Quérénaing ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Nord in der Region Hauts-de-France. Sie gehört zum Kanton Aulnoy-lez-Valenciennes und zum Gemeindeverband Valenciennes Métropole.
Geografie Die Gemeinde Quérénaing liegt acht Kilometer südlich von Valenciennes, und 13 Kilometer südwestlich der Grenze zu Belgien. Umgeben wird Quérénaing von den Nachbargemeinden Famars im Norden, Artres im Osten, Vendegies-sur-Évcaillon im Süden, Sommaing und Verchain-Maugré im Südwesten, Monchaux-sur-Écaillon im Westen sowie Maing im Nordwesten.
Geschichte Quérénaing wurde im 12. Jahrhundert zum ersten Mal im Kopialbuch des Klosters Notre-Dame de Condé in Condé-sur-l’Escaut erwähnt.Histoire auf querenaing.fr (französisch). Der Ortsname wurde im Laufe der Zeit Kierinaing, Kiereneng, Kirignin und Kerinen geschrieben. Er ist germanischen Ursprungs. 1340 wurde der Ort von französischen Truppen während der Belagerung von Valenciennes im Hundertjährigen Krieg gebrandschatzt. 1554 wurde die Kirche von Quérénaing im Laufe des Machtkampfs zwischen dem römisch-deutschen Kaiser Karl V. und Heinrich II. von Frankreich um den Besitz des Hennegaus abgebrannt und viele Einwohner getötet. Die Ortschaft fiel erst 1678 durch den Frieden von Nimwegen an Frankreich. Im Juli 1793 plünderten österreichische Truppen die Ortschaft, verbrannten viele Häuser und zerstörten das Schloss. Am 12. März 1876 brach der Glockenturm aufgrund eines Unwetters in sich zusammen. Im Ersten Weltkrieg, am 25. August 1914, wurden 21 Dorfbewohner im Verlauf eines Scharmützels zwischen deutschen Truppen und französischen Grenzbeamten erschossen und das Dorf angezündet. Im Zweiten Weltkrieg zerstörte ein explodierender Munitionslastwagen alle Kirchenfenster.
Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2012 2021Einwohner 730 797 763 766 717 814 911 940 861 Quellen: Cassini und INSEE
Sehenswürdigkeiten Kirche Saint-Landelin
Wappen Wappenbeschreibung: „In Gold ein durchgehendes rotes Dornenkreuz.“
Wirtschaft Die Gemeinde ist von Äckern und Weiden umgeben. Haupterwerbszweige der Querénaingeois sind Ackerbau und Futtermittelherstellung.Les agriculteurs auf querenaing.fr (französisch). Es werden vor allem Zuckerrüben und Getreide angebaut.
Gemeindepartnerschaft Seit dem 3. Juni 1990 hat Quérénaing eine Städtepartnerschaft mit dem Stadtteil Boke der Stadt Delbrück im Kreis Paderborn.
Siehe auch Liste der Monuments historiques in Quérénaing
Literatur Le Patrimoine des Communes du Nord. Band 2. Flohic Editions, Paris 2001, ISBN 2-84234-119-8, S. 1673.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in Hauts-de-France Kategorie:Zerstört im Ersten Weltkrieg Kategorie:Träger des Croix de guerre 1914–1918 (Ort in Frankreich) Kategorie:Ersterwähnung im 12. Jahrhundert