mini|John und Doris Naisbitt, 2007John Naisbitt (* 15. Januar 1929 in Salt Lake City, Utah, Vereinigte Staaten; † 8. April 2021 in Velden am Wörther See, Kärnten, ÖsterreichSimone Hoepke: Zukunftsforscher John Naisbitt gestorben. In: Kurier, 9. April 2021. Abgerufen am 9. April 2021.) war ein US-amerikanischer Autor mit dem Themenschwerpunkt Trend- und Zukunftsforschung. Die bekannteste Publikation Naisbitts ist sein Erstlingswerk Megatrends, das nach seinem Erscheinen im Jahr 1982 monatelang die Bestsellerlisten dominierte und von dem 14 Millionen Exemplare in 57 Ländern abgesetzt wurden. Darin prophezeite er eine Transition von der Industrie- zur Informationsgesellschaft und erläuterte die Globalisierung.

Leben Naisbitt wuchs in Glenwood im US-Bundesstaat Utah auf. Er studierte Politikwissenschaften in Harvard, an der Cornell University und der University of Utah. Später war Naisbitt stellvertretender Bildungsminister unter John F. Kennedy und Special Assistant für Lyndon B. Johnson. Außerdem war er als Unternehmer bei IBM und Eastman Kodak tätig. Ab 1982 stand er als Redner im Rampenlicht internationaler Veranstaltungen. Neben seiner Vortragstätigkeit in aller Welt galt der überwiegende Teil seines Wirkens einer Analyse der wirtschaftlichen Entwicklung der Volksrepublik China.

John Naisbitt war Chairman des Naisbitt China Institute in Tianjin, Professor an der Nankai-Universität und der Tianjin University of Finances and Economics sowie Vorstandsmitglied der Asia Business School Tianjin. Er war Gastprofessor in Harvard und an der Staatlichen Universität Moskau sowie Fakultätsmitglied der Universität Nanjing in China. Er wurde als erster Nichtasiat als Distinguished International Fellow am Institute of Strategic and International Studies in Malaysia aufgenommen. Naisbitt war Berater von Spitzenpolitikern und Wirtschaftsbossen, unter anderem hielt er sich ein Jahr in Thailand als Berater der Königlich Thailändischen Regierung auf.

Die private Hochschule Univerzited Megatrend in Belgrad wurde 2015 nach ihm in John-Naisbitt-Universität umbenannt, nachdem es Kontroversen um die Universität gegeben hatte. 2017 wurde sie wieder in Univerzited Megatrend zurückbenannt.

John Naisbitt lebte zusammen mit seiner österreichischen Frau Doris, die er im Jahr 2000 geheiratet hatte, in Wien und Tianjin.

Werke

Auszeichnungen Träger von 15 Ehrendoktoraten in Technik, Wissenschaft und Philosophie

Weblinks

John & Doris Naisbitt – international speakers and bestseller authors Offizielle Website (englisch) (englisch) Edward Iwata: (PDF) In: USA Today 8. Juli 2007 (englisch) Christian Höller: (PDF) Nach Post und Bahn werden als Nächstes die Währungen privatisiert. Davon ist Zukunftsforscher John Naisbitt überzeugt. Im FTD-Interview umreißt er die Welt von übermorgen. In: Financial Times Deutschland 12. März 2007. Wolfgang Stock: Mein Gott, welch eine großartige Zeit!: In memoriam John Naisbitt 1929–2021

Einzelnachweise

Kategorie:Futurologe Kategorie:Hochschullehrer (Tianjin) Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1929 Kategorie:Gestorben 2021 Kategorie:Mann