The Beau Brummels war eine US-amerikanische Rockband, die 1964 in San Francisco gegründet wurde. Ihre Musik umspannte Stile wie Folk, Pop, Country, Beat und Psychedelic Rock. Der Bandname bezieht sich auf den englischen Dandy Beau Brummell.
Geschichte Die Band wurde 1964 in San Francisco als Antwort auf die „Britische Invasion“ gegründet. Damit war die Modewelle gemeint, die zu dieser Zeit massenhaft Beatbands aus Großbritannien über den Atlantik in die USA schwappte. Gründungsmotoren waren Songschreiber Ron Elliott und Leadsänger Sal Valentino (eigentlich Salvatore Willard Spanpinato). Die erste Single der Beau Brummels erschien Ende 1964 beim Label Autumn mit dem Titel Laugh Laugh. Produziert wurde sie von Tom Donahue und Sylvester Stewart, der später als Sly Stone in die Musikgeschichte eingehen sollte. Der Song Laugh Laugh erreichte bei den Hot 100 von Billboard Platz 15. Später wurde der Song in die Liste der 500 Songs, die den Rock and Roll am Meisten geprägt haben, der Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.
Nach dieser Aufnahme musste der Gitarrist Dec Mulligan wegen arbeitsrechtlicher Schwierigkeiten gehen und die Formation machte als Quartett weiter. Nach fünf Singles bei Autumn, mit denen die Beau Brummels jeweils in die Hot 100 kamen, wechselte die Band 1966 zum Label Warner Brothers, wo bis 1969 weitere sieben Singles produziert wurde. Von ihnen kam lediglich der 1966er Titel One Too Many Mornings in die Charts.
1966 zerfiel die Gruppe zum ersten Mal. In der Besetzung Elliott, Valentino und Meagher versuchten The Beau Brummels mit den beiden komplexeren, sich vom Beat-Format lösenden Alben „Triangle“ (1967) und „Bradley's Barn“ (1968) ein Comeback. Obwohl beide bei Kritikern und Kennern gut aufgenommen wurden und auch heute noch als Referenzplatten gelten, blieben die Verkaufszahlen im Keller und die Band trennte sich erneut. Ein letztes Lebenszeichen gab es 1975 von den Beau Brummels, diesmal in Originalbesetzung. Aber das Dilemma dauerte an, trotz wohlwollender Kritiken blieb der Erfolg aus.
Ron Elliott verdingte sich in den Jahren als Musiker bei Van Morrison, Randy Newman oder den Everly Brothers, bevor ihn eine Diabetes-Erkrankung zwang, seine musikalische Karriere weitestgehend zu beenden. Sal Valentino sang einige Jahre bei Stoneground, später in lokalen Bands und veröffentlichte erst 2006 ein Solo-Album (Come Out Tonight).
Mitglieder Zwischen 1964 und 1968 bestand die Band aus folgenden Mitgliedern: Sal Valentino alias Salvatore Willard Spanpinato (* 8. September 1942 in San Francisco, Kalifornien, USA) – Gesang, Tamburin Ronald Charles Elliott (* 21. Oktober 1943 in Healdsburgh, Kalifornien, USA) – Gitarre, Hintergrundgesang Ronald Meagher (* 2. Oktober 1941 in Oakland, Kalifornien, USA) – Bass, Hintergrundgesang John Louis Peterson (* 8. Januar 1942 in Rudyard, Michigan, USA, † 11. November 2007 in San Francisco) – Schlagzeug Declan Mulligan (* 4. April 1938 in County Tipperary, Irland) – Gitarre Don Irving (* 1946) – Gitarre, Hintergrundgesang (nur 1965/66)
Zwischen 1974 und 1975 war Dan Levitt (Gitarre und Banjo) reguläres Mitglied der Gruppe.
US-Charts bei Billboard Einstieg Titel Hot 100 Wochen 02.01.1965 Laugh, Laugh 15. 12 17.04.1965 Just a Little 8. 12 24.07.1965 You Tell Me Why 38. 7 09.10.1965 Don't Talk to Strangers 52. 8 25.12.1965 Good Time Music 97. 1 04.06.1966 One Too Many Mornings 95. 3
US-Diskografie Vinyl-Singles A/B-Seite Katalog-Nr. veröffentl. Autumn Laugh Laugh / Still in Love With You Baby 8 12/1964 Just a Little / They'll Make You Cry 10 4/1965 You Tell Me Why / I Want You 16 7/1965 Don't Talk to Strangers / In Good Time 20 9/1965 Good Time Music / Sad Little Girl 24 12/1965 Warner Bros. One Too Many Mornings / She Reigns 5813 4/1966 Here We Are Again / Fine With Me 5848 9/1966 Don't Make Promises / Two Days Till Tomorrow 7014 3/1967 Magic Hollow / Lower Level 7079 9/1967 Lift Me / Are You Happy 7204 6/1968 Long Walking Down to Misery / I'm a Sleeper 7218 8/1968 Cherokee Girl / Deep Water 7260 1/1969
Langspielplatten (Vinyl) Titel Katalog-Nr. veröffentl. Top 200 Introducing The Beau Brummels Autumn 103 4/1965 24. The Beau Brummels, Volume 2 Autumn 104 8/1965 Beau Brummels '66 Warner Bros. 1644 7/1966 Triangle Warner Bros. 1692 7/1967 197. Bradley's Barn Warner Bros. 1760 10/1968 The Beau Brummels Warner Bros. 2842 4/1975 180.
Literatur Pareles, Jon / Romanowski, Patricia (Hrsg.): The Rolling Stone Encyclopedia Of Rock & Roll. London: Rolling Stone Press / Michael Joseph, 1983, S. 35f
Weblinks
Chartpositionen bei www.musicvf.com
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