Heinz Wemper (* 8. Juni 1903 in Hattingen; † 15. Mai 1985) war ein deutscher Schauspieler.

Leben In seinem ersten Film „Das Schiff der verlorenen Menschen“ (1929) agierte er neben Marlene Dietrich. Ab 1929 drehte Wemper zwei Filme im Jahr, wie (1937) an der Seite von Hans Albers und Heinz Rühmann „Der Mann, der Sherlock Holmes war“. In dem großen Kinoerfolg „Tanz auf dem Vulkan“ mit Gustaf Gründgens (1938) brillierte er in einer seiner Paraderollen. mini|Ehemaliges Kino „Carpe diem“ in Reinbek, kurz vor dem Abriss Sein künstlerisches Schaffen änderte sich in der Nachkriegszeit in erster Linie in Richtung der Theaterbühne. Bereits als junger Theaterschauspieler hatte er sich als Faust einen großen Namen auf deutschen Bühnen gemacht. Er arbeitete ebenso sehr erfolgreich in der Nachkriegszeit als Film-Regisseur. 1960 schuf Wemper einen bis dahin völlig neuen Filmtheatertyp, das „Totalfilmtheater“ in Reinbek bei Hamburg. Wenige Jahre nach Eröffnung des „Carpe Diem“ übernahmen viele deutsche und ausländische „Filmtheater-Neueröffnungen“ sein Patent. Wemper räumte mit der starren und planen Bildwand eines herkömmlichen Kinos auf. Er kreierte als erster die „Halbrunde Bildwand“ und bot somit dem Publikum einen erheblich größeren Filmgenuss als bisher.

Heinz Wemper war in erster Ehe verheiratet mit der Schauspielkollegin Hela Gruel, diese Ehe blieb kinderlos. 1942 heiratete er Gerda Doerk und wurde Vater von drei Kindern, zwei Mädchen (Thordis + Alrun) und einem Sohn (Timm-Hagen).

Filmografie (Auswahl) 1929: Das Schiff der verlorenen Menschen 1932: Theodor Körner 1932: Glück über Nacht 1933: Der Polizeibericht meldet 1933: Die Unschuld vom Lande 1934: Meine Frau, die Schützenkönigin 1934: Gold 1935: Das Mädchen Johanna 1935: Schwarze Rosen 1935: Zigeunerbaron 1936: Der Kurier des Zaren 1936: Moskau – Shanghai 1937: Der Mann, der Sherlock Holmes war 1938: Tanz auf dem Vulkan 1938: Sergeant Berry 1938: Mordsache Holm 1941: Stukas 1942: GPU 1943: Akrobat schö-ö-ö-n 1966: Lautlose Jagd – Der Drilling 1966: Die Ermittlung 1966: Hafenpolizei (Fernsehserie) – Juwelen nach Maß 1967: Dreizehn Briefe (Fernsehreihe, zwei Folgen)

Literatur In Reinbek erschien 1962 von Heinz Wemper das Essay Das Carpe diem und ich (Verl. d. Monatsblätter, Bühnen- u. Filmvorschau).

Weblinks

„Heinz Wemper“ Reinbeker Profile (Museumsverein Reinbek)

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