Unter Madonnenfingern versteht man ein Krankheitssymptom, das durch sehr schmale Finger gekennzeichnet ist. Der Name wurde hergeleitet von Statuen der Maria, die oft mit sehr schmalen Fingern dargestellt wird.

Auftreten Bei der progressiven systemischen Sklerodermie kommt hinzu, dass die Haut wachsartig hart wird und die Finger dadurch in typischer gekrümmter starrer Haltung sind (Sklerodaktylie, Akrosklerose). Dies ist oft verbunden mit schmerzhaften Kuppennekrosen und Kalzinosen. Die Nagelhäutchen können sklerosiert und schmerzempfindlich sein, die Finger durch Akroosteolysen verkürzt.Altmeyer: Therapielexikon Dermatologie und Allergologie: Therapie kompakt von A-Z. S. 549

Beim Marfan-Syndrom kommt es ebenfalls zu langen verschmälerten Fingern (Arachnodaktylie, Madonnenhände).

Therapie In erster Linie wird die Grunderkrankung behandelt. Die Symptome lassen sich durch Schutz vor Kälte und fettende Pflege lindern. Die manuellen Fähigkeiten können durch Bewegungstherapie erhalten werden.

Literatur Peter Altmeyer (Hrsg.): Therapielexikon Dermatologie und Allergologie: Therapie kompakt von A-Z. Springer, 2005. ISBN 3-540-23781-X. S. 549 Peter Fritsch: Dermatologie und Venerologie für das Studium. Springer, Heidelberg 2009. ISBN 978-3-540-79302-1. S. 310 Ingrid Moll (Hrsg.): Dermatologie. Thieme, 2005. ISBN 3-13-126686-4. S. 182

Einzelnachweise

Kategorie:Krankheitssymptom