mini|hochkant|Matthias Glasner (2024) Matthias Glasner (* 20. Januar 1965 in Hamburg) ist ein deutscher Filmregisseur, Autor, Darsteller, Filmproduzent und Musiker.
Leben Matthias Glasner gründete 1996 mit seinem Freund, dem Schauspieler Jürgen Vogel, die Schwarzweiss Filmproduktion. Vogel war im gleichen Jahr auch der Hauptdarsteller des ersten Kinofilms der neuen Firma Sexy Sadie. Vogel spielte in diesem Film einen Serienmörder, der im Gefängnis erfährt, dass er an einem tödlichen Gehirntumor leidet, und aus dem Gefängnis ausbricht. Glasner schrieb das Drehbuch und führte Regie.
Nach einigen Fernsehregiearbeiten drehte er (nach Die Mediocren, 1995 und Sexy Sadie, 1996) 2000 seinen dritten Kinofilm Fandango – Members Only. Hier spielten Nicolette Krebitz und Moritz Bleibtreu die Hauptrollen. 2006 wurde er für seinen vierten Kinofilm Der freie Wille mit Hauptdarsteller Jürgen Vogel auf der Berlinale 2006 mit dem Preis der Gilde deutscher Filmkunsttheater ausgezeichnet.
Glasner inszenierte die ersten beiden Episoden (Auf schmalem Grat und Unversöhnlich) der Krimireihe KDD – Kriminaldauerdienst, die 2007 im ZDF Premiere hatte. Die Rolle des Han übernahm Jürgen Vogel.
2012 erhielt Glasner für Gnade seine zweite Einladung in den Wettbewerb der Berlinale. Der Film erzählt von einem deutschen Paar (gespielt von Birgit Minichmayr und Jürgen Vogel), das nach Norwegen auswandert und dort mit der Frage der Schuld an einem Verkehrsunfall konfrontiert wird.Projektbeschreibung bei badlands-film.de (abgerufen am 9. Januar 2012). Die Möglichkeit der Vergebung, die der Film in den Raum stellt, habe er als schöne Vision empfunden, sagte Glasner zu seinen Motiven für Gnade.Paul Katzenberger: „Mensch sein heißt schuldig werden“, bei Süddeutsche.de, 18. Oktober 2012.
Im Jahr 2024 erhielt er für sein Drehbuch zum Spielfilm Sterben den Silbernen Bären der 74. Berlinale. Im selben Jahr wurde das Familiendrama mit Corinna Harfouch, Lars Eidinger und Lilith Stangenberg in den Hauptrollen für neun Deutsche Filmpreise nominiert. Glasner selbst fand in den Kategorien Spielfilm, Regie und Drehbuch Berücksichtigung.
Glasner ist Mitglied der Deutschen Filmakademie.
Filmografie (Auswahl) 1987: Requiem 1990: Schicksal und Zufall 1995: Die Mediocren 1996: Sexy Sadie 1998: Fandango – Members Only 2000: Schimanski muss leiden 2001: 99 Euro Films – 8. Episode 2001: Das Staatsgeheimnis 2002: Tatort: Flashback (Fernsehreihe) 2003: Die fremde Frau 2004: Blond: Eva Blond! – Wie das Leben so spielt 2005: Mathilde liebt (Drehbuch; Regie: Wolfram Paulus) 2006: Der freie Wille 2006: Blond: Eva Blond! – Der sechste Sinn 2007: Eine gute Mutter/Das Geheimnis der falschen Mutter 2009: This Is Love 2010: Die kommenden Tage (Produzent; Regie Lars Kraume) 2011: Die Stunde des Wolfes, ZDF, Arte 2012: Gnade 2012: Tatort: Die Ballade von Cenk und Valerie 2015: Blochin – Die Lebenden und die Toten (TV-Miniserie) 2017: Landgericht – Geschichte einer Familie 2018: Polizeiruf 110: Demokratie stirbt in Finsternis 2020: Das Boot (Fernsehserie, 4 Folgen) 2024: Sterben
Literatur Manfred Hobsch, Ralf Krämer, Klaus Rathje: Filmszene D. Die 250 wichtigsten jungen deutschen Stars aus Kino und TV. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2004, ISBN 3-89602-511-2, S. 147 ff.
Weblinks
WDR 3 (Westdeutscher Rundfunk) Mosaik. Gespräch am Samstag vom 27. April 2024: Der Regisseur Matthias Glasner
Einzelnachweise
Kategorie:Darstellender Künstler (Hamburg) Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Drehbuchautor Kategorie:Mitglied der Deutschen Filmakademie Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1965 Kategorie:Mann