Greinbach ist eine Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Gerichtsbezirk Fürstenfeld und im politischen Bezirk Hartberg-Fürstenfeld in der Steiermark in Österreich.
Geografie Geografische Lage Greinbach liegt ca. 3 km nordwestlich der Bezirkshauptstadt Hartberg und ca. 40 km nordöstlich der Landeshauptstadt Graz. Der Ortsteil Penzendorf ist mit Hartberg zusammengewachsen. Die Gemeinde gehört zum Joglland, einem Mittelgebirge am Übergang vom oststeirischen Hügelland zum Randgebirge östlich der Mur. Sie liegt direkt östlich des Naturparks Pöllauer Tal.
Greinbach wird vom gleichnamigen Bach und seinen Zuflüssen entwässert, die letztendlich der Hartberger Safen zugeführt werden.
Gemeindegliederung
Greinbach ist nach dem gleichnamigen Bach benannt. Eine Ortschaft dieses Namens gibt es nicht. Die Gemeinde besteht aus drei Katastralgemeinden und gleichnamigen Ortschaften (Einwohner Stand ): Penzendorf ( Ew.) mit Neudorf und Penzenberg Staudach ( Ew.) mit Aigen, Bacherhöf, Fünfhöf, Greinbach, Greith, Hochwarth, Hofstätt, Lämberhöf, Point, Pollethöf, Rauchegg, Sallegg, Schwaig und Siebenbirken Wolfgrub ( Ew.) mit Mairhof
Gemeindezusammenlegung Am 1. Jänner 1968 wurden die ehemals selbstständigen Gemeinden Penzendorf und Staudach zur neuen Gemeinde Greinbach vereinigt.
Nachbargemeinden
Geschichte Die erste urkundliche Erwähnung eines Gemeindeteils stammt aus dem Jahr 1286, als sich ein Erchenger nach Penzendorf benannte. In dieser Zeit wurde das Land gerodet und intensiver Getreideanbau betrieben. Aus Staudach ist 1328 eine Egartenwirtschaft mit Viehzucht überliefert.
Bevölkerungsentwicklung
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Kapelle Staudach mini|Die Ortskapelle von Penzendorf
Wirtschaft und Infrastruktur Verkehr Greinbach liegt abseits der Hauptverkehrsstraßen. Die Wechsel Straße B 54 von Hartberg nach Wiener Neustadt führt durch das östliche Gemeindegebiet. Die Süd Autobahn A 2 von Wien nach Graz ist etwa sieben Kilometer entfernt und über die Anschlussstelle Hartberg (115) zugänglich.
Die Gemeinde Greinbach hat keinen eigenen Bahnhof. Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich in Hartberg in etwa fünf Kilometer Entfernung. Er bietet Zugang zur Thermenbahn mit zweistündlichen Regionalzug-Verbindungen nach Wien und Fehring.
Ansässige Unternehmen In Höfstätt ist ein Sägewerk angesiedelt. Das Industriegebiet Greinbach beherbergt neben einer großen Diskothek auch mehrere Bauunternehmen (Verkehr, Bau, Metall), Dienstleistungsbetriebe (u. a. IT-Dienstleister), eine Rennstrecke sowie mehrere Gastronomiebetriebe.
Öffentliche Einrichtungen In Greith befinden sich die Volksschule, der Kindergarten und die Kapelle der Ortschaft Staudach. In Bacherhöf befindet sich der Bauhof der Gemeinde Greinbach. In Penzendorf steht die 1995 erbaute Kapelle Penzendorf, welche dem Hl. Bernhard gewidmet ist. In Penzendorf befindet sich die Freiwillige Feuerwehr Penzendorf, welche für die gesamte Gemeinde Greinbach zuständig ist. Sie besteht aus 100 Mitgliedern und ist nach der Ausstattungsrichtlinie des LFV Steiermark mit drei Fahrzeugen (RLF-A 2000, KLF-A und MTF-A) ausgestattet.
Motorsport mini|PS Racing Center International bekannt wurde Greinbach durch das sogenannte PS Racing Center, eine permanente Rennstrecke, auf der bereits mehrfach Wertungsläufe zur FIA Rallycross-Europameisterschaft ausgetragen wurden.
Politik
Gemeinderat Die letzten Gemeinderatswahlen brachten die folgenden Ergebnisse: Partei2020 2015 2010 2005 2000 1995 1990Stimmen%Mandate St. % M. St. % M. St. % M. St. % M. St. % M. St. % M. ÖVP8228414 761 68 11 891 79 13 849 76 12 786 74 12 777 70 11 768 66 11 SPÖ5860 159 14 2 184 16 2 207 19 3 152 14 2 159 14 2 252 22 3 FPÖ102101 205 18 2 47 4 0 54 5 0 126 12 1 169 15 2 135 12 1 Wahlbeteiligung67 % 78 % 77 % 76 % 80 % 85 % 92 %
Bürgermeister (ab 1968) 1968–1971 Ignaz Wilfinger (ÖVP) 1971–1985 Johann Leinweber (ÖVP) 1985–1993 Ignaz Wilfinger d. J. (ÖVP) 1993–2019 Siegbert Handler (ÖVP) 2019–2024 Matthias Kratzmann (ÖVP) seit 2024 Johann Schützenhöfer (ÖVP)
Bürgermeister von Penzendorf (1849–1968)
1851 Mathias Gamel 1855/1861 Franz Jeitler 1862 Mathias Gamel 1869 Franz Lechner vor 1880 Anton Lechner (Wolfgrub) 1880–1914 Franz Pöltl 1914–1925 Ignaz Handler 1925–1938 Rupert Jeitler 1938–1939 Johann Peinsipp 1939–1945 Josef Amesbauer 1945–1968 Anton Ertl (ÖVP)
Bürgermeister von Staudach (1849–1968)
1851 Michael Hackl 1858/1859 Karl Mauerhofer 1871 Friedrich Müllner 1872–1882 Johann Steinhöfler 1882–1892 Johann Lechner 1892–1902 Franz Lechner 1902–1924 Anton Kornberger (CS) 1924–1932 Josef Mauerhofer (CS) 1932–1937 Karl Lechner 1937–1938 Ignaz Wilfinger (CS, später ÖVP) 1938–1945 Karl Steinbauer 1945–1946 Johann Spies (ÖVP) 1946–1968 Ignaz Wilfinger (ÖVP)
Wappen und Flagge Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte mit Wirkung vom 1. Juli 1987. Blasonierung (Wappenbeschreibung): „In Rot ein ruhender geflügelter silberner Seestier auf einem aus dem Schildfuß wachsenden dreizinnigen silbernen Turm.“Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 38, 1988, S. 29.
Die Gemeindeflagge ist einfarbig weiß mit dem Wappen.Eintrag zu Greinbach auf der Seite kommunalflaggen.eu
Ehrenbürger 1989: Josef Krainer (1930–2016), Landeshauptmann 2008: Erich Pöltl (1942–2021), Landesrat
Einzelnachweise
Weblinks
Homepage des PS-Racing-Centers
Kategorie:Weinbaugemeinde in der Steiermark