mini|Candi Staton (2012) Candi Staton (* 13. März 1940 als Canzetta Maria Staton in Hanceville, AlabamaBiografie, IMDB) ist eine US-amerikanische Soul- und Gospel-Sängerin. Ihren größten Erfolg feierte sie in der zweiten Hälfte der 1970er Jahre, als sie ihren Stil für einige Jahre zur Disco-Musik hin veränderte und mit Young Hearts Run Free einen internationalen Hit landete.

Karriere Candi Staton wuchs in einem christlichen Internat in Nashville auf, wo sie im Jewel Gospel Trio sang. Anregung und Vorbilder fand sie bei regelmäßigen Tourneen mit Soulstars wie Aretha Franklin und Mahalia Jackson. 1970 erschien bei dem Plattenlabel Fame Statons Debütalbum I’m Just a Prisoner.. Abgerufen am 5. April 2024. In den folgenden Jahren stieg sie zu einer der erfolgreichsten Sängerinnen des Southern Soul auf. Mit ihrer Version des Tammy-Wynette-Hits Stand by Your Man (1970) gelang ihr ebenso ein Hit wie mit I’d Rather Be an Old Man’s Sweetheart (Than a Young Man’s Fool) (1969), Sweet Feeling (1970) und He Called Me Baby (1971). Alle Titel erreichten die Top-10 der amerikanischen R&B-Charts. Auch eine Coverversion des Elvis-Presley-Klassikers In the Ghetto (1972) sorgte für Aufmerksamkeit. Zwei Mal wurde sie in jenen Jahren für den Grammy nominiert, 1970 und 1972, jeweils für „die beste weibliche R&B-Gesangsleistung“.The Awards Insider, Los Angeles Times 1974 wechselte Staton von Fame zu Warner, dort gelang ihr mit As Long as He Takes Care of Home noch im gleichen Jahr ein weiterer Top-10-Hit in den R&B-Charts.

Ab 1974 wandte sich Staton der Pop- und Disco-Musik zu und landete 1976 mit dem von Dave Crawford geschriebenen und produzierten Titel Young Hearts Run Free ihren größten Hit. Unter anderem stand sie damit auf Platz 2 in Großbritannien und in den Top 20 der USA. In den R&B-Charts erreichte sie sogar Platz 1. Bis 1982 blieb sie dem Disco-Genre mehr oder weniger treu, Songs wie Run to Me, Destiny (1976), Victim (1978), When You Wake Up Tomorrow (1979) und Looking for Love (1980) waren ihre weiteren Hits in den amerikanischen Disco-Charts. Eine Coverversion des Bee-Gees-Hits Nights on Broadway war ihr zweiter und letzter Top-10-Hit in den britischen Charts. Dort gelang ihr 1982 mit einem weiteren Cover, Elvis Presleys Suspicious Minds, immerhin noch einmal ein Top-40-Hit.

Danach besann sie sich wieder auf ihre Wurzeln, sang Gospel und engagierte sich in christlichen TV-Sendungen. Es erschienen darüber hinaus zahlreiche Alben mit christlicher Musik, die ihr zwei weitere Grammy-Nominierungen in den Jahren 1983 (Make Me an Instrument) und 1986 (Sing a Song) einbrachten. Diesmal jedoch in der Kategorie „Beste Soul-Gospel-Performance“.

Nur noch selten nahm Staton Platten außerhalb des Gospel-Genres auf. Ein bemerkenswerter Song entstand 1986: You Got the Love, einer Zusammenarbeit mit The Source. Das Stück war zunächst wenig erfolgreich, beispielsweise als Statons letzter, unrühmlicher Eintrag in den R&B-Charts (Platz 88). Erst ein Mix im Jahre 1991 brachte den Erfolg: Platz 4 in Großbritannien. Noch zwei weitere Male platzierten sich Mixe des Songs in den Top 10 des Vereinigten Königreichs (1997 Platz 3, 2006 Platz 7). Am 22. Februar 2004 untermalte eine Version des Liedes außerdem die Abschlussszene der letzten Folge der Serie Sex and the City.Details zum Song,78s.ch

