Alexander Dück (* 22. April 1980 in Karaganda, Kasachische SSR) ist ein ehemaliger deutsch-kasachischer Eishockeyspieler, der zuletzt bis April 2026 als Cheftrainer der Bietigheim Steelers in der DEL2 tätig war. Als Spieler war er unter anderem für die Schwenninger Wild Wings, Krefeld Pinguine, Iserlohn Roosters und Hamburg Freezers in der Deutschen Eishockey Liga aktiv.

Karriere Nachdem er in jungen Jahren als Aussiedler nach Deutschland gekommen war, begann der Verteidiger seine Karriere in der Jugendmannschaft des Schwenninger ERC, wo er zu den talentiertesten Spielern gehörte und als 17-Jähriger zur Saison 1997/98 in die zweite Mannschaft des SERC aufrückte. In 27 Oberliga-Partien dieses Jahres erzielte Dück zwei Tore und fünf Scorerpunkte, woraufhin er erstmals in den Kader der deutschen Juniorennationalmannschaft berufen wurde. Bei der U20-Weltmeisterschaft absolvierte der Abwehrspieler sechs Partien für Deutschland, in denen er mit einem Tor, 3 Punkten und 8 Strafminuten – vor allem jedoch aufgrund seiner Defensivstärke – zu den absoluten Stützen des Teams zählte. Zudem wurde der Kasachstandeutsche vom damaligen Schwenninger Trainer Ron Ivany erstmals bei der Profimannschaft in der Deutschen Eishockey Liga eingesetzt und konnte dabei in 10 Spielen mit einem Assist seinen ersten Punkt in der höchsten deutschen Eishockeyliga verbuchen.

Nachdem er den Rest der Spielzeit wieder bei den Junioren verbracht hatte, bekam Dück unter dem neuen Trainer Rich Chernomaz in der Saison 1999/2000 mehr Eiszeit in der DEL, wo er mit den zuvor hoch gewetteten Wild Wings die Play-offs klar verpasste. In der Abstiegsrunde kam der Abwehrspieler schließlich vermehrt zum Einsatz und verbuchte in acht Spielen seinen zweiten DEL-Assist sowie vier Strafminuten.

In einer Mannschaft der „jungen Wilden“ mit Spielern wie Marcel Goc, Thomas Greilinger oder Markus Janka spielte Dück im folgenden Jahr seine bis dato beste Spielzeit und konnte in 60 Partien zwei Tore und vier Assists erzielen. Seine Leistung brachte der Verteidiger sogar ins Blickfeld des damaligen Bundestrainers Hans Zach, doch in den folgenden beiden Jahren und in einem immer schwächer werdenden Team, das Topspieler wie Marcel Goc, Patrik Augusta, Brad Schlegel oder Mark MacKay verlor, konnte auch Dück seine gezeigten Leistung mit lediglich zwei Toren und vier Punkten aus den 119 Spielen der folgenden beiden Jahre nicht bestätigen.

Zur Spielzeit 2003/04 wechselte der Deutsch-Kasache zu den Krefeld Pinguinen, wo er in der Folgezeit seltener auf dem Eis stand, dennoch insgesamt acht Tore und 22 Vorlagen verbuchen konnte. Nachdem Dücks Vertrag zum Ende der Saison 2006/07 ausgelaufen war, wurde er vom Ligakonkurrenten Iserlohn Roosters verpflichtet, bei denen er einen Kontrakt bis 2009 unterschrieb. In seiner zweiten Saison im Sauerland wurde Dück von Trainer Steve Stirling zeitweise nur noch als siebter Verteidiger eingesetzt. Nach dessen Entlassung spielte er sich zurück ins Team. Die Roosters unterbreiteten Dück nach der Saison ein neues, geringer dotiertes Vertragsangebot, welches er allerdings ablehnte. Zur Saison 2009/10 wechselte er daraufhin zum slowenischen Verein HK Jesenice in die Erste Bank Eishockey Liga, mit dem er am Saisonende am Spielbetrieb der slowenischen Eishockeyliga teilnahm und den nationalen Meistertitel gewann. Im Juli 2010 wechselte er zu den Kassel Huskies aus der Deutschen Eishockey Liga. Nachdem die Kassel Huskies Insolvenz anmeldeten und daraufhin keine Lizenz für die DEL bekamen, wechselte er zu den Hamburg Freezers. Im Mai 2011 unterschrieb Dück einen Kontrakt für die Saison 2011/12 bei den Krefeld Pinguine mit einer Klausel für eine weitere Spielzeit. Nachdem sein Vertrag nicht verlängert wurde, wechselt er zurück nach Schwenningen, da sein ehemaliger Teampartner Andreas Renz wegen einer Augenverletzung seine Karriere beendete und er sein Platz einnahm.

