Mario Stecher (* 17. Juli 1977 in Eisenerz) ist ein ehemaliger österreichischer Nordischer Kombinierer.

Leben Stecher startete für den WSV Eisenerz und war von 1991 bis 2015 im ÖSV-Team. Er war unter den Kombinierern als starker Springer bekannt. Im Nachwuchsbereich gewann er bei den Juniorenweltmeisterschaften 1994 in Breitenwang Gold im Einzel und Bronze mit der Mannschaft. Bei den Juniorenweltmeisterschaften 1995 im schwedischen Gällivare konnte er mit der österreichischen Mannschaft Weltmeister werden und gewann Silber im Einzel.

Am 4. Dezember 1993 gab Stecher sein Debüt im Weltcup und belegte den 7. Rang. Gleich bei seinem zweiten Rennen feierte er seinen ersten von bisher zwölf Weltcupsiegen und war damit 1994 mit 16 Jahren der jüngste Sieger am legendären Holmenkollen.

Stecher nahm an sechs Olympischen Spielen teil, 1994 in Lillehammer, 1998 in Nagano (4. Platz Mannschaft, 8. Platz Einzel), 2002 in Salt Lake City (Bronze mit der Mannschaft, 6. Platz im Einzel), in Turin 2006 (Gold mit der Mannschaft) und in Vancouver 2010 (Gold mit der Mannschaft). Beim Staffelbewerb in Turin 2006 war Stecher der Schlussläufer Österreichs. Es gelang ihm, den führenden Deutschen Jens Gaiser – der zwar ein guter Springer, aber schwächer in der Loipe war – noch abzufangen. In Vancouver 2010 gelang es Mario Stecher wieder als Schlussläufer den Titel von Turin erfolgreich zu verteidigen. Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2011 in Oslo gewann Stecher mit der Mannschaft sowohl von der Normal- als auch von der Großschanze die Goldmedaille. In beiden Bewerben ging er wieder als Schlussläufer in die Loipe und lieferte sich einen Zielsprint gegen den deutschen Tino Edelmann. Beide Male setzte sich Stecher um wenige Zentimeter durch. Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi, bei denen er als Fahnenträger das österreichische Team anführte, gewann er im Teambewerb die Bronzemedaille. Am 27. Februar 2015 gab Mario Stecher im Rahmen der nordischen Skiweltmeisterschaften in Falun, für die er nicht im ÖSV-Kader berücksichtigt wurde, sein Karriereende bekannt.

2015 veröffentlichte Mario Stecher das Buch Ausdauernd erfolgreich.„Ausdauerend erfolgreich“: Ombiniererlegende Mario Stecher präsentierte sein erstes Buch in Wien. sportaktiv.com vom 25. April 2015

Am 3. April 2018 wurde bekanntgegeben, dass Stecher künftig als Nachfolger von Ernst Vettori als sportlicher Leiter für Skispringen und Nordische Kombination des ÖSV tätig sein wird. Seit Mai 2024 ist er als Sportdirektor für alle Sparten des ÖSV tätig.

Seit 7. Juni 2008 ist Stecher mit der ehemaligen Skirennläuferin Carina Raich verheiratet.https://archive.today/2012.07.29-153821/http://sportv1.orf.at/?href=http://sportv1.orf.at/ticker/282857.html Sie haben zwei gemeinsame Söhne. raich.at, Februar 2013

Sportliche Erfolge Olympische Spiele Datei:Header olympic box2.gif   Disziplin Platz

Weltmeisterschaften Thunder Bay 1995: 5. Team NH Trondheim 1997: 3. Team NH Ramsau 1999: 25. Gundersen, 7. Team NH, 2. Sprint Lahti 2001: 2. Team NH Oberstdorf 2005: 25. Gundersen, 17. Sprint Sapporo 2007: 12. Sprint, 4. Team LH, 18. Gundersen Liberec 2009: 22. Massenstart, 10. Gundersen NH, 5. Team LH, 17. Gundersen LH Oslo 2011: 29. Gundersen NH, 1. Team NH, 10. Gundersen LH, 1. Team LH Val di Fiemme 2013: 2. Gundersen NH

Weltcup 43 Podestplatzierungen, davon 12 Siege: Nr. Datum Ort Land Disziplin 1 15. Jänner 1994 Oslo Gundersen 2 18. Februar 1996 Murau Gundersen 3 29. Dezember 1996 Oberwiesenthal Sprint 4 18. Jänner 1997 St. Moritz Gundersen 5 1. Februar 1997 Hakuba Gundersen 6 13. Dezember 1997 Steamboat Springs Gundersen 7 10. März 1998 Falun Sprint 8 27. November 2005 Kuusamo Sprint 9 7. Februar 2009 Seefeld Gundersen 10 31. Jänner 2010 Seefeld Gundersen 11 18. Dezember 2010 Ramsau Gundersen 12 19. Dezember 2010 Ramsau Gundersen

1. Rang Juniorenweltmeisterschaften 1994 4 Siege beim Sommer-GP 13-facher Österreichischer Meister

Auszeichnungen (Auszug) 2001: Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik ÖsterreichAufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB) 2006: Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich Goldenes Ehrenzeichen des Landes Steiermark

Weblinks

Website von Mario Stecher

Einzelnachweise

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