Sophie Maintigneux (* 1961 in Paris) ist eine deutsch-französische Kamerafrau und Professorin für Bildgestaltung Film an der Kunsthochschule für Medien Köln.

Leben Im Alter von 23 Jahren war sie als Kamerafrau für Éric Rohmers Das grüne Leuchten tätig. Der Film erhielt 1986 in Venedig einen Goldenen Löwen. 1987 realisierte sie für Jean-Luc Godard den Film King Lear. 1990 wurde Maintigneux mit dem Deutschen Kritikerpreis ausgezeichnet. 2001 erhielt sie auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis den Femina-Filmpreis für L’amour, l’argent, l’amour.

Seit 1988 lebt sie in Berlin, wo sie neben ihrem Filmschaffen an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin DFFB lehrt.

Im Jahr 2015 gab es eine gerichtliche Auseinandersetzung zwischen ihr und dem Kuratorium der DFFB wegen einer von ihr dort angestrebten Direktorenstelle. Ein Berliner Gericht hat in ihrem Sinne im Eilverfahren angeordnet, dass dieser Posten bis zum Entscheid im Hauptverfahren nicht besetzt werden darf.10. April 2015 in Der Tagesspiegel Maintigneux ist der Meinung, dass die Auseinandersetzung vor allem darum geht, ob die DFFB eher künstlerisch oder eher kommerziell ausgerichtet sein wird, wobei sie für sich die erstgenannte Option bevorzugtIm ausführlichen Interview über ihre Rolle, und die von Frauen überhaupt, im Filmbetrieb; in: Emma H. 4, Juli-August 2015, S. 66–68.

Filmografie (Auswahl) 1985: Das grüne Leuchten (Le Rayon vert) 1986: Vier Abenteuer von Reinette und Mirabelle (Quatre aventures de Reinette et Mirabelle) 1987: King Lear 1989: Überall ist es besser, wo wir nicht sind 1990: Winckelmanns Reisen 1991: Liebe auf den ersten Blick 1991: Ostkreuz 1992: Das Feuer – Das Herz in beiden Händen 1993: Frankie, Jonny & die anderen 1994: Abbie Conant – Allein unter Männern 1995: Küß mich! 1997: Nach dem Spiel 1998: F. est un salaud 1999: Mit Haut und Haar 1999: Zornige Küsse 2000: L’Amour 2001: Gotteszell – Ein Frauengefängnis 2001: Heidi M. 2001: Venus Boyz 2002: Damen und Herren ab 65 2002: Ich werde reich und glücklich 2003: NeuFundLand 2003: Liebe dich…! 2003: Liebe und Verlangen 2005: Schattenväter 2005: Siehst Du mich? 2006: Krieg der Frauen 2007: Hannah 2008: Die dünnen Mädchen 2009: Alter und Schönheit 2009: Fräulein Stinnes fährt um die Welt 2011: Michel Petrucciani – Leben gegen die Zeit 2012: Mark Lombardi – Kunst und Konspiration 2013: Rosie 2014: Sternstunde ihres Lebens 2014: Das Zimmermädchen Lynn 2018: draußen 2018: Mario 2025: Germaine Acogny – Die Essenz des Tanzes (Germaine Acogny – The Essence of Dance)

Auszeichnungen (Auswahl) 1991: Preis der Deutschen Filmkritik 2003: Deutscher Kamerapreis für Damen und Herren ab 65 2009: Deutscher Kamerapreis für Die dünnen Mädchen 2021: Ehrenpreis des Deutschen Kamerapreises

Weblinks

taz-Interview mit Sophie Maintigneux

Einzelnachweise

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