Zwischen 2015 und 2017 spielte er für den EV Ravensburg in der DEL2. Im Frühsommer 2017 beendete Dück seine Profikarriere.

Inlinehockey Dück nahm mit der deutschen Inlinehockeynationalmannschaft an der IIHF Inlinehockey-Weltmeisterschaft 2006 im Juli in Budapest teil.

Trainerlaufbahn Unmittelbar nach dem Ende seiner Spielerkarriere wurde Dück Nachwuchstrainer beim Schwenninger ERC. Zudem arbeitete er ab etwa 2020 für den Deutschen Eishockey-Bund (DEB), für den er unter anderem als Co-Trainer der Herren-Nationalmannschaft an der Weltmeisterschaft 2021 teilnahm. Ab 2021 war er Bundestrainer der U18-Nationalmannschaft.

Im Oktober 2023 verpflichteten ihn die Bietigheim Steelers in der DEL2 als Co-Trainer. Im Januar 2024 wurde er nach der Entlassung von Daniel Naud zum Cheftrainer befördert. Zwar konnte Dück den Abstieg aus der DEL2 im Frühjahr 2024 nicht mehr verhindern, stieg mit dem Team im folgenden Jahr aber umgehend wieder auf. Nach anfänglichen Problemen in der Zweitklassigkeit qualifizierte sich die Mannschaft souverän für die Playoffs im Spieljahr 2025/26, wo sie bis ins Halbfinale kam. Aufgrund eines erlassenen Strafbefehls gegen Dück wurde er während der Halbfinalserie gegen die Kassel Huskies im April 2026 entlassen und von seinem bisherigen Co-Trainer Boris Blank beerbt. Dück erklärte, wieso er den Strafbefehl akzeptierte: „Im Mittelpunkt meiner Entscheidung steht für mich, weiteren Schaden vom Club, der Mannschaft und meinem persönlichen Umfeld abzuwenden sowie eine unnötige öffentliche Zuspitzung zu vermeiden. Durch die Zahlung der vom Gericht angeordneten Tagessätze gelte ich als nicht vorbestraft.“

Erfolge und Auszeichnungen 2010 Slowenischer Meister mit dem HK Jesenice

Karrierestatistik Reguläre Saison Play-offs Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM 1997/98 Schwenninger Wild Wings II 2. LigS 27 2 3 5 16−−−−− 1998/99 Schwenninger Wild Wings DEL 28 0 1 1 2−−−−− 1999/00 Schwenninger Wild Wings DEL 27 0 0 0 0 81 0 1 1 4 2000/01 Schwenninger Wild Wings DEL 60 2 7 9 36 − − − − − 2001/02 Schwenninger Wild Wings DEL 60 0 1 1 38 21 0 0 0 0 2002/03 Schwenninger Wild Wings DEL 52 2 0 2 26 51 0 1 1 27 2003/04 Krefeld Pinguine DEL 51 0 2 2 10 − − − − − 2004/05 Krefeld Pinguine DEL 50 1 0 1 33 − − − − − 2005/06 Krefeld Pinguine DEL 52 2 5 7 46 5 0 0 0 4 2006/07 Krefeld Pinguine DEL 52 5 15 20 40 2 0 0 0 0 2007/08 Iserlohn Roosters DEL 55 1 10 11 38 7 0 0 0 2 2008/09 Iserlohn Roosters DEL 52 0 5 5 28 − − − − − 2009/10 HK Jesenice EBEL 50 6 22 28 129 2010/11 Hamburg Freezers DEL 52 1 5 6 10 − − − − − 2011/12 Krefeld Pinguine DEL 52 1 5 6 34 − − − − − 2012/13 Schwenninger Wild Wings 2. BL 48 2 15 17 671603318 2013/14 Schwenninger Wild Wings DEL 52 1 8 9 42−−−−− 2014/15 Schwenninger Wild Wings DEL 52 1 5 6 18−−−−− 2015/16 Ravensburg Towerstars DEL2 51 7 33 40 1221102216 2016/17 Ravensburg Towerstars DEL2 51 6 9 15 3030226 2. BL / DEL2 gesamt 150 15 57 72 219 30 0 7 7 40 DEL gesamt 729 17 69 86 401 14 0 0 0 6

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Einzelnachweise

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