mini|Gulaschkanone zur Truppenversorgung im Zweiten Weltkrieg mini|Truppenverpflegung ist im Einsatz unabdingbar Truppenverpflegung dient der Ernährung und ist als Verpflegung ein strategisch wichtiger Bereich der Militärlogistik, der zum Erhalt von Kampfkraft und Kampfmoral der Truppenteile von Bedeutung ist.
Beschreibung Zur Verpflegung beim Militär wurde im 19. Jahrhundert noch nach „Geldverpflegung“ für die Finanzen des Truppenetats inklusive der militärischen Besoldung und „Naturalverpflegung“ für die Nahrungsmittel der Soldaten und Fourage der Tiere im Militär unterschieden.
Truppenverpflegung ist eine Form der Verpflegung, bei der Militärangehörige zubereitete Warm- und Kaltverpflegung nach festgelegten, örtlich und kulturell unterschiedlichen Grundnormen erhalten. Sie wird auf mehrere Mahlzeiten aufgeteilt und überwiegend gemeinschaftlich während des Garnisonsdienstes eingenommen. Während des Einsatzes wird die Verpflegung entweder durch Einheiten der rückwärtigen Sicherstellung unter feldmäßigen Bedingungen (z. B. in Feldküchen oder Feldbäckereien) zubereitet oder den Soldaten in Form verschiedener Ein-Mann- oder Gruppen-Rationen zur Verfügung gestellt.
Bundeswehr mini|hochkant|Essenmarken der Bundeswehr um 1975 Der Verpflegungssatz für Bundeswehrangehörige beträgt im Jahr 2019 insgesamt 8,37 € für drei komplette Mahlzeiten, Frühstück (1,77 €), Mittag- und Abendessen (jeweils 3,30 €). Die Ausgabe in den Truppenküchen erfolgt nach Abgabe der jeweiligen Essenmarke. Nicht eingelöste Essenmarken können beim Rechnungsführer eingereicht und ausgezahlt werden. Morgens erfolgt die Versorgung über ein Frühstücksbüfett, mittags kann grundsätzlich zwischen mindestens zwei Menüs gewählt werden. Außerdem steht mittags eine Salatbar zur Verfügung. Getränke gehören zu den Mahlzeiten.
Darüber hinaus gibt es für die U-Boot-Flottille einen besonderen Bevorratungsplan, der sich an der außergewöhnlichen Belastung der Soldaten an Bord orientiert.
Nationale Volksarmee mini|Zwei halbe E-Portionen der NVA ("Eiserne Portion"), von den Soldaten "Atomkekse" genannt In der Nationalen Volksarmee der DDR existierten zwei Grundnormen (vgl. Tabelle), die den täglichen Bedarf der Armeeangehörigen decken sollten. Die höhere Grundnorm stand Soldaten mit höheren physischen Anforderungen zu.Handbuch Militärisches Grundwissen NVA - Ausgabe 10. Auflage, Redaktionsschluss: 15. November 1980.
Bezeichnung Einheit Grundnorm 110 Grundnorm 130 Fleisch, Wurst, Fleisch- und Wurstwaren Gramm 220 250 Butter Gramm 50 50 Vollmilch und Milcherzeugnisse Gramm 300 350 Fette Gramm 30 40 Eier Gramm 35 50 Fisch Gramm 45 45 Käse Gramm 35 40 Marmelade Gramm 30 30Zucker/Süßw. Gramm 30 40NährmittelGramm6060Kartoffeln, frischGramm800800oder geschältGramm400400GemüseGramm300350ObstGramm200200BrotGramm300300Weißbrot/GebäckGramm200200TeeGramm22GewürzeGramm2525
US-Streitkräfte mini|Unitized Group Ration B (UGR-B) Gegenwärtig erfolgt die gemeinsame Truppenverpflegung in den US-Streitkräften durch die Unitized Group Ration A (UGR-A), ein Baukastensystem zur Versorgung von jeweils 50 Personen mit einer Mahlzeit. Beim Fehlen von Feldküchen können UGR-A mit enthaltenen Mitteln erhitzt werden. In den Systemen sind außerdem Materialien für Präsentation und Ausgabe enthalten. Die Rationen werden jährlich entsprechend verschiedener Anforderungen (kcal-Anforderungen für verschiedene Einsatztypen, vegetarische, koschere oder Halāl-Zubereitungen) neu berechnet.
Literatur
Weblinks
Bundeswehr Classix: Ohne Mampf kein Kampf (1980) (YouTube-Video)
Einzelnachweise
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