Tarko-Sale (/ ) ist eine russische Stadt im Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen mit Einwohnern (Stand ).

Geographie mini|links|Gebäude der Rajonverwaltung Tarko-Sale liegt im Westsibirischen Tiefland, etwa 550 Kilometer östlich (Luftlinie) der Kreishauptstadt Salechard und südöstlich von Nowy Urengoi. Die Stadt liegt am Fluss Pjakupur, der sich vier Kilometer flussabwärts mit dem Aiwassedapur zum Pur vereinigt.

Tarko-Sale ist Verwaltungszentrum des Rajons Purowski.

Geschichte Tarko-Sale ist einer der ältesten Orte der Region. Der Name des 1932 gegründeten Ortes wurde vom nenzischen talka salja mit der Bedeutung Ansiedlung auf einer Landspitze (zwischen zwei Flüssen) abgeleitet.

Im Zusammenhang mit der beginnenden Erschließung der Erdöl- und Erdgasvorkommen der Region in den 1970er Jahren wuchs die Siedlung schnell und erhielt 1976 den Status einer Siedlung städtischen Typs. Am 23. März 2004 wurden die Stadtrechte verliehen.

Bevölkerungsentwicklung Jahr Einwohner 1939 423 1959 944 1970 2.703 1979 6.216 1989 17.400 2002 18.517 2010 20.398 Anmerkung: Volkszählungsdaten

Kultur und Sehenswürdigkeiten In Tarko-Sale befindet sich das Heimatmuseum des Rajons Pur.

Wirtschaft und Infrastruktur Hauptwirtschaftszweig der Stadt ist die Erdgasförderung und -verarbeitung. Hier hat der nach Gazprom zweitgrößte, RTS-gelistete Erdgasproduzent Russlands Novatek seinen Sitz.

Etwa zehn Kilometer westlich der Stadt liegt deren Bahnhof Purowsk der auf diesem Abschnitt 1985 eröffneten Eisenbahnstrecke Tjumen–Surgut–Nowy Urengoi. Die Stadt ist mit der Eisenbahnstation und der ebenfalls am jenseitigen, linken Ufer des Pjakupur verlaufenden Straße Surgut–Nowy Urengoi bisher nur über eine Pontonbrücke bzw. im Winter eine Eisstraße verbunden.

Tarko-Sale besitzt einen kleinen Flusshafen am Pjakupur sowie einen Flughafen (IATA-Code TQL, ICAO-Code USDS).

Einzelnachweise

Weblinks

Informationen über den Rajon Pur (englisch) Tarko-Sale auf mojgorod.ru (russisch)

Kategorie:Ort im Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen Kategorie:Stadtrechtsverleihung 2004