1999 nahm Staton die Dance-CD Outside In auf, ihr erstes „weltliches“ Album in 17 Jahren. Die ausgekoppelte Single Love on Love war noch im selben Jahr ebenso ein Hit in Großbritannien wie ein Remix von Young Hearts Run Free. Mit dem Album His Hands nahm Staton 2006 ein von der Musikpresse viel beachtetes traditionelles R&B-Album auf, ein weiteres folgte 2009 mit Who’s Hurting Now? Im gleichen Jahr war es erneut You Got the Love, das viel Aufmerksamkeit erhielt, diesmal in Form einer Coverversion von Florence + the Machine.

Privat Candi Staton war dreimal verheiratet. Zwischen 1959 und 1968 war sie mit Joe Williams verheiratet. Aus dieser Ehe gingen vier Kinder hervor. Die zweite Ehe mit dem blinden R&B-Sänger Clarence Carter hielt nur von 1970 bis 1973. Auch aus dieser Ehe hat die Sängerin ein Kind. Zuletzt war Staton von 1979 bis 1998 mit John Sussewell verheiratet.

Diskografie

Alben

Weitere Studioalben 1972: Candi Staton (Fame) 1982: Nightlites (Sugar Hill) 1983: Make Me an Instrument (Beracah) 1985: The Anointing (Beracah) 1987: Sing a Song (Beracah) 1988: Love Lifted Me (Beracah) 1989: Stand Up and Be a Witness (Beracah) 1991: Standing on the Promises (Beracah) 1993: I Give You Praise (Beracah) 1995: It’s Time (Beracah) 1997: Cover Me (Beracah) 1999: Outside In (React) 2000: Here’s a Blessing (Beracah) 2001: Glorify (Beracah) 2001: Christmas in My Heart (Beracah) 2002: Proverbs 31 Woman (Beracah) 2006: His Hands (Honest Jons) 2008: I Will Sing My Praise to You (Beracah) 2009: Who’s Hurting Now? (Honest Jons) 2014: Life Happens (Beracah)

Kompilationen 1981: Greatest Hits 1986: Tell It Like It Is (Splitalbum, B-Seite: Bettye Swann) 2001: The Best of Candi Staton 2011: Evidence: The Complete Fame Records Masters (2 CDs)

Singles

Weitere Singles 1967: Now You’ve Got the Upper Hand 1970: Evidence 1971: Too Hurt to Cry 1974: We Can Work It Out 1975: Love Chain 1977: Music Speaks Louder Than Words 1978: I’m Gonna Make You Love Me 1979: Chance 1979: I Ain’t Got Nowhere to Go 1980: The Hunter Get Captured by the Game 2000: I Just Can’t Get to Sleep at All 2004: Pépé Bradock Mixes 2006: His Hands 2006: I’ll Sing a Love to You 2006: When Will I? 2011: One More Hurt 2012: Hallelujah Anyway 2014: Whadda You Want

Gastbeiträge

Weitere Gastbeiträge 1972: If You Can’t Beat ’Em (Clarence Carter and Candi) 2000: Suspicious Minds (Funky G feat. Candi Staton) 2002: Doo Doo Wop (Paul Johnson feat. Candi Staton) 2008: You Got the Love (Bootmasters & Eric SSL feat. Candi Staton) 2010: Revolution (DarkStarr Mixes) (Mavis feat. Candi Staton)

Auszeichnungen für Musikverkäufe Goldene Schallplatte

2013: für die Single Hallelujah AnywayPlatin-Schallplatte

2024: für die Single Young Hearts Run Free

Literatur Rick Hall: The Man from Muscle Shoals. My Journey from Shame to Fame. Monterey 2015, ISBN 978-1-942603-26-9 (englisch).

Weblinks

Offizielle Website Musikbeispiele Candi Staton: Candi Staton: Candi Staton:

Einzelnachweise

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