mini|Rathaus (Hôtel de ville) Hagondange [] ( Hagendingen, lothringisch Hoendéngen) ist eine französische Stadt mit Einwohnern (Stand ) im Département Moselle in der Region Grand Est (vor 2016 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Metz.

Geographie Hagondange liegt in Lothringen, links von der Mosel, etwa 15 Kilometer nördlich von Metz und 13 Kilometer südlich von Thionville (Diedenhofen) auf der deutschen Seite der ehemaligen deutsch-französischen Sprachgrenze. Der Ort befindet sich auf einer Höhe zwischen 154 und 209 m über dem Meeresspiegel. Das Gemeindegebiet umfasst 5,53 km².

Geschichte Der Ort wurde erstmals 795 als Hagelinga erwähnt.Alexander Wiltheim - Luxemburgum Romanum Weitere Bezeichnungen sind Angondanges (1218), Angoldanges (1228), Agondange (1320), Hagundange (15. Jh.), Abondange (1444) und Hangondange (1686).Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III: Kunst und Althertum in Lothringen, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 187 (books.google.de). Im Deutschen waren früher auch die Namen Hagelingen und Engeldingen in Gebrauch. Die Ortschaft gehörte früher zum Bistum Metz; ein Anteil an ihr, den einst Luxemburg in Besitz gehabt hatte, wurde 1410 an das Kapitel in Metz vertauscht. 1517 brannte das Dorf ganz ab. Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 267 (google.books.de).

Durch den Frankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam die Region an das deutsche Reichsland Elsaß-Lothringen, und das Dorf wurde dem Landkreis Metz im Bezirk Lothringen zugeordnet. Die Dorfbewohner betrieben Getreidebau und Viehzucht.

Das Stahlunternehmen Usine sidérurgique d’Hagondange bestand von 1899 bis 2025.

Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden. Im Zweiten Weltkrieg war die Region von der deutschen Wehrmacht besetzt.

Zumindest in den 1960er Jahren bestanden einige Zeit partnerschaftliche Beziehungen zur Großstadt Magdeburg in der damaligen DDR.Ingelore Buchholz, Maren Ballerstedt, Man setzte ihnen ein Denkmal, Herausgeber: Landeshauptstadt Magdeburg, Stadtarchiv, 1997, Seite 46

Demographie + Anzahl Einwohner seit Ende des Zweiten Weltkriegs Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2019Einwohner 11.061 10.567 10.048 9091 8222 8675 9212 9287

Kultur und Sehenswürdigkeiten Im Westen des Gemeindegebietes liegt der Zoo d’Amnéville, im Süden befindet sich ein Teil des Walygator Parc.

Sehenswürdigkeiten

Bahnhof mini|Bahnhof Von 1912 bis 1964 verkehrte die Straßenbahn Hagendingen vom Bahnhof zu Stahlwerken der Region. Der Bahnhof Hagondange liegt an den Bahnstrecken Metz–Luxemburg und Saint-Hilaire-au-Temple–Hagondange.

Literatur Georg Lang: Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 82 (books.google.de).

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Einzelnachweise

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