mini|Valeska Grisebach bei der Berlinale 2023 Valeska Grisebach (* 4. Januar 1968 in Bremen) ist eine deutsche Filmregisseurin. Sie wird der Berliner Schule und dem Neuen Österreichischen Film zugerechnet.
Leben Valeska Grisebach studierte zunächst Germanistik und Philosophie in Berlin, München und Wien, bevor sie ein Filmstudium in Wien begann.
Ihr Abschlussfilm Mein Stern wurde 2002 für den Adolf-Grimme-Preis nominiert und gewann den Kritikerpreis auf dem Internationalen Filmfestival von Toronto sowie den Hauptpreis des Torino Film Festivals. 2006 stellte sie ihren zweiten Spielfilm Sehnsucht im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele in Berlin vor. Mit Western wurde sie 2017 zum ersten Mal an die Filmfestspiele von Cannes eingeladen, wo der Film in der Sektion Un Certain Regard gezeigt wurde. Ihr folgender Spielfilm Das geträumte Abenteuer wurde im Mai 2026 im Hauptwettbewerb des Filmfestivals von Cannes uraufgeführt und mit dem Preis der Jury ausgezeichnet.Ryan Lattanzio: Cannes Film Festival Reveals Competition Award Winners — Updating Live. In: indiewire.com, 23. Mai 2026 (abgerufen am 23. Mai 2026).
2018 war sie Teil der Jury für Kurzfilme sowie der Cinéfondation am Filmfestival von Cannes; im Jahr 2023 wurde sie in die Wettbewerbsjury der 73. Berlinale eingeladen.Internationale Jury. In: berlinale.de (abgerufen am 1. Februar 2023).
Valeska Grisebach ist Mitglied der Europäischen Filmakademie. Die Schauspielerin Anna Grisebach ist ihre Schwester. Ihr Vater war der Kunsthistoriker Lucius Grisebach.
Filme Grisebach zählt neben Barbara Albert, Jessica Hausner und Ruth Mader zu einer Gruppe von Filmemacherinnen aus Österreich, die dem Neuen Österreichischen Film bzw. der Viennese new wave zugerechnet werden, häufig zusammen gearbeitet haben und eng mit der Filmproduktionsfirma Coop99 verbunden sind. Gleichzeitig wird ihr Filmschaffen in Deutschland verortet:
Sie arbeitet häufig mit Laiendarstellern.
Filmografie 1997: In der Wüste Gobi (Dokumentarfilm; Regie) 1999: Berlino (Kurz-Dokumentarfilm; Regie) 2001: Mein Stern (Spielfilm; Buch und Regie) 2006: Sehnsucht (Spielfilm; Buch und Regie) 2007: Narben (Dokumentarfilm; Regie) 2017: Western (Spielfilm; Buch und Regie) 2026: Das geträumte Abenteuer (Spielfilm; Buch und Regie)
Auszeichnungen
2001: First Steps Award für Mein Stern 2001: Prize of the City of Torino auf dem Torino Film Festival für Mein Stern 2001: International Critics’ Award (Special Mention) des Toronto International Film Festival für Mein Stern 2006 Special Jury Award des Festival Internacional de Cine Independiente in Buenos Aires 2006 Premio Lino Micciché Award des Pesaro Film Festival 2006: Special Jury Award des Warsaw International Film Festival „for putting life on the screen“ für Sehnsucht 2006: Grand Prix Asturias des Gijón International Film Festival in der Kategorie „Bester Spielfilm“ für Sehnsucht 2006: Filmkunstpreis beim Festival des deutschen Films für Sehnsucht 2017: Filmkunstpreis beim Festival des deutschen Films für WesternLudwigshafener Preis geht an zwei Filme. Artikel vom 16. September 2017, abgerufen am 16. September 2017. 2017: Günter-Rohrbach-Filmpreis – Filmpreis für Western„Western“ gewinnt Günter Rohrbach-Filmpreis. Artikel vom 3. November 2017, abgerufen am 4. November 2017.. Artikel vom 3. November 2017, abgerufen am 4. November 2017. 2018: Preis der deutschen Filmkritik 2017 – Auszeichnung in der Kategorie Bester Spielfilm für Western. Abgerufen am 20. Februar 2018. 2018: Deutscher Filmpreis in Bronze für Western (Bester Spielfilm) 2026: Preis der Jury des Filmfestivals von Cannes für Das geträumte Abenteuer
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Träger des Deutschen Filmpreises Kategorie:Mitglied der Europäischen Filmakademie Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1968 Kategorie:Frau