Die Wild Bunch AG mit Sitz in Berlin ist ein deutsches Filmproduktions- und Verleihunternehmen.
Geschichte miniatur|Logo von SENATOR Entertainment AG Bis zum 8. Juli 2015 hieß die Firma SENATOR Entertainment AG, welche seit den 1970er Jahren deutsche und internationale Kinofilme über seine operativen Töchter Senator Film Produktion und Senator Film Verleih produzierte und verlieh. Weitere Aktivitäten betrieb die Senator-Gruppe in den Bereichen Fernsehen und Musik. Im Frühjahr 2004 musste das Unternehmen vorübergehend Insolvenz anmelden. Die Schulden beliefen sich zu diesem Zeitpunkt auf 168 Millionen Euro. Die Firma war wegen großer Zerwürfnisse innerhalb des Bankenkonsortiums in Schwierigkeiten geraten. So konnte die Fortsetzung des Unternehmens nicht mehr finanziert werden. Unter einem neuen Management gelang jedoch eine Sanierung, so dass zum 1. April 2006 die Entlassung aus der Insolvenz erfolgte und ein unternehmerischer Wachstumskurs eingeleitet wurde.
Wie das Unternehmen in der zweiten Jahreshälfte 2008 ankündigte, wird ein Schwerpunkt in der Strategie der Senator Entertainment AG zukünftig in der Eigen- und Ko-Produktion deutscher Filme liegen.
Im Juni 2007 stieg Senator Entertainment durch die Übernahme von 51 % der Pro GmbH, die von Alfred Biolek und Friedrich Küppersbusch gegründet wurde, in das Fernsehgeschäft ein.
Mit der unabhängigen französischen Verleih- und Produktionsgesellschaft Wild Bunch betreibt Senator Entertainment eine enge Kooperation. Hierzu wurde am 18. Dezember 2007 über die Veräußerung von 50 % an der Senator-Tochter Central Film Verleih ein Joint Venture zwischen beiden Unternehmen geschaffen. Unter anderem beinhaltet die Zusammenarbeit die Auswertung der Produktionen von Wild Bunch auf dem deutschen Markt über den Central Film Verleih.
Von 2000 bis 2008 hielt Senator Entertainment eine 50,1-%-Beteiligung an der Berliner X Filme sowie 25 % des Berliner X-Verleihs.
Mit dem französischen Überraschungserfolg Ziemlich beste Freunde von 2011 erzielte Senator seine bisher höchsten Einnahmen, der Film spielte in Deutschland mehr als 85 Millionen US-Dollar ein. Daraufhin wurde die Produktion weiterer Filme verstärkt finanziert.
Den Erfolg von Ziemlich beste Freunde in den Zahlen von 2011 und 2012 konnte Senator nicht wiederholen. Das Unternehmen investierte trotzdem, jedoch brach der Erlös 2013 um die Hälfte gegenüber dem Vorjahr ein. Es entstand ein massiver Verlust, der das Eigenkapital nahezu vollständig aufzehrte.Kino-Zeit: "Under the Skin" und die Gegenwart des Filmvertriebs - Ein Kommentar, 3. Mai 2014 Die finanzielle Situation des Unternehmens galt als Grund dafür, warum Senator Under the Skin mit Scarlett Johansson in der Hauptrolle, trotz des großen Erfolgs in den Vereinigten Staaten und Großbritannien nicht in die deutschen Kinos bringen wollte. Der Verleih konnte die nach eigenen Angaben mittlerweile sechsstelligen Marketingkosten für einen nationalen Kinostart nicht mehr finanzieren. Under the Skin kam in Deutschland im Oktober 2014 schließlich lediglich auf Blu-ray und DVD heraus.
Am 25. Juli 2014 wurde bekannt, dass Senator sich mit dem französischen Independentfilmvertrieb Wild Bunch S.A. zusammenschließen will., kino-zeit.de vom 25. Juli 2014, abgerufen am 25. Juli 2014
Am 8. Juli 2015 gab die Firma bekannt, dass sie sich in Wild Bunch AG umbenannt hat.Aus Senator Entertainment AG wird Wild Bunch AG, wildbunch.eu vom 8. Juli 2015, abgerufen am 3. Oktober 2015
Kennzahlen Im Geschäftsjahr 2009 erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von 33,1 Mio. Euro.DGAP-Adhoc: Senator Entertainment AG 2011 lag der Umsatz bei 28,49 Mio. Euro, 2012 bei 55,16 Mio. Euro und 2014 bei 20,4 Mio. Euro.
Filmografie (Auswahl) Der erste von Senator selbst produzierte Film war Manta – Der Film von Michael Arnal & Xao Seffcheque (Buch) und Peter Timm (Regie). Der Film belegte 1991 mehrere Wochen Platz 1 der Kinohitparade und lief seither mehr als 20 mal in verschiedenen deutschen Fernsehprogrammen.
Zu den von der Senator Film produzierten oder verliehenen Filmen gehören: 1995: Schlafes Bruder 1997: Praxis Dr. Hasenbein 1999: Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding 2000: Chocolat – Ein kleiner Biss genügt 2000: Im Juli 2001: Lammbock – Alles in Handarbeit 2002: Was nicht passt, wird passend gemacht 2003: Das Wunder von Bern 2005: Merry Christmas 2006: Wo ist Fred? 2007: Vollidiot 2007: Death Proof – Todsicher 2007: Zimmer 1408 2007: Planet Terror 2007: Für den unbekannten Hund 2007: Der Nebel 2008: Superhero Movie 2008: Wolke 9 2008: Zurück im Sommer 2009: Der Vorleser 2009: The Forbidden Kingdom 2009: Religulous 2009: Public Enemy No. 1 – Mordinstinkt 2009: Public Enemy No. 1 – Todestrieb 2009: Che – Revolución 2009: Che – Guerrilla 2009: Der kleine Nick 2010: Enter The Void 2011: Ziemlich beste Freunde 2012: Sinister 2012: Killing Them Softly 2012: Der Geschmack von Rost und Knochen 2012: Spring Breakers 2012: Ein Mordsteam 2012: Die Jagd 2013: Dead Man Down 2013: The Grandmaster 2013: Die schönen Tage 2013: Blau ist eine warme Farbe 2013: Die Pute von Panem – The Starving Games 2013: More than Honey 2014: Wish I Was Here 2014: Heute bin ich Samba 2014: Leviathan (2014) 2014: The Best of Me – Mein Weg zu dir 2014: Broadway Therapy 2015: 3 Türken und ein Baby 2015: Becks letzter Sommer 2015: Victoria (2015) 2015: Sinister 2 2015: Der letzte Wolf 2016: Ballerina 2019: Mein Lotta-Leben – Alles Bingo mit Flamingo! 2021: Das Ereignis 2023: Fast Charlie
Weblinks Webseite der Wild Bunch AG Dezember 2008: Restrukturierung: Senator Entertainment gerettet
Einzelnachweise
Kategorie:Filmgesellschaft (Deutschland) Kategorie:Filmverleih (Deutschland) Kategorie:Medienunternehmen (Berlin) Kategorie:Unternehmen im CDAX Kategorie:Film (Berlin) Kategorie:Unternehmensgründung 1979