Der Sender Freinberg ist eine Rundfunksendeanlage im statistischen Bezirk Freinberg in Linz. Der interne Name des Senders lautet: LINZ2.

Geschichte Er wurde 1928 als Mittelwellensender ins Leben gerufen und benutzte bis 1936 eine T-Antenne, welche an zwei 45 Meter hohen Stahlfachwerkmasten aufgehängt war.

1936 wurde diese Antenne durch einen 165 Meter hohen, gegen Erde isolierten, abgespannten Stahlfachwerk-Sendemast ersetzt. Es handelte sich seinerzeit nicht nur um den höchsten Antennenmast, sondern auch um das höchste Bauwerk in Österreich. Über den neuen Mast strahlte der neue Großsender Linz ab 26. Jänner 1936 sein Programm aus.

Im Zuge von Umstellungen der Sendefrequenz wurde dessen Höhe 1950 auf 120 Meter reduziert und 1957 wieder auf 146 Meter erhöht. 1965 wurden die Sendegeräte erneuert. Nachdem die Ausstrahlung von Hörfunkprogrammen über UKW die Mittelwelle weitgehend verdrängt hat, wurde der Sendemast nur noch als Träger für UKW und Fernsehantennen genutzt.

Im Zeitraum von April bis August 2008 wurde der bestehende bereits 80 Jahre alte Sendemast zunächst um rund 20 Meter gekürzt und neben dem alten Sendemast ein neuer errichtet. Nach Inbetriebnahme der neuen Sendeanlage wurde der alte Mast schließlich abgebaut. Der neue 127 Meter hohe Mast dient nur als Antennenträger, eine Funktion als selbststrahlender Sendemast ist nicht mehr vorgesehen.

Infrastruktur Der Eigentümer, ORF/ORS, sendet von hier die DVB-T2-Programme für den Großraum Linz (siehe Tabelle unten). Über die gleiche Antennenanlage wurde auch das DVB-H-Angebot der Media Broadcast gesendet. Seit 2008 wird der Sender auch von Privatradio genutzt. Die früher an diesem Standort genutzten Zweit-UKW-Frequenzen des ORF wurden von den Privatsendern Welle 1 und oe24 RADIO auf den nahegelegenen Freinberg Rotkreuz-Sendemasten umkoordiniert.

Weiters befinden sich auf dem Mast Sendeanlagen und Richtfunksysteme von Mobilfunkbetreibern sowie diverse andere Funkdienste.

In dem Gebäude neben dem Sendemasten befindet sich die Funküberwachung Linz, eine Dienststelle des BMVIT, die früher zur PTV (Post), der heutigen Telekom Austria, gehörte. Hier waren früher auch andere Dienststellen der PTV untergebracht, die sich mit Funktechnik beschäftigten, aus denen später z. B. die Mobilkom Austria hervorging. Am Dach befinden sich zahlreiche Peil- und Messantennensysteme der Funküberwachung.http://schnuffi.fro.at/freinberg_april08/funkueberwachung2.jpg Am Gelände der Funküberwachung befindet sich auch eines der Abspannfundamente des Senders (neben Haupteingang).

Frequenzen und Programme Digitales Fernsehen (DVB-T2) Vor der Umstellung wurde in DVB-T/DVB-H auf folgenden Frequenzen gesendet. Multiplex Standard Kanal Programme im Bouquet ERP Polarisation MUX A DVB-T K43 (650 MHz) ORF 1, ORF 2 (Oberösterreich und Niederösterreich), ATV 5 kW vertikal MUX B DVB-T K37 (602 MHz) Puls 4, ORF SPORT +, 3sat, Servus TV, RedBull TV 3,2 kWvertikal MUX D DVB-H K45 (666 MHz) Diverse Programmpakete 6,3 kW vertikal

UKW-Programme FrequenzRadiosender RDS-PSSenderlogoPI-CodeSendemast ERP 89,2 MHz oe24 Radio (Oberösterreich) _OE_24__ 70pxA3E0/ A7E0 (regional)Rk 0,2 kW 91,8 MHz Welle 1 (Oberösterreich)'WELLE_1 90pxA759Rk 0,3 kW 102,0 MHz radio 88.6 Oberösterreich *_88.6_* 90pxAC47/ A747 (regional)ORS 2 kW 105,0 MHz Radio FRO*Radio*_/*_FRO_*_ 70pxA751Linz3 0,63 kW

Bilder

Weblinks

Panorama-Foto 2022 vom Sender Freinberg aus der Luft - Quelle: Manfred Scheucher, topimbild.at Radio in Oberösterreich Tagespost 24. Juni 1928 - Bildseite 360° Panorama Foto vom Sender am Freinberg (1. Tag der Abtragung) Infos zum Senderstandort Bildbericht zum Umbau des Senders (August 2008) – Die Erneuerung des Senders Linz-Freinberg im Sommer 2008 Senderstandorte der ORS im Webauftritt der ORS GmbH & Co KG Senderkatasterkarte der RTR im Webauftritt der RTR GmbH

Einzelnachweise

Kategorie:Bauwerk in Linz