapest 2009: "Risse in der Zeit", München, Freising (2010), Dresden (2010) 2012: "Bilderfinden", Marburger Kunstverein 2012: "Selbstverschiebung", Kunstverein Villa Streccius, Landau/Pfalz 2014: "Anarchy.Utopia.Revolution", Ludwig Museum, Budapest 2017: Faktor X, 3. Biennale der Künstler im Haus der Kunst, München 2021: Metaphysical Passage Through a Zebra, Ludwig Museum Budapest 2025: WOMENS QUOTA 02, Ludwig Museum Budapest
Auszeichnungen 1968: 1. Preis „Best Design of the Year“ in London 1988: Förderpreis für Bildende Kunst der Landeshauptstadt München 1988: Premio Civitella ’88, Civitella d’Agliano, Italien 1991: Arbeitsstipendium in Italien
Sammlungen
Niederreuther-Stiftung, Gauting Ludwig-Museum, Budapest Ungarische Nationalgalerie, Budapest Dobó István Museum, Eger, Ungarn Galerie Stadt Sindelfingen Bayerische Staatsgemäldesammlung, München Akademie der Künste, Berlin. Erwin-Piscator-Haus, Marburg
Literatur, Ausstellungskataloge Lothringer Straße 13: Kunst in Haidhausen, Haidhausen Verlag, München, 1983 Förderpreise 1988, Emö Simonyi, Monographienreihe des Kulturreferats der Landeshauptstadt München Emö Simonyi • Zeichnungen 1986–1990, Galerie Reile, München, 1991. Heinz Thiel: Emö Simonyi, Ansichten des Lebens von innen, Kunstmagazin atelier, Heft 59, 1/92. Simonyi Emő - Papírképek, Vasarely Múzeum - Budapest 1992, Augusztus 13 - Szeptember 13. visions of a new morning, Edition Braus, Heidelberg, 1996, ISBN 3-89466-166-6 Simonyi - Papierskulpturen, Kunstverein Rosenheim, Budapest Galéria, 2000, ISBN 3-9804693-9-5 Eckhard Froeschlin – Emö Simonyi, Galerie Stadt Sindelfingen, 2005, ISBN 3-928222-41-4 Emö Simonyi "Malerei und Zeichnung", Kunsthaus Orplid München, 2015 Emö Simonyi - Zeitreise, galerie13, Freising, 2019
Weblinks Marburger-Sommerakademie www.simonyi.net Webauftritt Emö Simonyis
galerie13 Freising, Ausstellungspräsentation 14.9.-2.11.2024
Einzelnachweise, Quellen
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