Paul Möhring (* 26. September 1890 in Hamburg; † 25. August 1976 ebenda) war ein deutscher Redakteur, Bühnenautor, Theaterhistoriker und Schuldirektor in Hamburg. Er bearbeitete in der Hauptsache Hamburger Themen.

Hamburger Originale Bis heute bekannt geblieben sind seine Bearbeitungen der Lebensgeschichten dreier Hamburger Originale – Hans Hummel, Zitronenjette und Jakob Friedrich Kirchhoff, besser bekannt als „Vetter Kirchhoff“ – deren öffentliches Bild heute nicht wenig auch von Möhrings Arbeiten mitgeprägt ist.

Kulturhistoriker mini|Grabstein für Paul Möhring auf dem Ohlsdorfer Friedhof

Seit den 1920er Jahren veröffentlichte Möhring über die Hamburger Theaterszene; seine erste Veröffentlichung beschäftigte sich mit der Hamburger Volksoper.

Ohne Jahresangabe (1965) erschien mit Das andere St. Pauli eine Kulturgeschichte der Reeperbahn aus Möhrings Feder im Matari Verlag, Hamburg.

Die zum Teil auch völkerkundlich betriebene Beschäftigung mit seiner Heimatstadt schlägt sich in den sehr realistischen Charakterzeichnungen in seinen Theaterstücken wieder. Als Hamburger Kultur- und Szenekenner war Möhring so vielgefragter Berater für Produktionen, die sich mit der Hansestadt beschäftigten. Paul Möhrings Unterlagen sind in der Theatersammlunghttps://www.sub.uni-hamburg.de/hamburg/profil/hamburg-in-den-sammlungen-der-stabi/theatersammlung.html der Hamburger Universität einzusehen.

Paul Möhring wurde auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg im Planquadrat AC 31 südlich von Kapelle 6 beigesetzt.Prominenten-Gräber

Bühnenschriftsteller Untrennbar ist die Geschichte des St. Pauli Theater mit Möhring verbunden, dem er mit seinem „Volksstück mit Musik“ Zitronenjette einen exklusiven Erfolg schenkte, der in immer wieder neuen Inszenierungen das Theater prägte. Möhring schrieb Mitte der 1920er Jahre die Rolle zunächst dem Schauspieler Ernst Budzinski auf den Leib; später war auch Henry Vahl als Henriette Müller zu sehen.

Hörspiele Als Autor 1952: Zitronenjette – Regie: Günter Jansen, u. a. mit Magda Bäumken, Eri Neumann (Titelrolle), Ingeborg Walther, Walter Scherau und Günther Siegmund 1958: Hamborg sien Uhlenspeegel – Regie: Günter Jansen, u. a. mit Hartwig Sievers, Hans Fitze, Heini Kaufeld, Rudolf Beiswanger und Henry Vahl 1971: Rebbel dat Bettlaken op – Regie: Günter Jansen, u. a. mit Otto Lüthje, Werner Riepel, Hilde Sicks, Willem Fricke und Karl-Heinz Kreienbaum

Als Sprecher 1925: Wilhelm Friedrich Wroost: Wrack – Regie: Nicht angegeben (2 Live-Sendungen) 1925: Erich Hagemeister: Ulenspegel – Regie: Nicht angegeben 1925: Geert Teis: Meister öwer Meister. Lustspiel – aus dem Groninger Dialekt übertragen und für plattdeutsche Speeldeelen frei bearbeitet – Regie: Hans Böttcher 1925: Georg Ruseler: De dulle Deern – Regie: Hans Böttcher 1925: Ingeborg Andresen: De Roop – Regie: Hans Böttcher 1925: Hinrich Wriede: Leege Lüd – Regie: Hans Böttcher 1925: Karl Wagenfeld: Hatt giegen Hatt – Regie: Hans Böttcher 1925: Paul Schurek: Stratenmusik – Regie: Hans Böttcher; Richard Ohnsorg 1925: Wilfried Wroost: Slagsiet – Regie: Hans Böttcher 1926: Paul Schurek: Der letzte Droschkenkutscher – Regie: Hans Böttcher 1926: Karl Krickeberg: Pidder Lüng. Detlev von Liliencron to'n Gedenken – Regie: Hans Böttcher 1926: Gorch Fock: Die Königin von Honolulu – Regie: Hans Böttcher (2 Live-Sendungen) 1926: Ernst Elias Niebergall: Herr Bummerlunder (Datterich in niederdeutscher Sprache) – Regie: Hans Böttcher 1926: Hermann Boßdorf: Kramer Kray – Regie: Hans Böttcher 1926: Herman Heijermans: Keden – Regie: Hans Böttcher 1926: Wilhelm Scharrelmann: Die Hochzeit in der Pickbalge – Regie: Hans Böttcher 1926: Gustav Möhring: Dusenddüwelswarf – Regie: Hans Böttcher 1926: Otto Franz Grund: Dat lütte Rümeken – Regie: Hans Böttcher 1927: Wilfried Wroost: Wrack – Regie und Sprecher: Hans Böttcher 1927: Paul Schurek: Stratenmusik – Regie: N. N. 1931: Heinrich Deiters: Steernblinken! Een Spill üm Wihnachen – Regie: Hans Böttcher 1946: Alfred Neumann: Der Patriot – Regie: Otto Kurth 1946: Renate Uhl: Wer ist ohne Schuld – Regie: Otto Kurth 1950: Otto Franz Grund: Engel Kirk – Regie: Hans Freundt 1952: Heinrich Deiters: Vom Fischmarkt zum Dovenfleet – Regie: Hans Freundt

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